Russland-Reisebericht :Wohnmobilreise nach Peking über die Seidenstraße

Russland

Hallo, der Baikal See liegt hinter uns, wir sind jetzt in Irkutsk und es geht weiter
117. Tag - 7.08.2008 - Ulaanbaatar

Da es heute Morgen erst um 11 Uhr losgeht, nutzen wir die Zeit und machen den Wagen sauber. Wir bürsten die Polster und die Teppiche und kehren allen Sand raus. Das schaffen wir auch und jetzt ist der Wagen von innen fast wieder Staub- und Sandfrei. Dann geht's aber wieder mit dem Bus in die Stadt. Wir fahren zu einer Fashionshow. Hier werden uns Kostüme und Kleider vorgeführt, die eigentlich kein Mensch tragen kann. Alles ist bombastisch, sieht toll aus und gefällt uns gut.
Es kommen auch noch drei Damen, die wohl überhaupt kein Rückgrat haben, sie sind richtige Schlangenmenschen und führen uns akrobatische Übungen vor, die wir lieber nicht nachmachen sollten. Nach dieser Show fuhren wir dann zum Wohnsitz des letzten religiösen Führers der Mongolei, Bogd-Khan, der hier zwischen 1911 und 1924 lebte. Im Winterpalast waren verschiedene Dinge, wie Buddhafiguren, Kleidungsstücke und auch Möbel ausgestellt. Wir sind durch das Museum geschlendert, teilweise war es sehr gut restauriert, teilweise wartete es noch darauf. Heute ist das Wetter recht kühl und die Jacke ist schon nötig. Wir sind doch von der Hitze etwas verwöhnt und auch empfindlich gegen den kühlen Wind. Dann geht es wieder in die Stadt zurück und wir bekommen frei. Wir gehen ins Café und essen dort eine Kleinigkeit, dann suchen wir uns ein Internetcafé, was wir auch finden. Alles funktioniert schnell und die Bilder sind in kurzer Zeit runtergeladen.

Wir treffen uns um 17.15 Uhr wieder, um dann zu einer weiteren Show zu fahren. Diesmal ist es eine Folkloreshow. Auch hier gibt es drei Schlangenmädchen, die wieder sich total verrenken. Dazu gibt es Musik und Tanz aus der Mongolei. Es wird gesungen und besonders fremd klang es für unsere Ohren, wenn dieses Kehlkopfsingen vorgestellt wurde. Es war eine sehr gute Aufführung, die Kostüme waren schön und edel, uns hat es sehr gut gefallen. Nach der Aufführung gab es dann in einem Lokal, das nicht weit entfernt lag ein Buffet. Wir saßen kaum an den Tischen, da kamen Koreaner hereingestürmt. Sie setzten sich nicht, sondern es ging gleicht ans Buffet - so wird das also gemacht. Wir haben den größten Ansturm abgewartet und uns dann auch bedient.

118 Tag - 8.08.2208 - Ulaanbaatar

Heute steht uns der Tag zur freien Verfügung und wir haben organisiert, dass wir zu Tempelresten in Manzushir fahren. Amgalan unser Guide hat das für uns organisiert und so fuhren wir mit dem Auto ca. 1 Stunde gefahren. Es ging durch die grüne Landschaft und überall waren Jurten und Herden. An den Tempelruinen wartete der Fahrer dann auf uns, bis wir von unserer Besichtigung zurückkamen.

