Usbekistan-Reisebericht :Wohnmobilreise nach Peking über die Seidenstraße

Usbekistan

Hallo, da sind wir wieder, jetzt aus Samarkand - Usbekistan - unser Bericht geht weiter :

41. Tag - 23.05.2008 - Ruhetag in Mary

Heute ist ein Ruhetag anesagt, un den brauchen wir auch, denn einige Leute aus der Gruppe sind krank und haben den Durchfall, Achim natürlich auch uns so kommt dieser Rasttag gelegen und sich auszukurieren. Er wird mit Tee und Imodium gefüttert und ins Bett geschickt. So habe ich den Tag auch ganz in Ruhe mit lesen verbracht und mich für den nächsten Tag gewappnet.

42. Tag - 24.05.2008 - Fahrt nach Usbekistan

Da heute der Grenzübertritt nach Usbekistan ansteht, geht es schon um 6 Uhr in der Früh los. Wir fahren wieder durch die Wüste und wir sehen auch wieder den Zug vonTaschkent nach Ashgabat.

Dann kam die Hürde der Pontonbrücke, die zu bewältigen war. Wir haben allein 1,5 Stunden für die Bezahlung der Überquerung gewartet und dann 52 US $ und 100.000 Manat bezahlt. Dabei verschlechterte sich das Wetter immer weiter und ein kleiner Sandsturm zog auf.
Wir sind langsam - einer nach dem andern - über die Brücke gefahren.

Dann nach 16 km kam die Turkmenische Grenze und jetzt hieß es warten so ungefähr 6 Stunden. Dann hieß es weiterfahren, aber nur ein Teil der Gruppe konnte rüber, wir wurden angehalten und man wollte uns nicht weiterfahren lassen. Alexander, unser Guide, hat dann auch diese Hürde genommen, denn es wurde Zeit, weil die Usbekische Grenze um 18 Uhr schloß, daß wir rüberkamen. Dann endlich ging es für uns auch weiter, weil wir mit unseren Fahrzeugen die Grenze blockiert haben und wir kamen an der Grenze von Usbekistan an. Dort erwartet und Larissa, die uns durch das Land, führt und die schon alles vorbereitet hatte, so daß wir dann nur zwei Stunden brauchten, bis wir durch waren, die Grenzer wollten sicher auch Feierabend machen.

Wir waren froh, als wir endlich in Usbekistan waren, denn Turkmenistan war ein Land, in dem wir uns nicht so wohl gefühlt haben, Ashgabat, die Stadt des Gigantismus und leerer Hochhäuser hat uns eher an eine Geisterstadt erinnert. Dann waren wir von Merw enttäuscht. Wir hatten uns von den Ausgrabungen mehr versprochen. Dann waren die Menschen verschloßen und abweisend. Es wurde nicht gewunken und nicht gelacht.
Das änderte sich schon an der Grenze in Usbekistan, die Grenzer waren freundlich, verlangten kein Bakschisch und haben sich mit Interesse unsere Wohnis angesehen.
Nun sind wir in Usbekistan. Von der Grenze aus ging es dann im Affenzahn die letzten 97 km bis zum Stellplatz in Buchara am Hotel Semurg. Wir stehen hier strategisch günstig und können zu Fuß in die Stadt Buchara gehen. Aber nach dem langen Tag von morgens 6 bis abends 10 Uhr war nur noch schlafen angesagt.

43. Tag - 25.05. 2008 - Buchara

Heute haben wir uns dann zu Fuß auf den Weg in die Altstadt von Buchara gemacht. Es war nicht weit, wir sind durch kleine Gassen gelaufen, die nicht geteert waren und wo auch schon mal ein Kanaldeckel mitten auf der Straße fehlte. Wir haben uns verschiedene Medresen angesehen.
Es sind heute nicht alle mehr in Betrieb, sondern es haben sich Handwerksbetriebe darin angesiedelt.
Sie sind von außen mit blauen Mustern geschmückt, zum Teil nur geometrische, aber auch mit Tierbildern aus Fliesen belegt.
An einem großen Platz mit einem Wasserbecken gibt es mehrer Restaurants. Wir setzen uns hier hin und essen zu Mittag. Es findet alles im Freien statt und genießen den Schatten. Wir essen Schaschlik und Nudeln.
Dann sind wir zum Wagen zurück, denn am Abend gab es eine Einführung von Larissa, die uns schon etwas über ihr Land erzählt hat.

