Uruguay-Reisebericht :Südamerika mit dem Wohmobil

Uruguay

76. Tag - Samstag, der 27.7.2013 - Punta del Diablo -

Wir fahren in Chuy nach dem Frühstück ab, weiter nach Fortaleza. Wir biegen von der Straße ab in den Nationalpark Santa Teresa. Wir werden registriert und fahren zum Fort hinauf. Leider ist es geschlossen, so gehen wir ein wenig herum. Heute Morgen ist es noch kühl und windig.

Das Fort wurde ab 1762 von den Portugiesen zum Schutz gegen die Spanier gebaut, später aber von diesen gegen Portugal genutzt. Das Fort hat einen 5-eckigen Grundriss mit zinnenbewehrten Granitmauern

Fortaleza

Fortaleza

Im Schatten des Forts liegt ein kleiner alter Friedhof.
Wir sind in dem Park noch weiter herumgefahren. Es gibt herrliche Strände mit riesigen Felsen. Jetzt, kaum eine halbe Stunde später, ist das Wetter viel besser und die Mütze kann im Wagen bleiben.

In einem Lokal, das nicht geschlossen ist, essen wir zu Mittag und danach fahren wir noch weiter durch den riesigen Park. Es gibt überall Cabanas, die zu mieten sind und herrliche Strände und Buchten..

am Strand im Park

am Strand im Park

das Felsufer

das Felsufer

Dann sind wir in den kleinen Ort gefahren. Der Campingplatz sah zu aus und wir haben noch nach einem Stellplatz gesucht.
An einem Hotel haben wir gefragt, konnten dort aber nicht stehen. Wir sind dann zurück zum Campingplatz und haben gesehen, dass ein kleines Tor offen stand. Wir sind reingegangen, denn wir haben Musik gehört. Es kam jemand, ein älterer Mann, der dort arbeitete und wir fragten ob wir hier übernachten könnten, der Platz sei geschlossen, meinte er, da wir uns wieder nicht so gut verständigen konnten haben wir mit viel lachen und radebrechen ihn davon überzeugt, dass wir doch hier gut heute Nacht stehen könnten. Schließlich hat er uns in den Platz gelassen und nur stehen wir hier natürlich wieder ganz allein aber sehr schön. Wir haben gleich die Stühle ausgepackt und uns in die Sonne gesetzt.
Es gibt Strom für uns und ein großes Schwimmbad, was aber nicht in Schwung ist. Wir genießen den Tag und gehen später noch kurz über den Platz.

77. Tag - Sonntag, der 28.7.2013 - La Paloma -

Heute Morgen scheint wieder die Sonne und wir verlassen den einsamen Platz und fahren in Richtung La Paloma. Wir fahren durch riesige Palmenhaine und eine weite flache Landschaft.

Palmenhain bei Rocha

Palmenhain bei Rocha

Kühe grasen hier im Wasser stehend, wir sehen Schweine und auch Schafe. Gauchos reiten über die Weiden und treiben ihre Tiere zusammen.

Am Abzweig Costa Azul fahren wir nach links ans Meer. Hier gibt es Aussichtsplattformen, von denen man aus Wale beobachten kann. Wir schauen aufs Meer aber leider sehen wir keinen einzigen Wal. Scheint noch zu früh zu sein. Einen Monat später sieht es vielleicht besser aus.

Dann geht's weiter nach La Paloma. Hier tanken wir und wollen die Luft in den Reifen prüfen, dabei bricht die Verlängerung des Ventils ab und die Luft entweicht.
Zum Glück ist es eine große Tankstelle, die auch einen Reifenservice dabei hat und wo auch am Sonntagnachmittag gearbeitet wird. So wurde schnell das Rad abmontiert, zum Glück hatten wir eine Verlängerung dabei und der Reifen war schnell wieder aufgeblasen. Da haben wir riesiges Glück gehabt.

ja wo sind denn die Wale ???

ja wo sind denn die Wale ???

In La Paloma essen wir dann noch und dann suchen wir den Campingplatz.