Die Ruinen waren in ein Tal eingebettet, dass uns stark an die Alpen erinnerte, es gab hier auch Enzian und Edelweiß, ebenso braune Kühe. In der Landschaft waren dann Statuen und Reste von Strukturen verteilt. Wir sind den Berg hochgeklettert, an dem die Tempelreste lagen Hier war es jetzt warm, denn der Wind erreichte uns hier nicht. Leider hatten wir nicht genug Informationen, aus welcher Zeit dieser Tempelanlage war und was hier geschehen ist. Es scheint, als ob heute hier immer noch Buddha verehrt wird. Es gab überall blaue Schals, die als Verehrungszeichen hier aufgehängt waren. In Höhlen gab es dann auch noch Rest von Felsmalereien von Buddhas Diese Landschaft ist richtig schön und wir sind froh, dass wir dorthin gefahren sind, so richtig erholsam.
Dann ging es zurück zum Platz, hier haben die anderen Reisefreunde tüchtig gewirbelt, ihre Autos und ganz viel Wäsche gewaschen, die auf den Leinen hing. Aber leider ist es immer noch so windig und so kühl und wir haben uns in den Wagen verzogen. Heute Abend gibt es
ein Grillfest, das Metzger Werner ausrichtet. Es gab Grillfleisch vom Schwein und vom Rind und dazu floss das Bier in Strömen vom Fass. Es hat richtig lecker geschmeckt und wir haben mal ein richtige Stück Fleisch auf dem Teller genossen.
Am Abend haben wir dann die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele auf mongolisch im Fernsehen gesehen. Aber leider nicht bis zum Ende durchgehalten, so müde waren wir.

119. Tag - 9.08.2008 - Abfahrt von Ulaanbaatar

Heute Morgen soll es dann weitergehen. Zuerst aber versuchen wir die richtige Straße nach Sükbaatar zu finden. Aber zuerst irren wir durch die Stadt und finden nicht den richtigen Weg, dann haben Karl-Heinz und Marianne eine Panne, die Gangschaltung geht nicht. Erst wird versucht, selbst Hand an zu legen, aber das bringt nichts. Also müssen die beiden in die Werkstatt. Dann aber geht's weiter, bis es am Ende wohl einen kleinen Unfall gibt. So stehen wir wieder rechts an der Seite und warten, eine Stunde, dann endlich geht es weiter. Heute ist irgendwie der Wurm drin. Dann stoßen Karl-Heinz und Marianne wieder zu uns, bei ihnen war nur einen Schraube das Übel.
Wir finden dann den Weg, die Guides fahren vorweg und es geht durch eine wunderschöne Landschaft. Es sieht aus wie im Allgäu oder im Alpenvorland. Die Kühe laufen über die Straße und wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht anfahren.

Ebenso fuhren wir an buddhistischen Tempeln vorbei, an denen wir aber nicht anhielten.

Heute werden wir einfach nur auf einer Wiese übernachten. Kurz vor Altan Bulag finden wir einen solchen Platz und dort werden wir die Nacht verbringen - direkt in der freien Natur - herrlich.
Da die Sonne noch scheint, stellen wir schnell die Stühle raus und genießen die letzte Zeit. Morgen werden wir dann zur Grenze fahren.

120. Tag - 10.08.2008 - Russland

Heute werden wir die Grenz überschreiten, wir fahren so los, dass wir um 8 Uhr da sind, wenn die Grenze aufmacht. Gestern haben wir schon Rubel getauscht, bei einem Geldwechsler, der auf unseren Übernachtungsplatz kam, so sind wir schon mit Geld ausgestattet. Die Grenzformalitäten schaffen wir recht schnell. Auch die russische Grenze ist kein Problem. Eine junge Englisch sprechende Zöllnerin erledigt den Papierkram und so geht alles ziemlich ruhig vonstatten. Das einzige was blöd war, ist, dass unsere Treppe wieder kaputt ist. Wir haben sie erst einmal festgeklebt um weiterfahren zu können. Darum werden wir uns dann später kümmern.
Dann ging es weiter, jetzt fahren wir durch Wälder und auch hier ist alles grün. Wir überqueren einen Fluss auf einer einspurigen Brücke

Es gibt dann kurz vor Ulan Ude einen Stopp an einem Lama Kloster, das wir besichtigen und dann geht es weiter bis zur Stadt und unserem Stellplatz. Wir gehen im Hotel noch zum Abendessen. Es hat sehr gut geschmeckt, allerdings gibt es jetzt andere Preise, als die, die wir bisher gewohnt sind, jetzt wird es langsam teurer.

