Weltreise 1. Teil

Reisezeit: Januar - März 2010  |  von Maximilian Friedl

Nanjing

Montag08.03.2010
Der nächste Reisetag. Heute geht es ins 900 km nördlich gelegene Nanjing.. Der Wetterbericht im Internet versprach einen ruhigen Tag es war bedecktes Wetter mit Temperaturen um die 18°C für Nanjing prognostiziert.
Nun der Tag sollte sich recht spannend entwickeln. Nach einem guten Frühstück und einer kostenlosen Transferfahrt zum ca. 40km entfernt gelegenen Flughafen startete auf die Minute pünktlich ein doch sehr ruppiger Flug. Wir mußten nämlich ein Sturmtief durchfliegen. Daher herrschte währen des ganzen Fluges Anschnallpflicht und das tadellose Mittagessen hat den Geräuschen nach nicht allen geschmeckt. Nach der glücklichen und pünktlichen Landung in Nanjing war der erste Eindruck es ist Saukalt! Es regnete und die Temperatur betrug 3°C.
Schlau wie Maxi ist ging er dann in das Touristenbüro und bat um die Übersetzung des Hotelnamens und der Adresse um dies dem Taxifahrer zu zeigen, was ich auch tat und damit begann eine "Taxiodyssee"!
Durch die etwas unglückliche Bezeichnung des Hotels bei Opodo ((Jin Jiang Nanjing Hotel statt Nanjing Hotel Jin Jiang) wo ich das Hotel gebucht hatte und einer falschen Adresse (beim Kopieren war eine Ziffer nicht mitgegangen statt (North Zhongshan Road 259 nur NZR 25) standen wir nach ca 40 km Fahrt an der angegebenen Adresse aber es war natürlich kein Hotel da! Also was tun, nun den Taxifahrer zum nächsten Grandhotel gelotst und dort den Computer ausgepackt und an der Rezeption gefragt, die haben sofort erkannt die Adresse und der Name sind falsch und das ist mit Sicherheit das Jin Jiang Inn Hotel was man dem Taxifahrer auch mitteilte. Nach weiteren 4 Kilometern Stadtfahrt dort angekommen, die exorbitant hohe Taxirechnung (15 €) bezahlt und frohen Mutes zur Rezeption gestürmt, die Temperatur war nämlich witer gesunken der Regen in Schneeregen übergegangen, und dort meine Reservierung gezeigt. Nur das Hotel wusste nichts von einem Maximilian Friedl. Also wieder Computer auspacken und dem äußerst freundlichen Personal Name und Adresse zeigen. Ein leichtes Schmunzeln im Gesicht der jungen Rezeptionistin zeigte mir das diees wahrscheinlich nicht das erste Mal passiert ist. Ein kurzer Anruf, diesmal im richtigen Hotel klärte die Geschichte auf und ca. 3 Stunden nach der Landung kam ich mit dem zweiten Taxi (für 3 km ca. 1 weiterer €) im richtigen Hotel an. Ein problemloses Einchecken und ein Beruhigungsbier und ab ins Zimmer. Sicher der ereignisreichste Reisetag meines Lebens.

Dienstag 09.03.2010
Der erste Blick aus dem Fenster zeigt das der Schneeregen aufgehört haben dürfte also kann ich schön langsam an ein Besichtigungsprogramm denken. Ich hatte mir vorgenommen an diesem Tag das Zhonghua Tor das wichtigste und auch wuchtigste Tor der noch sehr gut erhaltenen 33 km langen Stadtmauer Nankings welche teilweise sogar noch zu erwandern ist und den Fuzi Maio (Tempel des Konfuzius ) zu besichtigen. Mit dem Taxi zum Stadttor durch das imposante 1.Tor und schon nimmt einen die Schönheit und Massivität dieser alten Festung gefangen. Es wundert einen angesichts der Wucht der Verteidigungsanlage nicht das kein Feind jemals versuchte diese Mauern zu durchbrechen. Im Inneren öffnen sich kleine Gärten schöne Höfe mit Blumen und Statuen und ein Aufgang auf die Mauer die erst die Dicke und und Wuchtigkeit derselben zeigt. Von oben hat man einen schönen Ausblick über die Stadt und die Mauer und Aufgänge wurden auch noch mit Soldatenfiguren mit Uniformen aus der Ming Zeit verziert.
Weiter ging es durch mit Geschäften gesäumten Straßen zum Fuzi Maio. Der Tempel ist eigentlich eine beeindruckende Tempelstadt. Die Häuser und Hallen wurden in letzter Zeit renoviert und wieder revitalisiert. Es gibt eine Menge Geschäfte mit allerlei buntem Kommerz, dazwischen aber auch schöne Beispiele konfuzianischer Kultur und Lehre.
Miteinem wieder einmal verunglückten Abendessen wegen Sprachproblemen neigte sich auch dieser Tag seinem Ende zu.

