Coulee, Cataldo & Caldera

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2016  |  von Ulrich Mattheus

Beyond the reach of human art

Paradigmenwechsel
Bevor Maler Thomas Moran und Fotograf William Henry Jackson 1871 die Gegend erkundeten, wurde Yellowstone als unwirtlicher Ort mit höllischen Geysiren und einem ekelhaften Gestank angesehen. Nach Beendigung der Arbeiten - besonders der Bilder Thomas Morans - wurde das Gebiet als besonders schützenswert eingestuft und die Vermarktung als "Wunderland" begann.

Paradigmenwechsel
Bevor Maler Thomas Moran und Fotograf William Henry Jackson 1871 die Gegend erkundeten, wurde Yellowstone als unwirtlicher Ort mit höllischen Geysiren und einem ekelhaften Gestank angesehen. Nach Beendigung der Arbeiten - besonders der Bilder Thomas Morans - wurde das Gebiet als besonders schützenswert eingestuft und die Vermarktung als "Wunderland" begann.

Eine der spektakulärsten Ansichten des Yellowstone Nationalparks ist der Grand Canyon des Yellowstone River. Der Canyon ist 35km lang, bis zu 1300m breit und bis zu 400m tief. Charles Cook erforschte das Gebiet im Jahr 1869 und ihm wird die Entdeckung des Canyons zugeschrieben. Er beschrieb die Situation später so: "Ich sass dort in vollkommenen Erstaunen, während meine Begleiter nach und nach ankamen. Es schien mir, dass 5 Minuten vergingen, bevor einer sprach."
Der Canyon unterhalb der beiden Wasserfälle war vor seiner Entstehung ein Geyser Basin. Es wird angenommen, dass gegen Ende der letzten Vergletscherung Eisdämme brachen und damit ähnlich katastrophale Überflutungen auslösten wie die Überflutung des Columbia River Valley durch den abfliessenden Lake Missoula. Der Canyon dürfte somit geologisch ausserordentlich jung sein.

Sprachlosigkeit

Sprachlosigkeit

Bevor der Maler Thomas Moran im Yellowstone-Gebiet war, war die Meinung vorherrschend, die Gegend sei ein unwirtlicher, wilder Ort mit höllischen und stinkenden Geysiren. 1871 hatten Thomas Moran und der Fotograf William Henry Jackson an einer ersten Bestandsaufnahme der Region mitgewirkt. Zwei Wochen lang füllte Moran einen Zeichenblock mit den eindrucksvollsten Aussichten. Das Ergebnis der Expedition - Jackson's Fotos und Moran's Gemälde - wurden im Herbst dem Kongress vorgelegt und im darauffolgenden Frühjahr wurde mit dem Yellowstone Nationalpark der erste Nationalpark der Welt gegründet. Als im April Thomas Moran eine seiner Skizzen in ein 4x3 Meter grosses Gemälde transformierte, war die Öffentlichkeit ergriffen vom "goldübersäten Tal und den schäumenden Wasserfällen des Grand Canyon des Yellowstone".

Im März 1872 machte die amerikanische Legislative das Yellowstone-Gebiet offiziell zum ersten Nationalpark der Welt. Bis April desselben Jahres hatte der Maler Thomas Moran einige seiner vor Ort angefertigten Skizzen in ein 4x3 Meter grosses Gemälde transformiert. Das goldgesprenkelte Tal und der aufschäumende Wasserfall des "Grand Canyon des Yellowstone" ergriff die Öffentlichkeit. "Die Szenerie ist zu gross und zu wundervoll, um sie in Worte zu fassen", erklärten Kuratoren im August des Jahres, "und kein Mensch kann jemals dieses Wunder nach Skizzen oder Fotografien in Schwarz und Weiss beurteilen."

Im März 1872 machte die amerikanische Legislative das Yellowstone-Gebiet offiziell zum ersten Nationalpark der Welt. Bis April desselben Jahres hatte der Maler Thomas Moran einige seiner vor Ort angefertigten Skizzen in ein 4x3 Meter grosses Gemälde transformiert. Das goldgesprenkelte Tal und der aufschäumende Wasserfall des "Grand Canyon des Yellowstone" ergriff die Öffentlichkeit. "Die Szenerie ist zu gross und zu wundervoll, um sie in Worte zu fassen", erklärten Kuratoren im August des Jahres, "und kein Mensch kann jemals dieses Wunder nach Skizzen oder Fotografien in Schwarz und Weiss beurteilen."

Im März 1872 machte die amerikanische Legislative das Yellowstone-Gebiet offiziell zum ersten Nationalpark der Welt. Bis April desselben Jahres hatte der Maler Thomas Moran einige seiner vor Ort angefertigten Skizzen in ein 4x3 Meter grosses Gemälde transformiert. Das goldgesprenkelte Tal und der aufschäumende Wasserfall des "Grand Canyon des Yellowstone" ergriff die Öffentlichkeit. "Die Szenerie ist zu gross und zu wundervoll, um sie in Worte zu fassen", erklärten Kuratoren im August des Jahres, "und kein Mensch kann jemals dieses Wunder nach Skizzen oder Fotografien in Schwarz und Weiss beurteilen."

Beyond the reach of human art

Beyond the reach of human art

© Ulrich Mattheus, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
"Hä?", werden sich die meisten da fragen. Hinter diesen Begriffen stehen eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten auf dem Weg zu einem Supervulkan. Von Portland/Oregon nach Moose/Wyoming im Grand Teton Nationalpark, sind es 1635 km. Unterwegs begegneten uns technische Meisterleistungen, geschichtsträchtige Orte und am Ende erwanderten wir die Caldera des ältesten Nationalparks der Welt.
Details:
Aufbruch: 18.05.2016
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 23.05.2016
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Ulrich Mattheus berichtet seit 9 Wochen auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (1/1):
Blula 1550827523000
Lieber U­LI;­
Ich freue mich sehr, dass Du diesen er­stklas­si­gen Rei­se­bericht nun auch hier in diesem Forum verö­ffent­licht hast. Ja, ich kenne ihn bereits aus der GEO-RC, die nun leider ihre Pforten gesch­los­sen hat, aber ich habe ihn gerade noch einmal mit Freuden ge­lesen.
Du vers­tehst es einfach auch in diesem Bericht, Deinen Lesern Dein im­men­ses geo­lo­gisches Wissen auf vers­tändliche Weise näher­zub­rin­gen. Was man nir­gen­dwo sonst so einfach nach­le­sen könnte, erfährt man bei Dir aus erster Hand und dazu auch leicht vers­tändlich. Danke dafür.
LG Ursula