121. Tag - 11.08.2008 - Fahrt zum Baikalsee

Da es heute ja nur 120 km sein sollen, haben wir am Morgen noch viel Zeit. Wir fahren mit dem Taxi in die Stadt und tauschen Rubel ein. Dann suchen wir ein Internet, das wir letztendlich auch finden. Wir surfen ein wenig und schreiben Emails und dann müssen wir auch zurück zum Platz. Mit dem Geld können wir dann endlich voll tanken und auch einkaufen, denn die nächsten Tage soll es keine Möglichkeiten mehr geben. Dann geht es los. Wir wollen also ans Ostufer des Sees fahren. Die Straße ist schlecht, es geht durch Schlaglöcher und über Schotter und durch staubige Baustellen. Eigentlich hatten wir die Nase schon voll von der Straße, haben aber tapfer durchgehalten. An einem Kloster haben wir dann eine Besichtigungspause eingelegt.
Danach ging es dann weiter, aber die Straße war schrecklich, so dass wir umgekehrt sind - und nicht zum Baikal See gefahren sind. Wir sind zum Kloster zurückgekehrt und wollen hier auf dem Parkplatz übernachten, was auch geht. Peter und Uta haben ein Picknick vorbreitet und es wurde dann auch hier aufgebaut. Im Schatten des Klosters haben wir dann Hühnerbeine und Salat gegessen.

122. Tag - 12.08.2008 Baikal See

Heute geht es weiter die schreckliche Straße mit den vielen Löchern zurück nach Ulan Ude. Die ca. 250 km hätten wir uns auch sparen können. Den Baikal See haben wir nicht gesehen und nur Mensch und Material aufs schwerste geprüft. Diesen Abstecher zum See kann man ruhigen Gewissens aus dem Reiseprogramm streichen.
Wir haben dann eine Alternative gesucht und sind dann 130 km in Richtung Irkutsk gefahren, Hier soll ein schöner Platz direkt am See sein. Wir sind durch kleine Ortschaften mit den Holzhäusern und durch Wälder gefahren.
Dann mussten wir durch eine Eisenbahnunterführung durch die knapp 3,40 m hoch war. Leider hat ein Reiseteilnehmer seinen Wagen angespitzt bei dieser schwierigen Durchfahrt. Es stand Wasser unter der Brücke und zu allem Überfluss gab es noch eine enge Durchfahrt durch ein Eisentor. Ein großer Wagen hat sich auch prompt eine Blessur am Heck geholt. Es wurde auf der anderen Seite der Brücke dann auch noch solch ein Eisenträger aufgebaut, so dass für uns eine Rückfahrt hierdurch unmöglich geworden ist. Bis morgen soll dann aber die Überfahrt über die Schienen möglich sein, so dass wir doch nicht hier bleiben müssen. Jetzt stehen wir jedenfalls direkt am See in einer Ferienanlage und das Wetter ist schön, es ist nicht zu heiß und wir haben wieder einen Grillabend gemacht und direkt am See gesessen.
Dann gab es noch einen Sonnenuntergang und der Tag war zu Ende.

123. Tag - 13.08.2008 Baikal See

Ja so fängt der Tag richtig an. Wir können draußen frühstücken und sitzen direkt am Ufer. Wir genießen das sehr. Heute gibt es nur Relaxen. Es wird wieder einmal Wäsche gewaschen und dann ist frei. Ich lese und Achim macht sonst so nützlich, er spült den Spülkram weg.

Am Nachmittag um 14 Uhr fährt die Gruppe mit dem kleinen Schiffchen, dass hier liegt hinaus auf den See. Wir tuckern über den See, die Sonne scheint und wir freuen uns, dass es uns so gut geht. An einer kleinen Insel halten wir kurz an und dann geht es auch schon weiter. Diese kleine Spritztour dauert zwei Stunden und wir haben ein paar Surfer gesehen, und eine kleine Insel.
Wir kehren zum Stellplatz zurück und wir trinken erstmal gemütlich Kaffee, Heidi spendiert den Kuchen und Achim kocht Kaffee. Dann ist ein Boulespiel angesagt, leider verliert unsere Mannschaft, aber nur ganz knapp. Heute war ein schöner geruhsamer Tag.