Wir finden ihn auch, da wohl Mittagszeit ist, machen wir uns selbst die Schranke auf und fahren hinein. Auf dem riesigen Platz stehen wir wieder mal allein. Es ist nicht weit zum Meer und wir hören es rauschen.
Auch hier gibt es Cabanas, die sehr hübsch sind. Aber wir haben unser Cabana ja dabei.

so stehen wir mit Blick aufs Meer

so stehen wir mit Blick aufs Meer

78. Tag - Montag, der 29.7.2013 - La Paloma -

Wir bleiben heute auch noch in La Paloma, das Wetter ist super gut und wir fahren in den Ort. Zuerst machen wir am Strand halt, kommen vielleicht heute die Wale? Wir sehen aber nur einen Gaucho mit seinem Pferd am Strand im Wasser.

das ist keine Wal, Wale haben nicht so viele Beine

das ist keine Wal, Wale haben nicht so viele Beine

Dann ging's weiter zum Leuchtturm, auch hier schauten wir über das Wasser.

am Leuchtturm in La Paloma

am Leuchtturm in La Paloma

Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder zum Campingplatz zurück und genossen dort den Rest des Tages. Am späten Nachmittag waren wir an der Rezeption wegen des Internets, als ein Wagen mit deutschen Kennzeichen HH kam. Das erste Wohni, das wir hier in Südamerika sehen. Wir begrüßen die jungen Leute und reden noch ein wenig mit Ihnen, wo kommt Ihr her, wo wollt Ihr hin usw.

79. Tag - Dienstag, der 30.7.2013 - Maldonado -

Heute geht's aber weiter, die Sonne geht hinter den Bäumen auf und wir schauen beim Frühstück wieder übers Wasser.

Wir verabschieden uns noch von dem Hamburger Paar und fahren dann weiter in Richtung Montevideo. Wir fuhren nach Sao José Ignacio ab und an den Strand zum Leuchtturm.

der Leuchtturm von Sao Jose Ignacio

der Leuchtturm von Sao Jose Ignacio

Es ging weiter die Küstenstraße entlang, an der Lagune sahen wir Flamingos im Wasser stehen.

Die Straße wurde von schönen Ferienhäusern gesäumt. Aber es war niemand da.

Dann kam eine Brücke, die gewellt wie eine Berg- und Talbahn war, so etwas haben wir noch nie gesehen.

die Brücke  Berg- und Talbahn

die Brücke Berg- und Talbahn

Dann kam Punta del Este immer näher und riesige Apartmenthäuser standen an der Strandpromenade. Es gab aber kaum Bewohner dort, denn jetzt im Winter kommt hier kein Mensch hin.

Punta del Este

Punta del Este

Wir fuhren immer weiter am Strand entlang, denn wir suchten ein Restaurant, Es gab kaum Lokale, die offen hatten, aber wir haben dann noch ein schönes gefunden, mit Blick aufs Meer und einen kleinen Segelhafen.

Dann fuhren wir immer weiter am Strand entlang bis wir zu der modernen Plastik einer vergrabenen Hand kamen. Fünf Finger ragen aus dem Sand, was wir natürlich fotografieren müssen.

fünf Finger

fünf Finger

Wir fuhren durch das kleine Städtchen Maldonado und sahen die große Kathedrale und den Hauptplatz.

Dann haben wir bei Touristeninformation nach einem Campingplatz gefragt und diesen dann auch gefunden. Camping Punta Ballena, ein riesiger Platz mit kleinen Cabanas. Es gibt Leute, die machen freiwillig darin Urlaub, wo Urlaub doch die schönsten Wochen des Jahres sein soll.

da kriegten mich keine 10 Pferde rein

da kriegten mich keine 10 Pferde rein

80. Tag - Mittwoch, der 31.7.2013 - Piriápolis -

Wir stehen wieder in der Sonne und machen uns, nach einem gemütlichen Frühstück, auf die Reifen.

die Hexe schwingt den Besen

die Hexe schwingt den Besen

Wir zuckeln los nach Punta Ballena, denn wir wollen uns das Casa Puebelo ansehen. Wir fahren auf die Landzunge und parken dort. Wir sind wie immer allein.

