Coulee, Cataldo & Caldera

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2016  |  von Ulrich Mattheus

"Hä?", werden sich die meisten da fragen. Hinter diesen Begriffen stehen eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zu einem Supervulkan. Von Portland/Oregon nach Moose/Wyoming im Grand Teton Nationalpark, sind es 1635 km. Unterwegs begegneten uns technische Meisterleistungen, geschichtsträchtige Orte und am Ende erwanderten wir die Caldera des ältesten Nationalparks der Welt.

Beacon Rock

Beacon Rock am Columbia River bei Sonnenaufgang

Beacon Rock am Columbia River bei Sonnenaufgang

Anderthalb Stunden vor Sonnenaufgang fahren wir los. Es ist ein langer Weg bis nach Missoula in Montana, wo wir die erste Rast einlegen werden. 1000km an einem Tag, nicht ohne unterwegs einige interessante Sehenswürdigkeiten mitzunehmen.
Beacon Rock im Tal des Columbia River ist der Überrest eines Vulkans, der vor nur 57000 Jahren ausbrach. Was man heute sieht, ist der harte Vulkanschlot, der übrig blieb, als gewaltige eiszeitliche Fluten den Rest des Berges abschleiften.
Gegen Ende der Eiszeit bildete sich ein gewaltiger Schmelzwassersee im Gebiet des heutigen Staates Idaho. Dieser See (Lake Missoula) wurde mehrmals von einer Eisbarriere verstopft. Jedes Mal, wenn das eiszeitliche Schmelzwasser die Barriere durchbrach, ergossen sich gewaltige Wassermassen das heutige Tal des Columbia River hinab. Grosse Teile des Staates Washington und des Willamette Valleys in Oregon wurden damals überflutet. Geologen schätzen, dass in der Zeit vor 15000 bis 13000 Jahren diese Situation mindestens 25 Mal auftrat und die Überflutungen im Mittel 55 Jahre andauerten. Die abfliessenden Wassermassen werden auf 10 bis 17 Kubikkilometer pro Stunde geschätzt, in Spitzen bis zu 60 Kubikkilometer pro Stunde! Das wäre das 13- bis 78-fache der stündlichen Wassermassen, die der Amazonas heute ins Meer ergiesst!

Die Brücke der Götter ist nach einer alten indianischen Legende benannt. Sie bezieht sich auf eine einst felsige Brücke, über die sich Götterfamilien treffen konnten. Als die Söhne des Gottes Saghalie, Klickitat und Wy'east, sich in das Mädchen Loowit verliebten, kam es zum Streit, bei dem die Brücke zerstört wurde. Klickitat, Wy'east und Loowit wurden getötet und in die Berge Mt.Adams, Mt.Hood und Mt.St.Helens verwandelt. Neben einer Strasse führt heute der Pacific Crest Trail über die Brücke. Im Buch "Wild" von Cheryl Strayed spielt die Brücke eine besondere Rolle. Das Buch wurde 2014 mit Reese Witherspoon in der Hauptrolle verfilmt.

Die Brücke der Götter ist nach einer alten indianischen Legende benannt. Sie bezieht sich auf eine einst felsige Brücke, über die sich Götterfamilien treffen konnten. Als die Söhne des Gottes Saghalie, Klickitat und Wy'east, sich in das Mädchen Loowit verliebten, kam es zum Streit, bei dem die Brücke zerstört wurde. Klickitat, Wy'east und Loowit wurden getötet und in die Berge Mt.Adams, Mt.Hood und Mt.St.Helens verwandelt. Neben einer Strasse führt heute der Pacific Crest Trail über die Brücke. Im Buch "Wild" von Cheryl Strayed spielt die Brücke eine besondere Rolle. Das Buch wurde 2014 mit Reese Witherspoon in der Hauptrolle verfilmt.

Im Film "Ice Age 2 - Jetzt taut's" wird dieses Ereignis in die Handlung des Films eingebaut.
Vor zwei Jahren bestieg ich den Beacon Rock. Heute sollten wir nur im Morgengrauen daran vorbeifahren, denn sehr viel weiter entfernte Sehenswürdigkeiten harrten unserer.
Zwischen Mt. Hood und Mt. Adams fuhren wir durch die Schlucht des mächtigen Columbia River, verliessen die Schlucht, um einen grossen Bogen des Flusses abzuschneiden und überquerten den Columbia zwischen Ellensburg und Ephrata ein letztes Mal. Unser Ziel war Coulee City. Die Stadt ist ein kleines Nest mit weniger als 600 Einwohnern und existiert erst seit 1907. Bedeutsam wurde der Ort erst durch den Grand Coulee Dam.
In der Mittagshitze kommen wir an. Über 25°C ist für Mitte Mai in dieser Gegend schon ganz schön warm. Wir wussten nicht, dass wir uns 24 Stunden später bereits in die Hitze zurücksehnen sollten, aber dazu später mehr.

© Ulrich Mattheus, 2019
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 18.05.2016
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 23.05.2016
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Ulrich Mattheus berichtet seit 10 Monaten auf umdiewelt.
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