44. Tag - 26.05.2008 - Buchara

Um 9 Uhr ging die Stadtrundfahrt mit dem Bus los. Buchara liegt zwischen den Wüsten Karakum und Kisilkum. Sie wird mit Wasser durch einen Kanal und einen Fluß versorgt. Alles ist grün in der Stadt. Wir fahren zuerst zum Mausoleum der Samaniden. Es ist aus dem 9. Jh. und liegt heute inmitten eines Parkes. Kunstvoll haben die Baumeister durch das verschiedene Verlegen der Ziegel eine Ornamentik geschaffen, die uns heute erstaunt. Unterhalb liegen die Gräber von drei Generationen der Dynastie von Ismail Ibn Ahmad. .
Wir gingen weiter mit Blick auf einen rekonstruierten Teil der Stadtmauer zum Masar Tscheschme Ajub, ebenfalls einem Grabbau vom 12. bis 16. Jh. Es hat mehrere Kuppel, um die es jeweils erweitert wurde. Darin sind ebefalls Gräber und ein Hiobsbrunnen, von dem gläubige Pilger das Wasser trinken.
Weiter ging es zur Moschee Bala Haus. Hier ist die Architektur ähnlich wie wir sie im Iran gesehen haben. Ein großer Iwan mit Holzsäulen. Die Moschee ist auch heute noch in Betrieb es wurde darin gebetet. Dann haben wir uns der Zitadelle zugewendet, die gegenüber lag. Die große Mauer wurde teilweise restauriert und staubte nicht schlecht, als die Arbeiter die Lehmziegel abbrachen.
Im Innern der Zitadelle gab es jede Menge Souvenirshops, es war eine kleine Stadt mit Basar in der Stadt. Im Thronsaal konnte man noch den Thron bewundern auf dem die Krönungen stattfanden, angeblich gab es unterirdisch noch eine riesige Schatzkammer. Ein Löwe aus Marmor bewachte den Thronsaal. In einer ehemaligen kleinen Moschee wurde heute Handschriften ausgestellt.

Von der Zitadelle wurden wir zum Basar gebracht, in dem wir einige Einkäufe tätigen konnten. Dann gab es eine Mittagspause am Wagen, die wir uns auch redlich verdient haben.

Nachmittags um 16 Uhr ging es dann wieder los, und wir fuhren mit dem Bus zum Minarett Kalan, das 50 m hoch ist und aus dem 12. Jh. ist.
Es wurde mehrfach bei Erdbeben beschädigt, wurde aber sehr gut restauriert. Es dient einst dem Muezzin einerseits und andererseits als Orientierungspunkt für die reisenden Karawanen auf der Seidenstraße.
Neben dem Minarett lag die Moschee aus dem 15. Jh. . Sie war nicht überdacht, sondern es gab nur Umgänge, in den die Gläubigen, die früh genug kamen, vor der Sonne geschützt waren.
Die Moschee ist auch heute noch in Betrieb, aber hier in Usbekistan ist es nicht so streng mit der Religion wie z. B. im Iran. Die Gläubigen sind da relativ frei in ihren Entscheidungen wann sie beten. Auch hier waren wieder die Iwane und die Mihrabnische mit blauen Kacheln geschmückt.
Hier von der Moschee aus hatten man einen schönen Blick auf die blauen Kuppeln der Medrese Mir-e-Arab.
Die Medrese ist eine auch heute noch funktionierende Koranschule für Jungen. Es sind 200 Schüler hier untergebracht, die vier Jahre nach der Schule hier studieren müssen und dann als Imame an die verschiedenen Moscheen gehen. Wir durften natürlich nicht hinein, sondern konnten nur einen Blick durch ein vergittertes Fenster werfen.
Wir besichtigten noch eine weitere Medrese Abdulazizxon, die aber im 17. Jh. nicht fertig geworden war. Hier hatten sich verschiene Händler etabliert, die hier wohnen und arbeiten.

Nach der Medrese gingen wir weiter zu den vier verschiedenen Basaren, die alle verkuppelt waren.

