Hongkong-Reisebericht :Fahrrad..Erde..Ein Jahr.."Runde Sache"

Hong Kong und Macau

Hallo ihr Lieben,
heiße euch herzlich willkommen zum kurzen Abstecher in die Großstadtmetropole Hong Kongs- dies zunächst mit etwas Wehmut betrachtet,denn der Abschied Chinas fällt da nicht ganz leicht. Ist aber nur von kurzer Dauer, denn die Reise soll ja danach in die südwestliche Region Chinas, die Yunnan-Provinz führen.
Statt eines Sleeperwagons wurde die dreizehnstündige Strecke zunächst nach Shenzhen kurz vor der Grenze mit einem Sleeperbus zurückgelegt. Schläft sich angenehmer als ich zunächst dachte, bis auf den holperwaldwegähnlichen Abschnitt nach 1/3 der Strecke, der keinen Mitreisenden im Tiefschlaf hielt. Beinfreiheit in chinesischen Sleeperbussen für großgewachsene Europäer natürlich ein strittiges Thema, doch in seitlicher Lage keineswegs eine unlösbare Angelegenheit.War da allerdings nicht der einzige.

Die resliche Strecke von Shenzhen nach Hong Kong- Kowloon in einer Stude mit dem Zug im Vergleich geradezu ein Wimpernschlag
Hong Kong erwartungsgemäß das reinste Farbenmeer. Ich liebe ja dieses bunte Durcheinander der nächtlichen Beleuchtung von Reklametafeln und dergleichen. Trifft man in Hong Kong ein, erschlägt einen diese Stadt zunächst fast vor Bewegtheit. Man gewöhnt sich aber recht schnell daran und glaubt man sich erst einmal ein wenig zu orientieren, dann erfährt man immer mehr Gefallen an dieser Metropole.

Wenn man eine Weile in China bei günstigen Preisen unterwegs war und dann Hong Kong betritt, möchte man wieder kehrt machen. Doch hiergegen sprach die Wartezeit auf ein neues Visa, die Neujahrsfeier in westlicher Metropole und die Neugier auf das, was Hong Kong bereithält.
Zu dieser Zeit gab es gerade die brand- and food- Messe,

hier gab es ne Menge Punkte an schöne Frauen zu vergeben, die z.B. Werbung für das machten, was ich mir auf manchen Radstrecken fast schon fern zurückliegender Zeit gerne mal gewünscht hätte um den Pedaltritt zu erhöhen. Ich meine den Energieriegel, nicht die Frau. Ja, die Energiezufuhr ist des Menschleins Motor. Und auf so'nem Foodmarkt in China, da gibt es Dinge zu probieren, die hat die Welt zuvor noch nie gesehen. Dafür gibt es diese Messe und mit etwas Glück findet sich die Leckerei ein Jahr später fest etabliert in den Restaurants wieder.

Und manchmal stellt sich die Frage, welches ist das hübschere Hochzeitspaar- das auf der Motorhaube oder jenes auf des Mercedes Rücksitzbank? Die Scheiben sind leicht getönt, ich schließe daraus-, das auf der Motorhaube.

Im Soho- Bezirk auf Hong Kong-island schmeckt das Bier genauso gut wie in Deutschland, lockt aber ne Menge Papiergeld aus der Tasche.

Die Doppeldeckerstraßenbahnen Hong Kongs Liebling.
Gesprochen wird in Hong Kong im übrigen nicht das in China großflächig übliche Mandarin, sondern Cantonese und natürlich Englisch.

Den Cable car zum Ocean park gibts doppelspurig auf und ab mit wunderschöner Aussicht.

Würde man raten wollen, was diese beiden Pandas in ihrem Gezäun wohl gerade so treiben, so würde man auf Fernsehen setzten- doch falsch geraten, sie üben einzig das Synchronsitzen und entringen auf diese Weise gerne den Besuchern ein Lachen.

Diese Qualle setzt da schon mehr auf staunende Blicke.

