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Neuseeland-Reisebericht  |  Reisezeit: Juni 2015 - Juni 2016  |  von Anja Nemitz

Neuseeland: Freedom Camping

Nur noch wenige Tage...

Unsere Zeit in Neuseeland ist nun fast vorbei. Zum Glück nahmen wir uns viel Zeit für die Nordinsel. Sie ist so wunderschön und gefällt uns besser als die Südinsel. Vulkane, Berge, Seen, Wälder, Strände, Klippen, Heiße Quellen, Farmen, Städte, Wanderwege, Flüsse, Wasserfälle, Museen und viele nette Gespräche. Klar, auch hier wurden Mittelfinger gezeigt, nackte Hintern aus fahrenden Autos gehalten und ordentlich geschimpft. Aber, wir erfuhren auch warum. Unser Gefühl täuschte uns also doch nicht. Touristen in Campern sind von einigen Leuten nicht so gern gesehen in Neuseeland.

Freedom Camping - Schlafen für lau

ostenlose Übernachtungsplätze findet ihr sehr leicht in Neuseeland. Es gibt eine App „Camper Mate“, die alle freien und kostenpflichtigen Campingplätze anzeigt. Zusätzlich auch noch Supermärkte, Tankstellen, Duschen, Toiletten, usw. Dennoch solltet ihr euch auf den freien Plätzen vergewissern, dass das Übernachten dort wirklich erlaubt ist. Meist stehen Schilder vor Ort oder die Anwohner geben Auskunft. Dazu erfahrt ihr in den Kommentaren, welche Plätze gut oder schlecht geeignet sind. Stand dort, dass schon viele überfallen oder beklaut wurden oder betrunkene Einheimische nachts gegen die Camper klopfen, dann fuhren wir lieber weiter. Übernachtet ihr auf privaten Campingplätzen und schaut euch die Hauptattraktionen an, bekommt ihr davon wohl eher weniger mit. Aber dennoch, Touristen haben keinen guten Stand hier. Der Hauptgrund ist: sie hinterlassen Müll und Fäkalien in der Natur. Das bekamen wir immer wieder gesagt, egal wen wir fragten. Der andere Grund ist ein verbreitetes Vorurteil: „Diese bunten Graffiti-Campervans, das sagt ja schon alles über die Insassen aus.“ (das ist nicht unsere Meinung). Gegen die „Wicked Camper“, mit ihren provozierenden Sprüchen, läuft zur Zeit sogar eine Abstimmung im Parlament. Sie sollen die Sprüche von ihren Campern entfernen. In einigen Städten werden sie nicht mal mehr auf die Campingplätze gelassen. In der Tat sind gerade sehr viele Deutsche hier, was sich keiner erklären kann. Die Kriminalität hat stellenweise sehr zugenommen. Selbst einheimische Camper sind vor Diebstählen nicht sicher und warnten uns vor kriminellen Banden, die gern auch mal Touristen auf bestimmten Freedom Campingplätzen in Schlägereien verwickeln.

Dennoch, die Nordinsel ist toll. Die Natur, auch wenn sie stark in Mitleidenschaft gezogen wird, ist fantastisch und einzigartig. Neuseeland war eine Erfahrung und wir bereuen sie nicht. Zum Weitwandern und Mountainbiken kämen wir gern noch einmal wieder.
Doch jetzt freuen wir uns auf……… INDONESIEN – BALI

© Anja Nemitz, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ein Jahr Familienzeit - wir schauen uns die Welt an. Mit zwei großen Rucksäcken bepackt, reisen wir so günstig und einfach wie möglich, wollen die Menschen kennen lernen und andere Kulturen hautnah erleben.
Details:
Aufbruch: 29.06.2015
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Juni 2016
Reiseziele: Russland / Russische Föderation
Mongolei
Hongkong
Vietnam
Kambodscha
Thailand
Australien
Neuseeland
Indonesien
Nepal
Der Autor
 
Anja Nemitz berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
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