Kambodscha-Reisebericht :Rund um die Welt fuer den Rest des Lebens

Cambodia der Anfang

Cambodia, oh mein Gott. Ich hatte ja schon so einiges gehoert darueber, es sollet teuer sein, und rueckstaendig, und schmutzig, und gefaehrlich. Und soll ich euch was sagen, alles das war es, nur eben noch ein bischen mehr.

Mein Einstieg war nicht der beste. Ich hatte in Bangkoko eine Busticket bis zur Grenze (Aranjaprathet), fuer 500,- Bath gekauft und war nicht froh darueber das ich nicht gleich bis Siam Reep, wo meine erste Station sein sollte, durchfahren konnte. Aber der Mensch im Reisebuero sagte das sei eben nicht moeglich und ich wuerde hinter der Grenze dann in einem anderen Bus weiterfahren koennen.
Als ich dann im Bus sass, sagte mir mein Sitznachbar das sein Ticket bis Siam Reep gueltig waere. Na klasse, war ich also auch mal auf die Abzocke reingefallen.
Aber nachdem ich dem Thai der als Busbegleiter fungierte danach fragte sagte er, dass ich auch bis Siam Reep fahren koennte wenn ich nochmal 400,- Bath bezahlen wuerde. Nun wusste ich aber von meinem Sitznachbarn das er bis dort nur 600,- Bath bezahlt hatte, also fing ich an zu Handeln und schliesslich haben wir uns auf 200,- Bath geeinigt. Halt nen Hunderter in den Sand gesetzt, kann ja mal passieren.
Kurz vor der Grenze wurden wir dann an so einer Art Restaurant abgesetzt fuer die obligatorische Pinkelpause und um Visas machen zu lassen. Man braucht da ein Foto fuer, also fuer 100,- vier Fotos machen lassen und dann hoerte ich das die fuer diesen Visaservice 1200,- Bath haben wollten. Nicht mit mir dachte ich. Da versuche ich doch lieber mein Glueck an der Grenze.

Um es kurz zu machen, an der Grenze musste ich dann "nur" 1000,- Bath bezahlen. So hatte ich zumindest meine Mehrkosten fuer den Bus wieder raus. Und zack, nach nur wenigen Stunden an der Grenzstation waren wir in Cambodia. Die Stadt da heisst Poipet. Dort wurden wir als erstes mit einem klapprigen alten Bus zur Busstation gekarrt und in einen nicht weniger alten klapprigen Bus nach Siam Reep gesetzt.
Ich kann euch sagen, die Strecke Poipet - Siam Reep ist schon sehenswert. Ich sag extra nicht Strasse dazu. Sie bestand nur aus alter roter Eisenoxiderde und durch den Verkehr wurde zum Teil soviel Staub aufgewirbelt, dass man, trotz eingeschalteter Scheinwerfer, wirklich nicht mal mehr nen Meter weit sehen konnte. Und wenn die PKW's die dort unterwegs waren nicht aufgepasst haben, sind sie mal eben komplett in den Schlagloechern verschwunden, so gross waren die.
Das der Bus es ueberhaupt bis Siam Reep geschafft hat grenzte schon an an kleines Wunder. Natuerlich hatten wir auf Grund der schlechten Streckenverhaeltnisse auch eine Panne, die aber schnell behoben war. War ja nur nen Stossdaempfer der da den Geist aufgegeben hatte. Darum wird das Teil ausgebaut und weiter geht die Fahrt. Geht ja auch ohne ganz gut.
Irgendwann in der Nacht kamen wir dann in Siam Reep an. Kulturschock ist nichts dagegen, kann ich euch sagen. Ein Nobelhotel neben dem naechsten und davor die Bettler und Amputierten und das ganze arme Volk. Spaetestens da wusste ich das da irgendwie der Wurm drin sein muss.
Abgeladen wurden wir vor einem zwar neuem, aber eben nicht so noblen Gasthaus. Der Preis sollte fuenf Dollar sein. Nachdem ich die Zimmer gesehen und den Gesamteindruck der Betreiber auf mich hatte wirken lassen nahm ich das Angebot danken an.
Immerhin, geraeumige blitzsaubere Zimmer, mit Fernseher, und das Bad mit Badewanne und riesigen Spiegeln und so. War schon schoen.
Mein Plan sah eigentlich vor nur eine Nacht zu bleiben und dann am naechsten Tag gleich weiter zu fahren. Aber nach der ueberaus angenehmen Nacht in diesem tollen Zimmer dachte ich mir, wenn ich schon mal hier bin kann ich auch gleich mal Ankor Wat besichtigen gehen.
Davon jedoch mehr im naechten Kapitel.
Achso, hier mal zur Klaerung: Ich habe mir in Deutschland kurz vor meiner Abreise eine gebrauchte Digitalkamera gekauft die auch ganz nette Bilder macht. Sie hat nur den Nachteil das die Batterien sehr schnell alle sind. Darum habe ich von einigen Sachen (Strasse nach Siam Reep z.B.) keine Fotos machen koennen. Und das naechste ist das die bei den Bildern zwar ein Datum mit einblendet was aber alles andere als aktuell ist. Und ich bin einfach zu faul jedes Mal das Datum neu einzustellen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Das Leben ist viel zu kurz um es in der Fabrik oder im Buero zu verbringen. Darum habe ich mich vor einiger Zeit dazu entschlossen, fuer den Rest meines Lebens das zu tun, was ich am liebsten mache: URLAUB! Da ich schon ein wenig unterwegs bin lege ich einfach da los wo es mal wieder einen groesseren Ortswechsel gab. Da bin ich von Deutschland nach Thailand und von da natuerlich weiter. Ich wuensche euch viel Spass beim lesen.
Details:
Aufbruch: Oktober 2006
Dauer: 9 Jahre
Heimkehr: 31.12.2015
Reiseziele: Thailand
Kambodscha
Laos
Deutschland
Dänemark
Ukraine
Usbekistan
Russland / Russische Föderation
Kasachstan
Der Autor
 
Sebastian Dunkhorst berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt. Sebastian über sich:
Was macht man nur wenn man sich schon seit einiger Zeit auf reisen befindet und erst dann solch eine Seite entdeckt? Natuerlich beginnt man einfach da wo man gerade ist und macht dann einfach weiter. Zur Information: Ich bin "resident" Reisender. D.h. ich tue nichts anderes und habe nicht die Absicht damit je wieder auf zu hoeren. Wie so was geht erfahrt ihr sicher im laufe meines Berichts.