In den chinesischen Hostels war man ja meist an ein European / American oder Swissbreakfast gewohnt- gabs hier alles nicht- hier musste zu MC Donalds. Und man mag es nicht glauben, es war gut!

Ach, und wenn wir gerade beim Hostel sind, so muß ich hierzu natürlich gleich Dampf ablassen. Solltet ihr jemals in Hong Kong eine vernünftige Bleibe suchen, so wählt ja bitte nicht das Travellers YH. So eine Absteige hab ich in meinem Leben noch nicht erlebt, bis auf vielleicht die eine Provenceunterkunft mit Jens dieses Jahr. Also zunächst einmal gilt es dieses "Loch" zu finden, man sucht sich in dem Block tot, bleibt dann vielleicht mit etwas Glück im 13. Stock stecken und erspäht es dann durch Zufall. Welchen Grund diese Nichtbeschilderung hat, weiß wahrscheinlich aussschliesslich der Betreiber. Möchte man dann diesen Flur, welcher das Hostelzimmer darstellen soll bewohnen, so wird man alle 5 Minuten von Frauen über den Haufen gerannt, die riesige Säcke Kleider, Bettzeug oder ähnliches hinter sich herschleifen. Was die da treiben, weiß nur der liebe Gott und man glaubt sich wohnend in einer Wäscherei. Internet-WiFi- Angaben stimmen mit der Realität in keinster Weise überein, ich jedenfalls habs nach 10maligem einloggen aufgegeben, eine Webseite zu starten. Der anebliche Ingenieuer, der dem Ding reinen Tisch machen sollte, brachte auch nichts auf die Reihe. Was gabs da noch oder besser nicht- kein warmes Wasser und ne Menge Jucken und Kratzen wegen Bettflöhen (ich hatte meine Luma, doch der Arm lag leider einen Moment im Bettzeug, da gings dann auch schon los mit der Juckerei) und eine knabbernde Ratte allnächtlich soll auch von mehreren Zimmerkollegen gehört worden sein.Das wars schon. Die Hostler allerdings waren genial, wie nachfolgend berichtet.

Hong Kongs Star- Ferries bieten wunderschönes Skyline- Panorama und sind nebenbei noch die günstigste Alternative, die Seite von Kowloon nach HK-island zu wechseln. Die Metro verlangt da schon den vierfachen Preis.

Für Gipfelstürmer ist Hong Kong wie gemacht, südlich der Stadt HK-islands führen viele Wege hinauf auf den Berg. Da gib es wunderschöne Sonnenuntergänge zu bestaunen..

oder darf von Seiten des Peaks den Blick eines Vogels auf das Hochhausmeer genießen.

Bei Nacht ist die Sicht auf Hong Kong vielleicht von keiner anderen Stadt der Welt zu überbieten.

Und da sollte dem Jahr, das so unterschiedlich geprägt war, wie kein anderes in meinem Leben plötzlich das Licht ausgehen. Doch da wartete ja 2009 darauf, daß ihm der Startschuss bereitet werden sollte.

Wir taten alles daran, 2009 gebührend zu empfangen. Die Hostelgemeinschaft trank, feierte und lachte sich langsam ein.

Hätten vielleicht nicht so lange Aufwärmen sollen, denn der Weg zu den Logenplätzen für das Feuerwerkspektakel zu Wasser war versperrt.

War aber auch egal, wir waren bunt gemischt, hatten Spaß und böllern und Raketen in die Luft jagen darf hier niemand außer die Offiziellen von einigen Hochhaustürmen. Heidelberg jagt da mit Sicherheit mehr in die Luft, dafür siehts am nächsten Tag aus wie nach dem Krieg und ausgeböllert wird bis zur zweiten Woche danach. Das gabs in Hong Kong ned.

Und da wars dann soweit, Yippiiiiiiiiiiiii!!!! Und zufällig standen wir auch noch gar ned so verkehrt, denn den Blick aufs größte Gebäude mit dem Hauptfeuerwerk konnten wir genießen.