Hier am Ufer hat der Maler Jorge Páez Vilaro; ein schneeweißes, eigenwillig surrealistisches Haus mit Stilelemente der Spanisch-maurischen Architektur gebaut.

Es erinnert uns ein wenig an Gaudi und Hundertwasser. Das Haus ist leider geschlossen, so dass wir nur außen herumgehen können.

der Eingang

der Eingang

skuril ?

skuril ?

Blick in den Innenhof

Blick in den Innenhof

Wir bleiben noch ein wenig auf dem Parkplatz mit Blick auf Punta del Este mit seinen Hochhäusern.
Gleichzeitig halten wir wieder nach Walen Ausschau, aber leider wissen die nicht, dass wir hier auf sie warten.

Dann zockeln wir weiter in Richtung Piriápolis und fahren direkt auf den höchsten Berg Uruguays zu, den Cerro Pan de Azúcar mit 493 m Höhe zu. Dann fahren wir in Piriápolis erstmal die Strandpromenade entlang zum Argentino-Hotel. Wir parken dort und gehen sind Hotel und schauen uns die prunkvolle Eingangshalle an.

Cerro Pan de Azúcar

Cerro Pan de Azúcar

Argentino-Hotel - das beste Hotel am Platze

Argentino-Hotel - das beste Hotel am Platze

das Treppenhaus mit einem Jugendstilfenster

das Treppenhaus mit einem Jugendstilfenster

wir warten auf das Essen

wir warten auf das Essen

Nach dem Essen sind wir dann noch die Promenade bis zum Hafen entlang gefahren, und dann weiter zum Campingplatz. Hier finden wir wieder ein schönes Plätzchen in der Sonne.

Am späten Nachmittag sind wir dann noch mal zu Fuß zum Strand gegangen und ein wenig herumspaziert.

an der Strandpromenade in Piriapolis

an der Strandpromenade in Piriapolis

81. Tag - Donnerstag, der 1.8.2013 - Montevideo -

Heute ist es bedeckt und wir zuckeln langsam los, fahren immer die Straße am Strand entlang.
An einem Strand halten wir an und schauen mal wieder nach den Walen, wo die nur bleiben? (Wir geben nicht auf)

Wir fahren durch den Badeort Atlántida, aber der ist total ausgestorben. Gegen Mittag fahren wir dann in Montevideo ein. Wir fahren die Rambla am Strand entlang, denn wir wollen zum Leuchtturm.

Uns kommt ein deutsches Wohnmobil entgegen, wir winken uns zu und schon sind wir aneinander vorbei.
Wir fahren zum Leuchtturm und machen dort unsere Mittagspause. Inzwischen hat es auch zu regnen begonnen, wie der Wetterbericht vorhergesagt hat.
Wir wollen hier übernachten.
Am späten Nachmittag fahren wir noch in die Stadt in ein Einkaufszentrum um dort ins Internet zu gehen.

Dann geht's zurück zum Leuchtturm. Ich frage ob wir hier übernachten können: Si si kein Problem, also stellen wir uns hin und schauen über die Stadt. Es regnet. Hoffentlich regnet es nicht wieder rein, oben am Heki, nach dem Einbruch ist das Fenster leider nicht mehr dicht.

der Leuchtturm mit GPS-Daten in Montevideo, hier haben wir die Nacht verbracht.

der Leuchtturm mit GPS-Daten in Montevideo, hier haben wir die Nacht verbracht.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir wollen jetzt Südamerika erobern und unser Auto ist schon auf dem Weg. Wir fliegen am 13. Mai nach Buenos Aires und hoffen, daß das Schiff auch kommt und nicht gesunken ist.
Details:
Aufbruch: 13.05.2013
Dauer: 3 Monate
Heimkehr: 13.08.2013
Reiseziele: Argentinien
Paraguay
Brasilien
Uruguay
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Ingrid und Achim über sich:
Mein Mann Achim und ich machen Wohnmobilreisen und möchten, daß unsere Kinder wissen wo wir sind und so an unserer Reise teilnehmen können.