Auf zu den Scheichs

Oman-Reisebericht  |  Reisezeit: Februar 2017  |  von Peter B.

Auf dem Weg nach Dubai/Al Ain

Unsere Zeit im Oman ging zu Ende. Von Mahdah nach Dubai, gerademal 140 km, sollte in 2 Stunden zu schaffen sein. Unterwegs wollten wir uns noch in der ehemaligen Wüstenoase (und jetzt Millionenstadt) Al Ain umschauen. Soweit die Erwartung.

Also die paar Kilometer von Mahdah nach Buraimi, der Grenzstadt auf der Oman-Seite, absolviert, den richtigen Grenzübergang gefunden (nur der nördliche ist für den internationalen Verkehr zugelassen) und uns auf die Grenzbürokratie eingerichtet. Vom Ersten wurde der Kofferraum begutachtet. Der Zweite schautet sich unsere Pässe an. Freundlich, aber schon recht lange und...tat uns kund, dass wir vor der Einreise unsere Oman-Visa canceln müssten und deutete auf einen Flachbau ca. 50 m hinter uns. OK, das ließ sich machen. Dort angekommen, erfuhren wir, dass diese Stelle die Visa nicht cancelt (obwohl es außen dran stand), sondern eine andere Stelle: Beschreibung: 1. roundabout links, drei Straßen, dann wieder roundabout links. Es wären 15 km. wie das - ein paar Straßen und dann 15 km??? Doch der falsche Grenzübergang und das der Weg zu Richtigen?

Also auf dem Weg gemacht - alles Irrwege - dann eine Polizeistation gesichtet - beim Wachhäuschen gefragt, ob wir vllt. richtig sind. Dieser deutete auf ein Haus im Areal. Haben wir wohl mal Glück gehabt, war wohl sowas wie das Einwohnermeldeamt. Am dortigen Schalter auf unsere Frage nach "cancelling Visa" fragende Blicke hinter dem Schalter an den Nachbarbeamten und dann die Aussage: Wir sind nicht richtig, Die Visa-Stelle liegt an der Straße nach Sohar, ca. 15 km entfernt, im Landesinneren. Aha, hätte man uns das nicht gelich sagen können?

Augenrollend trabten wir raus und machten uns auf den Weg, den Kilometerzähler im Blick. Es wurden 15 km - nichts zu sehen, bei 20 km wurden wir unruhig, ich fuhr aber weiter. Als ich schon wenden wollte und wir an unserem Verstand zweifelten, kam bei km 37 (!) dann wirklich ein Checkpoint, in dem wir dann problemlos unser Oman-Visum gecancelt bekamen. Unglaublich, liegt eine solche Behörde insgesamt 40 km von der Grenze entfernt und jeder der nicht aus Sohar kommt, steht ahnungslos an der Grenze wie wir...

Also auf zur Grenze. Der guten Grenzordnung halber noch einmal in die Bude der nicht cancelfähigen Officer getrabt, ja, war sogar richtig, wir bekamen noch einen Stempel in den Pass und da war er wieder, der weiße Zettel mit einem Stempel und Aufschriften, den der nächste Grenzposten dann von uns wieder einkassierte. Wir waren erleichtert, als wir dann in den Emiraten waren. Zeitaufwand bis dahin - mehr als 3 Stunden.

OK, dann schauen wir uns in Al Ain um, nicht mehr das beschauliche Städtchen von vor 15 Jahren, sondern eine pulsierende Großstadt. Der Kamelmarkt sollte es sein und die Palmengärten der eigentlichen Oase. Hat ein bisschen gedauert, ehe wir den Kamelmarkt (trotz seiner beträchtlichen Größe) gefunden haben.

1.000 Tiere waren es bestimmt. Vor den Gehegen standen Trauben von Weißkitteln und es sah nach Verkaufsgesprächen aus.

Hier ein Jungtier, gerade mal 2 Tage alt.

Und als krönenden Abschluss eines der teuersten Teile, ein Rennkamel - angeblich oder tatsächlich 1 Mio. Dollar wert.

Schade, wir hatten vorher nicht genug Geld getauscht, sonst wäre es jetzt uns.

Schade, wir hatten vorher nicht genug Geld getauscht, sonst wäre es jetzt uns.

Anschließend haben wir noch eine Runde durch die Palmengärten gedreht, 140.000 Palmen, in deutschland wäre das ein Wald.

Der weitere Weg nach Dubai war 110 km Autobahn durch wüstenähnliche Landschaft.

Gleich zur rush hour in Dubai, aber das Hotel (Savoy Appartments), auf der westlichen Seite des Creeks gelegen, war recht schnell gefunden.

© Peter B., 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
2 Wochen durch den Oman und Dubai
Details:
Aufbruch: 11.02.2017
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 25.02.2017
Reiseziele: Oman
Der Autor
 
Peter B. berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.