Neuseeland-Reisebericht :Au Revoir - In 220 Tagen um die Welt

Neuseeland 19.06.2015 - 19.07.2015

Nach drei ereignislosen Tagen in Australien ging es weiter nach Neuseeland. Schon beim Landeanflug kann man die vielen schönen kleinen grünen Inseln vor Neuseeland erkennen. Nach einer strengen Einreisekontrolle (auf tierische und pflanzliche Produkte) konnte ich endlich nach Auckland fahren. Das erste was einem dabei auffällt war, zwar liegt der Flughafen in unmittelbarer Nähe zu der Stadt, dennoch ist er mitten in der Natur. Einfach traumhaft. Direkt nach dem Einchecken im Hostel lernte ich Pierrick kennen. Pierrick ist auch gerade erst in Neuseeland angekommen und wir haben den gleichen Reiseplan; planlos durch Neuseeland. Also warum nicht zusammenreisen. Zusammen erkundeten wir die Stadt Auckland, die eigentlich nicht wirklich viel zu bieten hat. Ich deckte mich mit warmer Kleidung ein (in Neuseeland ist es nun deutlich kälter als in Australien und das Hostel hat keine Heizung) und Pierrick und ich planten die weiteren Tage. Am nächsten Tag besuchten wir Rangitoto Island, welche direkt vor Auckland liegt. Auf der Vulkaninsel kann man mehrere Walkingtreks laufen und hat sogar einige Höhlen. Auf der Insel verbrachten wir den ganzen Tag.

Auckland

Auckland

Rangitoto Island

Rangitoto Island

Abends buchten wir uns ein Auto, welches wir am nächsten Morgen abholten und damit nach Piha fuhren. Piha ist ein kleiner Ferienort mit einem schwarzen Strand (Eisensand) und einem makanten Felsen der an einen Löwenkopf (Lion Rock) erinnern soll. Den nächsten Tag verbrachten wir im Umland von Auckland, schauten uns einen schönen Wasserfall an und verlängerten Tag drauf, das Auto um eine Woche.

Phia Strand

Phia Strand

Lion Rock

Lion Rock

Wir fuhren weiter nach Whangarei. Hier schauten wir uns die imposanten Whangarei Falls (Wasserfälle) an und einen Wald mit Kaori Bäumen. Am nächsten Tag ging es nach auf Höhlenexpedition. Die Abby Caves bestehen aus drei verschiedenen Höhlen die man auf eigene Faust erkunden kann. Ist der Höhleneingang erst mal gefunden wird man von Glühwürmchen, Wasserfällen und viel Wasser (eiskalt bis zum Hals) überrascht. Trotz des kalten Wassers und den zum Teil sehr engen Stellen, hat es sehr viel Spaß gemacht und zählt zu meinen absoluten Highlights in Neuseeland. Zum Sonnenuntergang ging es dann gefühlte 10000 Stufen hoch zum Mount Manaia. Oben angekommen wurden wir mit einem traumhaften Ausblick belohnt.

Mount Manaia

Mount Manaia

Tag drauf fuhren wir in Richtung Paihia. Auf dem Weg machten wir bei mehreren Schlammbädern halt. Beim Aussteigen aus dem Auto fiehl einem sofort der Gestank nach Faulen Eiern auf. Die Bäder selbst sind zwischen 36°C und 45 °C heiß. Je weiter man sich in den Schlamm einbuddelte, desto heißer wurde es. Manchmal verbrannte man sich sogar. Nach diesem Erlebnis ging es weiter nach Paihia. Dort unternahmen wir am nächsten Tag eine längere Wanderung und konnten so das Umfeld erkunden. Am Abend traf ich in der Waschküche einen alten Bekannten wieder. Maurice ist auch gerade auf Weltreise und lustigerweise haben wir uns schon vier, fünfmal auf unserer Reise getroffen. Die Welt ist wirklich klein. Die Fahrt ging am nächsten Tag weiter nach Ahipara, ein Surferparadies mit einem klasse Hostel und dem Ausgangspunkt für Cape Reinga.

Heiße Schlammbäder

Heiße Schlammbäder

Ahipara

Ahipara

Dorthin fuhren wir am nächsten Tag. Auf dem Weg machten wir noch einen Abstecher bei riesigen Sanddünen. Und diese waren wirklich riesig und auch das Arial war riesengroß. Da wir uns im Hostel Schlitten ausliehen konnten wir die Dünen runterfahren. Das hat mega viel Spaß gemacht. Danach ging es weiter zum Cape Reinga. Dem nördlichsten Punkt von Neuseeland. Hier konnte man einen schönen Leuchtturm und die Küste mit seinen riesigen Wellen beobachten. Sehr beeindruckend.

