Die Welt erleben!

Reisezeit: November 2007 - Mai 2008  |  von Daniel Schafnitzel

Endlich in Singapur: Singapur gefällt

Sonntag, 10.02.2008, 13.30h

Mittlerweile kann man schon fast sagen, ich habe mich ein wenig "eingelebt" hier in Singapur. Ich weiß, wo man günstig essen gehen kann, ich kenne ein paar schöne Flecken hier in der Stadt wo man es durchaus ein paar Stunden aushalten kann, ich hab den - so glaube ich - besten Kaffee der Stadt gefunden (die machen hier tatsächlich guten Latte Macchiato; der erste für mich seit Monaten!), ich habe ein paar Einheimische kennengelernt und auch sonst fühle ich mich hier pudelwohl.
Auf meinem Flug von Bangkok nach Singapur hat mir ein "Singaporean" prophezeit, dass ich nach drei Tagen gelangweilt sein werde. Dem ist aber ganz und gar nicht so. Wer mich kennt, der weiß, dass ich es nicht übertreibe (was Aktivitäten anbetrifft). Und so hat man jeden Tag immer irgendwas zu entdecken. So will ich beispielsweise noch in den Zoo von Singapur, der mit seinen weißen Tigern ein richtiges Highlight sein soll. Außerdem will ich - wie ich es in Bangkok auch schon getan habe - einem Restaurant im 71. Stockwerk einen Besuch abstatten, die Aussicht genießen und eindrucksvolle Bilder schiessen.

Soweit ich mich erinnern kann, war ich in Augsburg nicht ein einziges mal im botanischen Garten. Tja, in Singapur schon. Und ich muss sagen, wäre es nicht so dermaßen heiß und schwül gewesen, hätte ich den Tag wohl noch mehr genossen.

Singapur ist eine äußerst saubere Stadt. Weltweit ist sie ja für ihre drastischen Strafen bekannt. Wer zum Beispiel in U-Bahn-Station isst oder trinkt ist mit S$500 (ca. 250 EUR) dabei. Rauchen kostet das doppelte und auch beim einfachen Wegwerfen irgendwelchen Mülls verstehen die Singapurer (oder vielmehr die Ordnungshüter) keinen Spass und belegen dich mit einer Geldstrafe von mindestens S$1000. Nicht umsonst wird Singapur auch "the fine city" genannt, wobei die Doppelbedeutung von "fine" für "schön" und "Geldstrafe/Geldbuße" durchaus gewollt ist.
Neben Prügelstrafen gibt es hier auch nach wie vor die Todesstrafe, welche im Verhältnis zu der Einwohnerzahl des Landes weltweit am Häufigsten ausgesprochen wird. Mit Drogen sollte man sich hier besser nicht erwischen lassen. Da verstehen die Singapurer nämlich keinen Spass.
Singapur ist nicht nur sauber, sondern auch hochmodern. Neben dem öffentlichen Personennahverkehr, der mit allem möglichen technischen Schnick-Schnack ausgestattet ist, ist an fast jedem Ort in Singapur kostenloses W-LAN-Internet verfügbar. Und das mit immerhin drei bis vier Millionen Einwohnern. Das nenne ich mal eine zukunftsorientierte, moderne Stadt.

Von letztem Mittwoch an glich der Stadtteil in dem ich hause einem Geisterviertel. Shoppingmalls und Läden die sieben Tage die Woche bis spät in die Nacht geöffnet haben, waren geschlossen. Bis Samstag ging das so. Lediglich in "Chinatown" war die Hölle los. Das alles wegen den Feierlichkeiten des chinesischen Neujahrsfestes. Die nicht unerhebliche chinesische Bevölkerung hier in Singapur legte die Stadt nahezu lahm. Erst gestern Nachmittag und heute normalisierte sich auch in meinem Viertel der Verkehr und das Straßenbild wieder.
So war es auch kein Wunder, dass mein Ausflugsziel am Freitag auch von tausenden anderen Leuten aufgesucht wurde. Von der Insel (Singapur) machte ich mich auf zu "der Insel" Sentosa. Auch unter den Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel, wie ich festgestellt habe. Per Seilbahn gings hin ehe man vor Ort von einem freizeitparkähnlichem Park erschlagen wurde. Fahrgeschäfte, Imbissbuden und eine Menschenmasse wie im Europapark zu Ferienzeiten. Ich entschied mich für eine kostengünstige Variante und erkundete die Insel zu Fuß. Lediglich dem 150 Meter hohem Aussichtsturm konnte ich nicht entkommen. Die Aussicht über die Stadt war überragend! Glücklicherweise war es an diesem Tag nicht ganz so drückend heiß, denn die Sonne hielt sich dezent zurück.

Mittlerweile stehen auch die Daten meines dreitägigen Heimaturlaubes fest. Von Singapur fliege ich am Freitag, 7. März über Dubai nach München, wo ich mittags ankommen werde, ehe es am Montagmorgen Richtung Istanbul geht. Nach vier Tagen des fröhlichen Geldverdienens geht es dann wieder per Zwischenstopp in Dubai zurück nach Singapur. Von dort aus werde ich meine Reise dann gen Australien und letztlich Kanada/USA fortsetzen.
Ich freue mich schon riesig auf die drei Tage zuhause. Endlich die Familie, Freunde und Bekannte mal wieder zu sehen. Ich bin immerhin schon knapp drei Monate - bis zum 7. März dann knapp vier Monate - weg von daheim ... aber in der Welt zuhause!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Bis auf die ersten beiden Flüge nach Dubai (5 Tage Aufenthalt) und Bangkok ist noch nichts gebucht. Geplant sehr wohl: Nach ausgiebiger Erkundung Asiens über Australien/Neuseeland über Kanada/USA wieder nach Hause!
Details:
Aufbruch: 12.11.2007
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 28.05.2008
Reiseziele: Thailand
Vereinigte Arabische Emirate
Laos
Kambodscha
Vietnam
Singapur
Malaysia
Australien
Vereinigte Staaten
Kanada
Der Autor
 
Daniel Schafnitzel berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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