124. Tag - 14.08.2008 - Baikal See

Auch heute Morgen gab es wieder ein Frühstück am See, aber leider ist das Wetter nicht so sonnig und der Wind ist stark. Auch haben wir inzwischen raus, wie dieser Ort hier heißt: Posolskaja. Wir bummeln heute Morgen so rum und am Nachmittag fahren Horst, Gerd und Achim Schiffchen, um zu angeln. Sie werden alle drei in Rettungswesten gezwängt, mir schien, als ob die Weste von Gerd eingelaufen war. Die Angeln wurden parat gemacht und konnte ins Boot eingestiegen werden.
Gerd zuerst nach vorne, um zu den Fischgründen zu rudern. Dann entschwanden sie auf den Baikal See und versuchten ihr Anglerglück. Horst hatte lässig die Angel über die Schulter gelegt, Gerd ließ sie seitlich ins Wasser hängen und Achim musste rudern.
Nach zwei Stunden kamen sie zurück mit dem Catch of the day - 3 Eis am Stiel.
Ist also nichts mit Fischgrillen heute Abend.

die Show mit ihren Kostuemen

die Show mit ihren Kostuemen

vor dem Tempel in Ulaanbaatar

vor dem Tempel in Ulaanbaatar

die Eingangstuer des Tempels (Winterpalast des letzten Khans)

die Eingangstuer des Tempels (Winterpalast des letzten Khans)

in Blick in die weite Landschaft

in Blick in die weite Landschaft

Votivbilder auf unserem Ausflug zu den Tempelruinen

Votivbilder auf unserem Ausflug zu den Tempelruinen

die Ruinen - im Hintergrund

die Ruinen - im Hintergrund

und hier grillen wir am Stellplatz mit Metzger Werner

und hier grillen wir am Stellplatz mit Metzger Werner

Jurten in der Weite

Jurten in der Weite

Kuehe auf der Strasse

Kuehe auf der Strasse

ein Tempel an der Strasse

ein Tempel an der Strasse

und hier stehen wir in der Steppe - herrlich - bevor wir die Grenze nach Russland ueberschreiten

und hier stehen wir in der Steppe - herrlich - bevor wir die Grenze nach Russland ueberschreiten

eine schmale Bruecke ueber den Fluss

eine schmale Bruecke ueber den Fluss

ein Lamatempel in Russland

ein Lamatempel in Russland

nach dieser Strasse haben wir aufgegeben und sind zurueckgefahren

nach dieser Strasse haben wir aufgegeben und sind zurueckgefahren

unser ausserplanmaessiger Stellplatz am Kloster

unser ausserplanmaessiger Stellplatz am Kloster

ein Dorf auf der Strecke

ein Dorf auf der Strecke

hier mussten wir durch, bevor wir an den See konnten

hier mussten wir durch, bevor wir an den See konnten

Jetzt sind wir am Baikal See und wir grillen und Prost

Jetzt sind wir am Baikal See und wir grillen und Prost

abendliche Stimmung am See

abendliche Stimmung am See

und morgendliches Fruehstueck

und morgendliches Fruehstueck

unser Bootsausflug

unser Bootsausflug

die lustigen Seefahrer

die lustigen Seefahrer

es geht zum Angeln, ist die Weste etwa eingelaufen?

es geht zum Angeln, ist die Weste etwa eingelaufen?

und es geht los

und es geht los

die laessigen Angler

die laessigen Angler

die Angler kommen mit ihrer Ausbeute zurueck

die Angler kommen mit ihrer Ausbeute zurueck

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Italien-Griechenland-Türkei-Iran-Turkmenistan- Usbekistan-China-Mongolei-Russland-Weißrussland-Polen
Details:
Aufbruch: 13.04.2008
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 20.09.2008
Reiseziele: Italien
Griechenland
Türkei
Iran
Turkmenistan
Usbekistan
Kirgisistan
China
Mongolei
Russland / Russische Föderation
Polen
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Ingrid und Achim über sich:
Mein Mann Achim und ich machen Wohnmobilreisen und möchten, daß unsere Kinder wissen wo wir sind und so an unserer Reise teilnehmen können.