Mittwoch 10.03.2010
Die nächsten beiden Tage sind den beiden berühmten Seeparks, heute dem Xuanwu- und Morgen dem Mochu Seepark gewidmet.
Der heutige Tag begann mit der ersten positiven Überaschung, es war sonnig, wenn auch ein spießiger Wind wehte. Also auf zum Xuanwu See. Der Xuanwu See liegt im Nordosten der Stadt und ist mit seinem 2,5 Kilometern Länge ein wichtiges Süßwasserreservoir von Nanjing. Weiters ist er durch seine kleinen, durch zierliche Brücken miteinander verbundenen Inseln auf denen sich einige sehenswerte Stationen befinden ein beliebtes Ausflugsziel der Touristen sowie auch der Einheimischen Bevölkerung. Mein Rundgang begann praktisch in einer Baustelle, dann ging es auf die Insel mit dem Vogelpark, führte mich über die Insel mit dem chinesischen Rosengarten zur Olympia Insel und über die Insel mit der leider geschlossenen Seaworld wieder in die Stadt zurück. Dieser Spaziergang dauerte insgesamt 5 Stunden und danach war ich rechtschaffen müde und bereit für ein köstliches chinesisches Abendessen im Grand Metro Parkhotel, dem ehemaligen Hilton Hotel in dem es keinerlei Sprachprobleme gab, sondern nur die Ver- und teilweise auch Bewunderung der Kellnerin dass eine "Langnase" auch beim Essen eines ganzen Fisches auf die Benutzung des wie selbstverständlich gebrachten Fischbesteckes verzichtet. Danach war ich wieder einmal, diesmal aber rundum zufrieden reif für das Bett.

Donnerstag 11.3.2010
Heute hatte ich mir vorgenommen nach der Besorgung der Bahnkarte für die morgige Reise nach Shanghai, was in China gar nicht so einfach ist, den Mochu Seepark zu besuchen und dann den Bericht über Nanjing zu schreiben.
Die Besorgung der Bahnkarte führte erst einmal zu einem Schock. Die Beschriftung der Fahrpläne, Schalter und sonstigen wichtigen Sachen war wieder einmal nur für chinesisch lesende Menschen möglich. Also zur Auskunft welche erst einmal als nicht zuständig abwinkte und mir einen Schalter zeigte wo ich mich anstellen sollte. Als ich endlich dran war die erste erfreuliche Situation, der Kartenverkäufer sprach ein paar Brocken Englisch und so konnten wir bei beiderseitigem guten Willen klären dass ich eine Softseaterkarte brauche und mich darauf verlassen soll dass Morgen im Softseaterwarteraum jemand ist der mir den richtigen Zug zeigt, oder ich denselben selbst finde. Gesagt getan und das nächste Taxi aufgehalten um mich zum Mochu Seepark bringen zu lassen. Dieser See welcher im Westen von Nanjing, gleich außerhalb der Stadtmauern liegt ist und nach der legendären Heldin Mochu benannt ist ist wiederum eine Attraktion welche auch von den Bewohnern Nanjings gerne aufgesucht wird. Der See ist wesentlich kleiner der Xuanwu See dafür sind die Häuser welche im Park, der den See umgibt liegen umso reizender. In diesen Häusern verbrachte der erste Ming Kaiser Hongwu die Sommermonate um sich beim Schachspiel, bei chinesischer Oper und bei was sonst auch immer, zu erholen. Dem Schachspiel ist ein eigener Pavilon genannt Winning Chess Pavilon gewidmet. Im sogenannten Square Pavilon gibt es einen entzückenden kleinen Teich in dem eine Mochu Statue steht. Die anderen Gebäude und die Umgebung bieten genug Schönheit um einen ganzen Tag an diesem See zu verbringen. Daher hat es nach diesem Rundgang inzwischen bereits zu dämmern begonnen und so gibt es den Bericht aus Nanjing erst aus Shanghai oder eventuell sogar erst aus Gratkorn.

© Maximilian Friedl, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
am 3.Jänner gehts los; Flug vonWien nach Dubai! Melde mich inDubai wiedermit den ersten Fotos! CiaoMax
Details:
Aufbruch: 03.01.2010
Dauer: 12 Wochen
Heimkehr: 25.03.2010
Reiseziele: Vereinigte Arabische Emirate
Indien
Thailand
China
Der Autor
 
Maximilian Friedl berichtet seit 14 Jahren auf umdiewelt.