Coulee, Cataldo & Caldera

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2016  |  von Ulrich Mattheus

Grand Teton Nationalpark

Abreisetag aus Yellowstone
In der Nacht vor unserer Abreise aus dem Yellowstone Nationalpark hatte es stark geschneit. Die Strassen waren teils überfroren und es war kein Zuckerschlecken, da herauszukommen. Nach Süden sollte es gehen, in den Grand Tetons Nationalpark.

Abreisetag aus Yellowstone
In der Nacht vor unserer Abreise aus dem Yellowstone Nationalpark hatte es stark geschneit. Die Strassen waren teils überfroren und es war kein Zuckerschlecken, da herauszukommen. Nach Süden sollte es gehen, in den Grand Tetons Nationalpark.

Die Nacht war lausig kalt und am frühen Morgen kam der Schock: selbst die niedrigeren Berge um uns herum waren zugeschneit! Wir verliessen unsere Hütte kurz nach 6 Uhr und fuhren Richtung Süden. Zunächst mussten wir über einen niedrigen Pass und schon beim Anstieg zur Passhöhe lag Schnee auf der Strasse. Nach dem Pass erlebten wir eine Überraschung: es lag kein Schnee auf der Strasse, sondern ein dicker Eispanzer! Eine Stunde fuhren wir teilweise im Schritttempo, bis die Strasse allmählich besser wurde. Es wehte ein eisiger Wind und zwischen Graupelschauern kam immer wieder die Sonne heraus. Am Südausgang des Yellowstone Nationalparks war dann sogar die Strasse trocken.

Grand Tetons in the mist
Der Grand Teton National Park ist benannt nach dem höchsten Berg der Region, dem 4199 Meter hohen Grand Teton Die Namensgeber waren französische Trapper im 19. Jahrhundert. Sie gaben den drei höchsten Bergen den Namen "les trois tétons" (die drei Brustwarzen), der später einfach nur anglisiert wurde. Der Grand Teton steigt von Jackson Hole abrupt 2100 Meter auf, fast 260 Meter mehr als der zweithöchste Berg der Region, Mt. Owen.

Grand Tetons in the mist
Der Grand Teton National Park ist benannt nach dem höchsten Berg der Region, dem 4199 Meter hohen Grand Teton Die Namensgeber waren französische Trapper im 19. Jahrhundert. Sie gaben den drei höchsten Bergen den Namen "les trois tétons" (die drei Brustwarzen), der später einfach nur anglisiert wurde. Der Grand Teton steigt von Jackson Hole abrupt 2100 Meter auf, fast 260 Meter mehr als der zweithöchste Berg der Region, Mt. Owen.

Erster Halt nach Yellowstone war Signal Hill, den wir auf einer 6 Meilen langen Wanderung erklommen. Auf den oberen Abschnitten des Weges lichtete sich der Wald ab und zu und gab phänomenale Aussichten auf die Kette der Grand Tetons frei. Im lichten Gelände stolperten wir auch fast über ein Kragenhuhn (Ruffed Grouse). Wir schafften es ohne weiteres bis auf den Gipfel und machten dort im Aprilwetter ein ausgiebiges Picknick. Wir genossen wärmende Sonne, froren im Wind und hofften in einem Graupelschauer auf Besserung.

Rocky Mountains at their best
Der Grand Teton Nationalpark beherbergt neben den imposanten Bergen auch zahlreiche Seen und hier unten im Tal fliesst der Snake River. Obwohl dies die Ostseite der Rocky Mountains ist, findet der Snake River weiter im Süden noch seinen Weg nach Westen, wo er, an der Grenze der Bundesstaaten Idaho und Washington, in den grossen Columbia River mündet.

Rocky Mountains at their best
Der Grand Teton Nationalpark beherbergt neben den imposanten Bergen auch zahlreiche Seen und hier unten im Tal fliesst der Snake River. Obwohl dies die Ostseite der Rocky Mountains ist, findet der Snake River weiter im Süden noch seinen Weg nach Westen, wo er, an der Grenze der Bundesstaaten Idaho und Washington, in den grossen Columbia River mündet.

Die Nordwestecke von Wyoming, das Greater Yellowstone Ecosystem, liessen wir hinter uns und nachdem wir im südlichen Teil des Yellowstone Nationalparks die kontinentale Wasserscheide überquerten, fuhren wir nun entlang des Snake Rivers zunächst nach Süden und dann nach Westen. Das südliche Idaho war unser Ziel, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

64-km-Panorama
Südlich des Yellowstone Nationalparks befindet sich die imposante, 64km lange Kette der Grand Tetons. Sie gehört zum Greater Yellowstone Ecosystem. Man muss sich mal vorstellen, wie gross das Greater Yellowstone Ecosystem ist, das ausser Yellowstone und Grand Teton den John D. Rockefeller Jr. Memorial Parkway und die angrenzenden National Forests beinhaltet. Es ist so gross wie Bayern und das Saarland zusammen, oder so gross wie Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt ZUSAMMEN.

64-km-Panorama
Südlich des Yellowstone Nationalparks befindet sich die imposante, 64km lange Kette der Grand Tetons. Sie gehört zum Greater Yellowstone Ecosystem. Man muss sich mal vorstellen, wie gross das Greater Yellowstone Ecosystem ist, das ausser Yellowstone und Grand Teton den John D. Rockefeller Jr. Memorial Parkway und die angrenzenden National Forests beinhaltet. Es ist so gross wie Bayern und das Saarland zusammen, oder so gross wie Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt ZUSAMMEN.

© Ulrich Mattheus, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
"Hä?", werden sich die meisten da fragen. Hinter diesen Begriffen stehen eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zu einem Supervulkan. Von Portland/Oregon nach Moose/Wyoming im Grand Teton Nationalpark, sind es 1635 km. Unterwegs begegneten uns technische Meisterleistungen, geschichtsträchtige Orte und am Ende erwanderten wir die Caldera des ältesten Nationalparks der Welt.
Details:
Aufbruch: 18.05.2016
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 23.05.2016
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Ulrich Mattheus berichtet seit 9 Wochen auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (1/1):
Blula 1550827523000
Lieber U­LI;­
Ich freue mich sehr, dass Du diesen er­stklas­si­gen Rei­se­bericht nun auch hier in diesem Forum verö­ffent­licht hast. Ja, ich kenne ihn bereits aus der GEO-RC, die nun leider ihre Pforten gesch­los­sen hat, aber ich habe ihn gerade noch einmal mit Freuden ge­lesen.
Du vers­tehst es einfach auch in diesem Bericht, Deinen Lesern Dein im­men­ses geo­lo­gisches Wissen auf vers­tändliche Weise näher­zub­rin­gen. Was man nir­gen­dwo sonst so einfach nach­le­sen könnte, erfährt man bei Dir aus erster Hand und dazu auch leicht vers­tändlich. Danke dafür.
LG Ursula