Wir haben noch einen Blick in die ehemalige Lab-e-Haus geworfen, wo heute Abend das Abendessen mit Folklore stattfinden soll. Von außen ist der Iwan besonders schön mit Tiermotiven verziert. Das haben wir ja schon gestern gesehen.
Am Abend wurden wir dann wieder zum Lab-e-Haus gebracht. Jetzt waren die Tisch schön gedeckt und die Vorspeisen warteten schon auf uns.
. Während des Essens wurde Musik gemacht, getanzt, und es fand eine Modenschau statt. Die Models, alle Größe 34, trugen sehr schöne Kleider und Jacken, anschließend konnten die dann gekauft werden, von wem?
Der Abend hat uns gut gefallen, die Athmosphäre war sehr schön in diesem Innenhof, das Essen hat gut geschmeckt und die Vorführungen gefielen uns auch - ein runder Abend.

45. Tag - 27.05.2008 Buchara

Da wir heute noch einen Tag in Buchara bleiben war ein Programm für den Vormittag angesagt. Wir fuhren mit dem Bus rund 12 km vor die Stadt zum Pilgerheiligtum des Bahouddin Naqshband - den Namen weiß nachher schon nicht mehr - aber gut recherchiert! Hier ist ein Heiligtum, das auch heute noch von vielen Pilgern aufgesucht wird. Es ist eine Alternative für Mekka. Es gab viele Menschen, die hier am Grab beteten und es drei Mal umrundete. Es gab einen Frauen- und Männermoschee, Wasserbecken, und verschiedene andere Gebäude. Ein alter Baum lag quer auf der Erde. Wer einen Wunsch hat muss mindestens drei Mal darunter hindurchkriechen.

Es gab auch ein kleines Minarett, wie es sich gehört zur Moschee. Die Kuppel war außergewöhnlich mit Rippen gestaltet.
Gegenüber lagen dann Gebäude, in denen die Pilger sich ausruhen und auch ihr Essen in einer großen Küche kochen konnten. Da es fast Mittag war, waren Menschen damit beschäftigt, in den großen Töpfen in der Küche zu kochen und an langen Tafeln saßen sie und aßen. Sie waren alle sehr freundlich und luden uns sogar, etwas zu essen, aber ich glaube wir waren gar nicht hungrig.
Dann ging es zum Stellplatz zurück, und wir ruhten uns aus, denn es ist ganz schön warm, zu warm für diese Jahreszeit, meinte Larissa unser Giude.
Am Nachmittag sind wir dann zum Basar gefahren und haben vier Ventilatoren gekauft, die uns jetzt ein wenig Erleichterung im Wagen verschaffen sollen, damit die Temperatur unter 42 º kommt.
Um 19 Uhr wird die Fahrerbesprechung sein und morgen geht es dann weiter.

Moschee Kalan - Buchara

Moschee Kalan - Buchara

unvollendete Medrese bloss von wem?

unvollendete Medrese bloss von wem?

Pilgerheiligtum von Naqshband

Pilgerheiligtum von Naqshband

das kleine Minarett im Pilgerheiligtum

das kleine Minarett im Pilgerheiligtum

hier muss man unter dem Baum durchkriechen, damit Wuensche erfuellt werden

hier muss man unter dem Baum durchkriechen, damit Wuensche erfuellt werden

leckeres Pilgeressen

leckeres Pilgeressen

es geht ueber die Pontonbruecke zur Grenze

es geht ueber die Pontonbruecke zur Grenze

Buchara Mausoleum

Buchara Mausoleum

Buchara Hiobsbrunnen

Buchara Hiobsbrunnen

Buchara - wieder ein Minarett

Buchara - wieder ein Minarett

die Zitadelle von Buchara

die Zitadelle von Buchara

Kalan Moschee - Buchara

Kalan Moschee - Buchara

ein anderer Blick in der Moschee Kalan

ein anderer Blick in der Moschee Kalan

noch ein Blick aus der Mochee Kalan

noch ein Blick aus der Mochee Kalan

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Italien-Griechenland-Türkei-Iran-Turkmenistan- Usbekistan-China-Mongolei-Russland-Weißrussland-Polen
Details:
Aufbruch: 13.04.2008
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 20.09.2008
Reiseziele: Italien
Griechenland
Türkei
Iran
Turkmenistan
Usbekistan
Kirgisistan
China
Mongolei
Russland / Russische Föderation
Polen
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Ingrid und Achim über sich:
Mein Mann Achim und ich machen Wohnmobilreisen und möchten, daß unsere Kinder wissen wo wir sind und so an unserer Reise teilnehmen können.