Ja, die Freude war groß. Die Hong Kongianer allerdings ließends um uns herum ein wenig gemächlicher über die Bühne gehen. Fotoapparat hielt aber so ziemlich jeder in die Höh.

Und so ging Sylvester mit mehr oder weniger Alkohol zuende.

Grund genug sich wieder den wesentlichen Dingen einer Weltreise zu widmen, wie dem Sightseeing- abenteuer.

Macau stand auf dem Programm.
Die Katamaran- Schnellfähre benötigt für die gut 80 km Seeweg von Hong Kong gerade einmal eine Stunde. Die Passportabfertigung beanspruchte hingegen mehr als 1,5 Stunden zur Neujahrszeit. Doch auch diese Wartezeiten sind es allemal wert, Macau zu besuchen.
Währung ist hier nicht der Hong Kong-dollar, sondern der Pataca, der HK-Dollar wird aber akzeptiert.

Gemeinsam mit zwei netten Japanerinnen galte es dann, die Stadt zu besichtigen, die aus der kolonialistischen Zeit heraus stak portugiesische Prägung erhielt.

Das Stadtzentrum glänzt mit vielen prachtvollen Gebäuden,

der Ruine der St. Pauls- Cathedrale,

vielen netten wenn auch überbesuchten Hauptgässchen,

vielen zu bewundernden Gebäuden, welchen der portugiesische Einfluss klar abzulesen ist,

und das neue Lisboa-Casino.

Den letzten Tag vor der Rückreise nach China galt es dann auf Lantau- island zu verbringen. Hier befindet sich auf der Nordseite der Flughafen, der Rest dieser sehr großen Insel überrascht jedoch mit viel landschaftlicher Schönheit. Von Mui Wo an der Ostküste gelangt man mit dem Bus in knapp einer Stunde zum großen bronzenen Tian Tan Buddah.

Im Po Lin temple darf man den Mönchen ein Gehör für ihren Gesang spenden,

und in Tai O an der Westküste darf man sich auf die Suche der sich hier tümmelnden pinkfarbenen Delphine machen. Wir wurden hier nicht fündig, all das Gerufe half nichts.

Tai O ist ein wunderschönes Fischerdorf, die Häuser sind allesamt auf Pfählen gebaut.

und man darf das ganze von wasserner Straße aus betrachten.

und als Zuckerli obendrauf Tai O's Sonnenuntergang.

Die Reise führte am 03.01. zurück nach China, nach Kunming in der Yunnan Province, das sicherlich mit schönste und abwechslungsreichste Gebiet Chinas.
Hiervon verspreche ich euch jetzt schon wunderschöne landschaftliche Bilder- staune immer wieder von neuem, was China alles zu bieten hat.
Bis dahin,machts gut!
vlg peter

© Peter Greiner, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
13 Monate Weltreise geschmückt mit unvergleichbar schönen Erfahrungen auf einer Vielzahl von Radabschnitten sowie dem Leben unter den Menschen durch Homestay, langen Busfahrten auf Reissäcken in Myanmar, Bergvölker in Laos und vieles mehr. Die Reise führt durch Ungarn nach Griechenland, Dubai, Indien, Japan, China, Myanmar,Thailand, Laos, Vietnam, Malaysia, Philippinen, Borneo, Singapur, Sydney, Chile, Argentinien, Brasilien, Florida, Mexiko und findet in Madrid ihr Ende.
Details:
Aufbruch: 28.08.2008
Dauer: 13 Monate
Heimkehr: 28.09.2009
Reiseziele: Großbritannien
Ungarn
Serbien
Griechenland
Vereinigte Arabische Emirate
Indien
China
Japan
Hongkong
Myanmar
Thailand
Laos
Kambodscha
Vietnam
Malaysia
Philippinen
Singapur
Australien
Neuseeland
Chile
Argentinien
Uruguay
Brasilien
Paraguay
Vereinigte Staaten
Mexiko
Spanien
Der Autor
 
Peter Greiner berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Peter sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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