Indonesien "Selamat datang"

Reisezeit: September / Oktober 2009  |  von Kathrin B.

Ursprüngliches Sumatra: Pulau Weh

Banda Aceh

Am Flughafen in Banda Aceh merken wir gleich, dass wir in eine andere Welt eintauchen: Am Schalter stehend wird man sofort von jemandem "überholt", wenn man nicht aufpasst und sich ein "Warteschlangenloch" ergibt, in das der andere schlüpfen kann
Und die meinen das noch nicht mal böse, erklärt uns Pete - ein Engländer, der auf Pulauf Weh wohnt. Pete und seine chilenische Freundin geben uns einige wertvolle Tipps für Indonesien und da wir noch nicht genau wissen, wohin wir auf Sumatra als erstes wollen, entscheiden uns spontan, zuerst auf die Insel Pulau Weh mit zu reisen. Schon sitzen wir erst in einem Boot, dann in einem Van, der uns in Strandnähe auf Pulau Weh bringt.

Überall auf der Insel sitzen am Wegesrand Affen

Überall auf der Insel sitzen am Wegesrand Affen

Coconut Inn - eine ganz besondere Unterkunft

Wir landen im "Coconut Inn" - Eddie setzt sich durch, obwohl mir die Unterkunft heruntergewirtschaftet vorkommt. Ein Indonesier verwaltet die Bambushütten - Junggeselle und nicht gerade fit im sauber halten seiner Hütten. Wir sind auch die einzigen Gäste und mich wundert's nicht!
Die Nacht verbringe ich tief im Innern meines Schlafsackes und hoffe, dass sich kein kleines "Krabbeltier" reinverirrt.

Ein "Mandi" - das indonesische Badezimmer

Am nächsten Tag teste ich das ursprüngliche Badezimmer Indonesiens bei uns in der Hütte. Es gibt keine "normale" europäische Dusche, aber ein sogenanntes "Mandi".

In einem typischen indonesische "Mandi" gibt es ein grosses offenes Wasserbecken und eine Schöpfkelle. Man macht mandi, indem man sich mit der grossen Schöpfkelle mit einem erfrischenden Schwall Wasser übergießt. Man seift sich ein und übergiesst sich erneut. Alles, bis man sauber ist.

Das Problem, das wir hatten, lässt sich sehr einfach an der Farbe des Wassers unseres Mandi's visuell erschließen

Unser(!) Mandi - Hygiene pur

Unser(!) Mandi - Hygiene pur

Meine Variante war dann die, den Wasser zuführenden Hahn zu bedienen, um Frischwasser für's Duschen zu bekommen. Doof nur, dass dann recht schnell nach einer ausgiebigen Dusche der Wassertank draußen leer war.
Immer wieder muss ich mir anhören, ich wäre zu etepetete. Eddie badet ja im Meer, daher kümmert's ihn kaum, dass das Bad ein Saustall ist! Am Ende gibt Eddie zu, dass das "Coconut Inn" nicht gerade DIE Adresse ist.

Ein Dauerbrenner:
Eddie: "Haste schon was gefunden, was du desinfizieren kannst?"
Ich: "Du bist so'n Arsch!"

Viel Regen und nächtliche Besucher

Lustig sind aber unsere nächtlichen Besucher: Drei Ziegen, die sich vor dem vielen Regen schützen wollen. Wirklich niedlich! Wir sind kurz davor, sie in unsere Bude zu lassen

Gemütliches Abhängen vor der Haustür

Gemütliches Abhängen vor der Haustür

Umzug ins LumbaLumba

Schlußendlich ziehen auch wir ins schöne "Lumba Lumba" (auf deutsch: "Delphine") - eine schöne Unterkunft mit netten Tauchern, denn Tauchen, das ist es, was man hier auf Pulau Weh vor allen Dingen macht!

http://lumbalumba.com/travel.html

Eddie's Tauchgang

Eddie lässt sich das nicht zweimal vorleben und da Pete Tauchlehrer ist, nimmt er ihn "schnell mal" mit auf einen Tauchgang. Ich bin sooo neidisch, denn ich würde auch gern tauchen. In Südafrika hatte ich bereits damit angefangen, aber es ist halt einfach nicht mein Medium.
Bei einem Kopi (indonesisch für Kaffee) warte ich am Strand auf die Rückkehr der beiden Tauchenden.

Man(n) geht schnell mal tauchen! O-Ton Eddie: "S' sind halt Fische um einen rum! Muss man mal gemacht haben..."

Man(n) geht schnell mal tauchen! O-Ton Eddie: "S' sind halt Fische um einen rum! Muss man mal gemacht haben..."

Pete - Eddie's Tauchlehrer

Pete - Eddie's Tauchlehrer

Geldwechsel beim Chinesen

Unser einziges Problem ist das Geld. Nicht, dass wir keins dabei hätten, nein, wir kriegen nichts gewechselt. Wir haben Schecks, Dollar, Euro und Visa/EC-Karten dabei, aber die Geldautomaten wollen nicht.
Wir landen bei einem Chinesen, um zu tauschen und Eddie verhandelt wirklich hart, bis es schmerzt. Aber der Chinese bleibt eisern und wir nehmen unseren Verlust hin, da wir keine Chance auf eine Alternative haben.

Mit Händen und Füßen und auf Zetteln "sprechend" kriegen wir doch keinen ordentlichen Wechselkurs - zu hart ist der Chinese. Durch und durch Geschäftsmann :-/

Mit Händen und Füßen und auf Zetteln "sprechend" kriegen wir doch keinen ordentlichen Wechselkurs - zu hart ist der Chinese. Durch und durch Geschäftsmann :-/

Mit dem Roller über die Insel

Entschädigt werden wir durch unseren Roller, mit dem wir über die Insel düsen und wirklich jeden Winkel erkunden.
Die Insel ist traumhaft und wir genießen es!
Und das muss ich wirklich sagen: Trotz der Aktion mit dem chinesischen Geldwechsel, hier sind alle gechillt, freundlich und sehen so nett aus!

O-Ton Kathrin: "Alle hier sind so freundlich, lecker, hübsch und (es ist alles so) billig!". Ich mein natürlich nicht die Leute

Wer hat die Kokosnuss geklaut?

Wer hat die Kokosnuss geklaut?

Kaffeeklatsch der anderen Art

Kaffeeklatsch der anderen Art

© Kathrin B., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach Jahren des nicht-Reisens endlich der ersehnte Rucksackurlaub. 6 Wochen über Bangkok, Kuala Lumpur nach Indonesien. Die Reise wird uns nach Sumatra, Java, Bali und die Gili Islands führen. Wir sind gespannt :-)
Details:
Aufbruch: 16.09.2009
Dauer: 6 Wochen
Heimkehr: 26.10.2009
Reiseziele: Thailand
Singapur
Indonesien
Der Autor
 
Kathrin B. berichtet seit 21 Jahren auf umdiewelt.
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