Sandra & Michael auf den Philippinen (Manila, Palawan, Cebu, Negros, Bohol)

Philippinen-Reisebericht  |  Reisezeit: März 2019  |  von Sandra & Michael on tour

El Nido - Puerto Princessa und weiter nach Cebu

Es heißt Abschied nehmen von El Nido. Morgens um 7 Uhr sitzen wir im Minivan nach Puerto Princessa. Vorgesehene Abfahrt war um sieben, um halb acht geht es los. Also quasi überpünktlich. Nach Philippino time ! Die Fahrt nach Puerto Princessa dauert ca. 4 1/2 Stunden und ist entgegen mancher Horrorberichte eine ganz normale Fahrt in einem ganz normalen Minivan auf einer ganz normalen Straße. Einziger Knackpunkt war die Klimaanlage, denn dem hinter uns sitzenden Engländer war es trotz gefühlter 12 Grad im Bus noch immer viel zu heiß und er wollte es noch kälter (Sandra hatte bereits ihre nach dem Hinflug bei China Southern "geliehene" Flugzeugdecke über die Beine gelegt) . Briten verbrennen sich also offenbar nicht nur gerne ihren Pelz, sie erkälten sich scheinbar auch gerne. Aber wie das auch zu Hause vor dem heimischen TV so ist: wer die Fernbedienung hat, hat die Macht. Und da nicht ER sondern ICH den Regler für die Aircon direkt vor meiner Nase hatte, waren die Karten gemischt. Uns und auch allen anderen im Van war es nämlich viel zu kalt. Deutschland : England 1:0

In Purto Princessa ging es kurz ins Hotel, frischmachen. Auch mein neuer "Freund", der Engländer, stand zur gleichen Zeit vermutlich unter der Dusche seines Hotels und hat sich die im Laufe der Busfahrt angesammelten Schweißtropfen von seiner sonnengeröteten britischen Haut gewaschen und sich dabei vermutlich gefragt, was er und seine Landsleute nach vollzogenem Brexit überhaupt noch zu melden haben, wo er doch jetzt schon nicht einmal mehr über die Innenraumtemperatur eines Minivans in Nord-Palawan bestimmen kann.

Auch wenn Purto Princessa als Durchgangsstation nicht wirklich etwas zu bieten hat, ein wenig anschauen wollten wir uns Stadt und Umgebung dann doch. Also schnell einen Roller um die Ecke gemietet und zunächst raus aus der Stadt. Nicht weit entfernt liegt der Nagtabon Beach, ein chilliger Strand mit ein paar Strandbuden und viel Einsamkeit. Auf dem Weg zurück haben wir einen kurzen Stop auf Puerto Princessas Markt eingelegt. Sehr einfach aber auch sehr farbenprächtig. Als Taucher blutet einem da immer das Herz, wenn man das, was einem unter Wasser so viel Freude bereitet, plötzlich in Reih und Glied fein gekühlt auf dem Tisch eines Marktstandes liegt.

Auch die mich begleitende Tierschutzaktivistin denkt kurz über das Dasein als Vegetarierin nach, verwirft diesen Plan aber schnell wieder, als ihr einfällt, wie gerne sie doch im Sommer ein leckeres Steak oder ein Stück Fisch auf den Grill in unserem Garten legt. Und so waren noch am gleichen Abend in Puerto Princessa alle Tierschutzbestrebungen wieder vergessen und es gab leckere Spare Ribs und Pulled Pork.

Am nächsten Morgen können wir so halbwegs ausschlafen, unser Flieger nach Cebu geht um 9:25 Uhr und der Airport von Puerto Princessa, der mehr oder weniger mitten in der Stadt liegt, ist nur ein paar Minuten von unserem Hotel entfernt. Es geht pünktlich los und nach einem gut einstündigen Flug mit Cebu Pacific quer über die Sulu-See landen wir in Cebu City.

Direkt nach dem Start in Puerto Princessa. Palawan kann einfach nicht ohne türkis.....

Direkt nach dem Start in Puerto Princessa. Palawan kann einfach nicht ohne türkis.....

Immer wieder winzig kleine Inseln mitten in der Sulu-See.

Immer wieder winzig kleine Inseln mitten in der Sulu-See.

Was die Aida Nova mit dem Mövenpick Hotel in Cebu City zu tun hat.....

In Cebu City haben wir zunächst eine Mission, wir müssen ein Versprechen einlösen. Denn vor gut 6 Wochen haben wir auf einer einwöchigen Kanaren-Kreuzfahrt mit der Aida Nova einen unheimlich netten philippinischen Barkeeper kennengelernt, der aus Cebu stammt und der bis vor ein paar Monaten noch im Mövenpick-Hotel in Cebu gearbeitet hat. Diesem heimwehgeplagten jungen Kerl hatten wir versprochen, seine Freunde und Arbeitskollegen im Mövenpick-Hotel zu besuchen und alle lieb von ihm zu grüßen. Sogar ein Video mit einer Grußbotschaft von ihm, aufgenommen auf der Aida Nova, hatten wir dabei. Also wollten wir natürlich auch unser Wort halten und das hat sich auch gelohnt. Alle haben sich riesig gefreut, ruck-zuck wurden alle zusammengetrommelt, deren Namen er uns auf der Aida Nova aufgeschrieben hatte. Die Freude bei allen war riesig und wir hatten eine Menge Spaß. Inklusive einer Video-Grußbotschaft, die wir dann hier im Mövenpick aufgenommen und auf den Weg zur Aida Nova, die noch immer auf den Kanaren rumschippert, geschickt haben. Unser philippinischer Freund Lingemon hat sich letztlich riesig gefreut, dass wir unser Wort nicht gebrochen haben und es kamen tausend liebe Worte von ihm über facebook.

Dann aber ging es weiter, denn wir hatten Großes vor. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn beim Schnorcheln mit Walhaien hat man in der Tat GROßES vor sich. Vom Mövenpick aus ging es mit einem Grab zum Cebu Southern Bus Terminal und von dort weiter mit einem Ceres-Überlandbus in ca. 4 Stunden nach Oslob. Genau gesagt ein kleines Stückchen bis hinter Oslob genau bis vor das "Office" des Whale Watching Centers. Unser Guesthouse lag direkt daneben, was durchaus nicht unpraktisch war, denn am nächsten Morgen sollte es seeeehr früh aus den Federn gehen. Denn in diesem Örtchen gilt: der frühe Vogel sieht den Fisch. Den GROßEN Fisch.....

© Sandra & Michael on tour, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Abenteuer, Landschaft, Menschen, Tauchen. Und wir mittendrin....
Details:
Aufbruch: 04.03.2019
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 27.03.2019
Reiseziele: Philippinen
Der Autor
 
Sandra & Michael on tour berichtet seit 5 Monaten auf umdiewelt.