2 Jahre lang kreuz & quer durch die Americas

Panama-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2013 - Mai 2015  |  von Anja & Wolfgang

We are sailing....von 10.07.bis 14.07.2014 400km

Ziel: Segelturn von Carti nach Cartagena zur Umgehung der Darian Gap.
Wetter: sonnig, strahlend blauer Himmel, <35º.

Die Panamerikana endet Südöstlich von Panama City in der Provinz Darian in einem unwegsamen, Sumpf - Dschungel - Urwaldgebiet. Diese weglosen, nahezu unpassierbaren 120km nennt man die Darian Gap. Da es immer noch keine Fährverbindung von Panama nach Kolumbien gibt, muss man sein Fahrzeug verschiffen und nach Cartagena entweder in einer Stunde per Flugzeug $350 pP oder in ca.4 Tagen per Segelboot $550pP erreichen. Rechnet man die anfallenden Hotel-und Verpflegungskosten hinzu, so sind besteht preislich fast kein Unterschied, berücksichtigt man den Fun Faktor, so war die Entscheidung für uns sehr einfach - wir fahren mit dem Boot.
Tag 1:
Morgens um 04:45 klingelt der Wecker, pünktlich um 05:30 steht unser Jeep Taxi (35pP) vor der Tür, das uns und noch einige Gäste aus dem Hostel nach Carti bringt. Dazu geht es erst einmal ca.70 km auf der Panamerikana Richtung Osten, bevor wir dann auf einer schmalen Strasse quer durch Panama zur Atlantikküste fahren. Diese Strasse ist so eng, so steil, dass hier nur noch Allradfahrzeuge fahren dürfen - deshalb auch Jeep Taxis. Wir erreichen das Land der relativ unabhängigen Kunas,

dürfen noch $10 'Landbetretungsgebühr bezahlen und werden dann um 09:30 an einem kleinen Fluss ausgeladen. Von hier geht es nun mit kleinen Booten, Lunchas ($5,- pP), den Fluss entlang

aufs offenen Meer. Hier sehen wir zum ersten Mal die Independence, unser Heim für die nächsten 4 Tage.

legen ab, werden noch von einigen Delfinen verabschiedet,

und gehen nach etwa 2 Stunden Fahrt bei Elefant Island vor Anker.

Lokale Fischer bringen schon mal unser Abendessen vorbei,

bevor wir mit dieser Barkasse auf die Insel übersetzen.

Nachmittags das übliche Inselleben, Ball Spiele,

Baden, an der Bar abhängen,

auch schon mal ein kühles Bierchen geniessen

und beim Strandspaziergang Krabben stören.

Nach Sonnenuntergang wird ein Feuer entfacht, die Fische kommen erst auf den Grill

dann mit Kokos-Reis und einem leckeren Salat auf die Teller.
Gegen 20h geht es dann mit der Barkasse zurück zum Boot, man sitzt noch eine Weile zusammen, feiert und schläft dann irgendwann, irgendwo an Deck, denn hier ist es viel kühler/angenehmer als drunten in den Kabinen.
Tag 2:
Morgens um 06:00 wird erst der Generator, dann der Motor angeworfen und wir fahren ein Stück weiter, vorbei an mehreren solcher Boote, wo der Autopilot über die Vernunft gesiegt hat,

bis zur nächsten Insel.

Anker runter, Frühstückspause unter Polizeiaufsicht,

Anker wieder hoch und weiter geht es zum nächsten Inselchen.

Anker runter, Bade-

Schwimm-Schnorchel-

Kajakfahr-

Mittagspause.

Wir haben heftigen Gegenwind, also fahren wir unter Motor weiter zu einer Gruppe von 7 kleinen Inseln, die Blas Islands,

mit einer schmalen Durchfahrt durch ein Korallenriff, fast ein Atoll. Wir werfen Anker, Baden, Schnorcheln, bekommen Steaks zum Abendessen, entfachen ein Lagerfeuer

und genießen / begießen die Vollmondnacht.

Tag 3:
Wie schon gewohnt ist um 6Uhr die Nacht zu Ende, der Generator wird angeworfen, die Crew bereitet das Frühstück und auch wir beginnen uns von den Anstrengungen der letzten Nacht zu erholen. Endlich Kaffee......
Ein Boot der Kunas legt an und bringt schon mal unser Abendessen vorbei,

lebende Hummer,

genau genommen sind es Langusten, in Florida auch Spine-Lobster genannt,

denn sie haben ja keine Scheren sondern diese langen Antennen,

aber geschmacklich ist kein Unterschied feststellbar.

Ansonsten ein Tag des süßen Nichtstuns, Sonnen, Baden, Sonnenbaden, Schnorcheln, halt alles was man in so einer kristallklaren blauen Lagune so tut. Zur Abwechslung auch schon mal Motorradprobesitzen,

aber Cartagena ist noch weit.
Tag 4:
Kurz nach Mitternacht wird der Anker gelichtet, wir fahren in Schleichfahrt durch die engen Kanäle im Riff, doch sobald wir das offene Wasser erreichen geht es 'Volle Kraft Voraus' zu unserer ca. 36-stündigen Überfahrt nach Cartagena. Bestes Motor-Segel Wetter,

klarer Himmel.

Nachmittags ein kurzer Stopp mit Freudensprüngen

und Schwimmpausen.

Lediglich auf den Ausgang des WM Endspiels müssen wir wohl noch bis Cartagena warten. Zum letzten Mal für diese Reisen geht die Sonne unter,

wir haben zwar kräftigen Gegenwind, doch die Nacht verläuft überraschend ruhig, zwei, dreimal geht ein kleiner Brecher übers Deck, doch am nächsten Morgen, dem
Tag 5
ist alles vergessen, eitel Sonnenschein.

Cartagena erscheint am Horizont,

wir bewundern die Skyline,

den Containerhafen

und gehen dann im Yachthafen vor Anker.

Ein letztes Gruppen-Abschiedsfoto

und das Abenteuer Segelturn von Carti nach Cartagena ist zu Ende.
Für uns ist klar, wenn wir hier nochmals vor die Entscheidung gestellt werden Segeln oder Fliegen, die Antwort wird definitiv wieder Segeln lauten.

© Anja & Wolfgang, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach mehrmonatiger Reisepause geht es endlich wieder los. Diesmal von Kanada nach Alaska, von dort über Key West bis Feuerland und zurück nach Montevideo.
Details:
Aufbruch: Mai 2013
Dauer: 24 Monate
Heimkehr: 08.05.2015
Reiseziele: Kanada
Vereinigte Staaten
Malaysia
Mexiko
Belize
Guatemala
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Bolivien
Argentinien
Chile
Uruguay
Paraguay
Brasilien
Deutschland
Der Autor
 
Anja & Wolfgang berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.