USA-Reisebericht :Behind the Redwood Curtain, ein Road-Trip

Einblicke in unseren Road-Trip in NorCal von Palo Alto ins Carson Valley über Reno in den Lassen Park über das Trinity Valley und Eureka ins Mendocino County und am Navarro River/Boonville zurück in die Bay Area

Day 1: Ostwärts, Richtung Carson Valley ...

Als erstes ging es zur Palo Alto AVIS Autovermietung, um unseren vorgebuchten SUV abzuholen. Dank unserer Freundin Karin waren wir pünktlich zur vereinbarten Abholzeit vor Ort. Die Klamotten und Kühltruhe waren bereits gepackt, das Motel in Carson City gebucht und die Jungs startklar im Durand Way.
Was erst fehlte war unser gebuchter geländegängiger Wagen. Der Mitarbeiter bei der Vermietung erklärte, dass unsere Vormieter noch nicht eingetroffen sind. Den Versuch uns auf eine schwarze Limousine umzustimmen, lehnten wir ab und wurden eine Stunde später mit einem nagelneuen Toyota 4Runner
mit 270PS und 4-Rad Antrieb, inkl. Navi quasi belohnt. Wie sich später herausstellte gut passend für die Fahrt.

Los ging es dann erst gegen Mittag, winkender Weise, vom Parkplatz Stanford West bei angenehmen um die 70 Grad (Fahrenheit), wie immer strahlender Sonnenschein in Palo Alto, in Richtung Sierra Nevada. Das Auto mit extra Tritt zum Einsteigen, Reifen gefühlt doppelt so groß wie bei unseren deutschen Wagen zuhause, Rechtsüberholen lassen/können, neue Navi, bogen wir auf die Sand Hill Road ein und mit einem Umweg gings auf die 280 nach Norden. Ein wenig mit Fragezeichen, da ich davon ausgegangen war, dass wir auf die weiter südlich gelegene Dumbarton Bridge (von der Navi) geführt werden würden. Aber alles ok, da wir über die San Mateo Bridge mit einem sehr schönen Ausblick in die Bay geleitet wurden (quasi Richtung Oakland). Wir lernten gleich die Verkehrsdichte in der Bay-Area kennen quasi immer gut gefüllt, wenn nicht gerade stauig. Heftig, was da so an Autos bzgl. San Francisco, Oakland, Freemont, San Jose, Palo Alto etc. zusammenkommt...

San Mateo Bridge, Richtung Osten

San Mateo Bridge, Richtung Osten

Nachdem Überqueren der Brücke ging es Richtung Stockton. Als die Bay hinter den ersten Hügeln verschwand, verschwand auch ein großer Teil der (Baum-)Vegetation und hellstgelbe Gräser waren das, was sich über die Hügel zog. Trockenheit pur (ich musste gleich an die berühmten kalifornischen Waldbrände denken). Wie ich dann auch merkte ging das eingebaute Auto-Thermometer schnell in den Siebzigern hoch und wir waren zügig bei 80 Grad. Als wir dann bei Stockton in ein Fastfood Restaurant einkehrten, waren es 94 (34 Celsius) Grad! Gerade einmal 100km Luftlinie von Palo Alto entfernt.

Hinter Stockton teilten sich die Strassen auf, und der Verkehr dünnte sich merklich aus. Ich weiss nicht mehr, ob das Navi uns erst auf die 26 führte oder gleich auf die 88, die uns dann in die Sierra Nevada führte. Von da an wurde die Straße dann kurviger und es tauchten auch wieder Bäume auf. Zunehmend ging es nach oben auf dem Carson Pass Highway. Die höchsten Punkte waren über 2.500 Meter (elevation). Immer mal wieder schöne Vista Points (Aussichtspunkte)

Vistapoint Carson Pass

Vistapoint Carson Pass

an denen wir stoppten. Danach gings runter ins 1.400 Meter gelegene Carson Valley. Eine unglaubliche Weite erstreckte sich nach einiger Zeit, als wir ins Tal kamen. Ich kann mich nicht erinnern, in einem europäischen Gebirge je ein ähnlich großes Tal gesehen zu haben. Auch waren wir, ob der Sonne und Temperaturen verwundert, dass das Tal so grün war. Noch verwunderterter war ich, als Schilder an der 395 auftauchten, die auf Lampen hinwiesen, dass die Autos Schneeketten anglegen sollten, wenn diese leuchteten. Die 395 ist eine lange ebene Straße. Welch ein Kontrast muss diese Region wohl im Winter sein?

Carson Valley Richtung Süden gegen Abend vom Motel

Carson Valley Richtung Süden gegen Abend vom Motel

Gegen Abend rollten wir dann auf den Parkplatz unseres Casino-Hotels. Nachdem wir den Casino-Eingang vom angebundenen Hotel-Eingang zu unterscheiden wussten, bezogen wir mit unseren Taschen unser Zimmer mit zwei Doppelbetten. Gebowlt wurde noch, das Casino angeguckt und der etwas verrauschte Fernseher ein wenig angestellt und dann geschlafen.

© Steffen W., 2017
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 03.07.2017
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 10.07.2017
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Steffen W. berichtet seit 3 Wochen auf umdiewelt.