Namibia August/September 2008

Namibia-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2008  |  von Daniel Möhler

Bericht der 30-tägigen Reise per Mietwagen durch Namibia von Susi und Daniel.
Namibias Highlights von Etosha, Swakopmund zum Sossusvlei zum Süden des Landes

Erste Schritte....

Los geht's!
Am Dienstag, 19.8.2008 verlassen wir Giengen um 16 Uhr und machen uns mit der Bahn auf zum Frankfurter Flughafen, von wo unser Flugzeug um 22.40 starten wird. Wir sind schon sehr gespannt, es geht ja immerhin auf einen uns völlig unbekannten Kontinenten mit einer uns noch weniger bekannten Airline namens Air Namibia. Aber alle Bedenken über die Airline lösen sich schnell in Luft auf: Das Personal ist freundlich, der Service gut, alles wirkt sehr sicher und zudem haben wir den besten Platz am Notausgang. Nach ca. 10 Stunden ruhigem Flug beginnt der Landeanflug zum Hosea Kutako International Airport in Windhoek, Namibia. Und was müssen wir da sehen?? Wolken?? Seit Wochen schauen wir uns immer wieder den Wetterbericht an, da war jeden Tag blauer Himmel angekündigt. Und jetzt ist es bewölkt, unfassbar. Unsere ersten Schritte in Namibia gehen über die Landebahn, schnell die Passkontrolle erledigt, das erste Geld gewechselt (Namibische Dollar) und ab zu Europcar, unserer Autovermietung. Gemietet ist ein VW Chico, wir bekommen aber einen mini Kia Picanto in einer undefinierbaren Farbe irgendwo zwischen ocker, gelb und grün. Nicht besonders schön, aber wir haben den kleinen Hüpfer schnell ins Herz geschlossen. Vom Flughafen sind es noch ca. 45 Kilometer bis nach Windhoek, Namibias Hauptstadt und auch größte Stadt mit ca. 300.000 Einwohnern. An den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell, nur der Scheibenwischer flitzt manchmal über die Scheibe - wenn man doch einfach nur Blinken will. In der Stadt angekommen, es ist trotz der Wolken sehr angenehm warm und unglaublich trocken, fahren wir erstmal auf die Robert Mugabe Avenue. Das mag politisch etwas inkorrekt sein, aber wenn man dann sieht, dass die evangelische Christuskirche an der Kreuzung Fidel Castro Street / Robert Mugabe Avenue liegt, dann muss man doch etwas schmunzeln. Zunächst gehen wir zur Maerua Mall einkaufen, holen uns bei einem Campingverleih Stühle, Tisch und ne Kühlbox ab, kaufen uns noch Springbok-Biltong (luftgetrocknetes Fleisch) und verschieben den Stadtbummel auf morgen.
Unsere erste Übernachtung ist die Gästefarm Elisenheim, etwas nördlich der Stadt. Gerade einmal 2 km nach Windhoek springen plötzlich bis zu 20 Paviane über den Highway, Menschen überqueren die vierspurige Straße oder verkaufen am Straßenrand Holz. Schon nach wenigen Kilometern erkennt man, dass man definitiv nicht mehr in Europa ist...
Die Teerstraße verlassen wir nach einer kurzen Strecke und zum ersten Mal muss sich unser Kia auf einer Sand- und Schotterstraße beweisen. Die erste Prüfung wird aber mit Bravour bestanden und wir erreichen die Gästefarm mitten im Nichts, und doch nur ca. 15 Kilometer von Windhoek entfernt. Der Campingplatz ist traumhaft schön angelegt, 5 Stellplätze, alle mit eigener Grillstelle, Stühlen und Tisch, Wasser am Platz. Die Dusche und das WC sind nur hinter einigen Buschhölzern, aber trotzdem (fast) so sauber wie von Sanifair .

Die Einsamkeit und Ruhe faszinieren uns von der ersten Minute an, ein perfekter Ort um in Namibia anzukommen und sich zu organisieren. Nach einem gemütlichen Nachmittag, an dem ein Kudu das Handy verspeisen wollte und Paviane mich gehörig eingeschüchtert haben, geht die Sonne schon um 17:30 unter. Und 20 Minuten später ist es stockfinster, ohne Lampe sieht man hier keinen Meter! Wir werden von den südafrikanischen Nachbarn zum Bier, Cider und Barbecue (braai genannt) eingeladen und unterhalten uns über Reisen, Studium und Co. So erfahren wir z.B., dass Mocambique die schönsten Strände Afrikas haben soll und dass die Familie im Winter nach Füssen kommen will, schließlich wollen die Kids ja mal Schnee sehen. Dann muss es den nur noch geben... Auf jeden Fall freuen wir uns über die Geselligkeit der Johannesburger, aber fallen schon um 20 Uhr todmüde ins Zelt. Ein toller, spannender erster Tag in Namibia geht zu Ende!

Erster Campingplatz

Erster Campingplatz

© Daniel Möhler, 2008
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 19.08.2008
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 18.09.2008
Reiseziele: Namibia
Der Autor
 
Daniel Möhler berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.