Sanddünen vor Cape Reinga

Sanddünen vor Cape Reinga

Cape Reinga

Cape Reinga

Leuchtturm von Cape Reinga

Leuchtturm von Cape Reinga

Danach fuhren wir zu dem Waipoua Forest mit dem größten lebenden Kauribaum beobachten. Dieser hat einen Durchmesser von 4,4 Meter, ist 52 Meter groß und ist schätzungsweise 2000 Jahre alt. Weiter ging es nach Auckland wo wir unser Auto wieder abgaben. Tag drauf fuhren wir mit dem Bus nach Thames und trampten bis Coromandel City. Trampen ist in Neuseeland kein Problem. Man musste nie länger als 30 Minuten warten und die Bekanntschaften sind sehr nett. Da es in Coromandel nicht sonderlich viel zu besichtigen gab, trampten wir am nächsten Tag weiter nach Whitianga. Dort besuchten wir ein Mädchen, das wir bereits in Auckland kennengelernt hatten. Außerdem besuchten wir den Hot Water Beach. Hier kann man sich bei Ebbe ein Loch buddelt und es sprudelt warmes bis heißes Wasser aus dem Boden, sodass man sein eigenen Whirlpool hat. Danach fuhren wir, natürlich per Trampen zur Cathedral Cove. Ein Felsentor.

Kauribaum

Kauribaum

Cathedral Cove

Cathedral Cove

Da der nächste Tag verregnet war, machten wir nicht viel. Wir sammelten eine Eimer voll Muscheln hat hatten so unser Abendessen. Am nächsten Morgen trampten wir nach Tauranga und machten einen Ausflug zum Filmset ,,Hobbiton“. Dort steht in mitten einer Hügellandschaft die Hobbitstadt, bekannt aus ,,Herr der Ringe“ und ,,Der Hobbit“. Ein wirklich cooles Erlebnis. Während der zweistündigen Führung wurde so einiges über den Dreh und Hobbiton verraten. Danach gab es ein gratis Bier im ,,Green Dragon“.

Hobbiton

Hobbiton

Wieder zurück in Tauranga sahen wir uns den ,,Mount Maunganui“ an. Von hier hatte man einen tollen Ausblick auf Tauranga, den Strand und auf die Matakanainsel.

Schafe

Schafe

Ausblick: Mount Maunganui

Ausblick: Mount Maunganui

Tag drauf fuhren wir nach Rotorua. Da die Stadt eine hohe geotherischer Aktivität aufzeigt, riecht die ganze Stadt nach faulen Eiern. Wir schauten uns den Stadtkern mit seinem Kurirau Park an. Hier kann man viele blubbernde Schlammbäder und kristallklare, dampfende Seen sehen. Wirklich sehr beeindruckend. Am nächsten Tag fuhren wir nach Wai-O-Tapu. Das gesamte Gebiet ist übersät mit kollabierten Kratern, heißen und kalten Seen, Geysiren, Schlammtümpeln und dampfenden Fumarolen.

Heißer See

Heißer See

Geysir

Geysir

Wai-O-Tapu

Wai-O-Tapu

Grüner See Wai-O-Tapu

Grüner See Wai-O-Tapu

Fumarolen

Fumarolen

Tag drauf verabschiedete ich mich von Pierrick und fuhr weiter nach Taupo. Hier wanderte ich zu den Huka Falls. Wirklich erstaunlich wie viel Wasser auf einmal durch diesen Wasserfall fließt und die blaue Farbe dieses Gletscherwassers. In der Nähe fließt heißes Bachwasser in den Fluss. Hier konnte man bei den niedrigen Außentemperaturen gut entspannen. Weiter ging es am nächsten Tag zu den Aratiatia Rapids, einer Talsperre. Dreimal am Tag wird hier jeweils für 15 Minuten auf einen Schlag das Tor aufgemacht und innerhalb von Bruchteilen das Flussbett geflutet. Dies war sehr spannend anzusehen.

Huka Falls

Huka Falls

Heißer (37°C) Bach

Heißer (37°C) Bach

Flussbett vor der Flutung

Flussbett vor der Flutung

...und nach der Flutung

...und nach der Flutung

Da ich das Tongariro Crossing, der schönste Wanderweg Neuseelands, machen wollte, fuhr ich am nächsten Tag weiter nach Turangi. Leider war das Wetter zu schlecht, da Schneesturm und heftiger Wind angesagt war, sodass ich diesen Ausflug wohl auf meine nächste Reise nach Neuseeland verschieben muss.

Tongariro Nationalpark

Tongariro Nationalpark

Nach vier Wochen Neuseeland endete am nächsten Tag meine Reise durch dieses Land. Neuseeland war einer der besten Länder die ich bereist habe. Nicht nur das man hier viele nette Leute kennenlernt, auch die Kiwis, die Einwohner Neuseelands, sind überaus freundlich. Außerdem hat das Reisen einfach sehr viel Spaß gemacht. Auf ins nächste Abenteuer…Fidschi.

© Simon K., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In 220 Tagen die Welt besser kennenlernen, die Kulturen anschauen und verstehen und seinen eigenen Horizont erweitern.
Details:
Aufbruch: 18.02.2015
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 26.09.2015
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
China
Thailand
Myanmar
Kambodscha
Vietnam
Laos
Singapur
Australien
Vereinigte Staaten
Neuseeland
Fidschi
Island
Der Autor
 
Simon K. berichtet seit 30 Monaten auf umdiewelt.