Kalifornien

USA-Reisebericht  |  Reisezeit: September 2019  |  von Uwe H

Yosemite

Das nächste Ziel ist der Yosemite Nationalpark. Vom Osten fährt man dabei über den Tioga Pass, der nur von Juni bis September sicher offen ist. Einen ersten Stopp lege ich am Ellery Lake ein. Es herrscht starker Wind und Wellengang bei etwa 5°C. Das ist mir dann doch zu ungemütlich für einen Paddelausflug. Der Parkeingang befindet sich direkt an der Passhöhe auf 3031 m. Einen längeren Aufenthalt lege ich bei der Hochebene Tuolumne Meadows ein. Hier mache ich eine Rundwanderung zunächst zum Dog Lake am Lembert Dome vorbei und dann noch ein Stück entlang des Tuolumne River in Höhenlagen von 2300 .. 2700 m.

Am Tenaya Lake lege ich eine weitere Pause ein. Der See hat mehrere schöne Strände und die mit den Fingern geprüfte Wassertemperatur kommt mir wärmer als die Lufttemperatur von etwa 13° vor. Aber auch hier weht ein scharfer Wind.

Am Aussichtspunkt Olmsted Point gibt es einen guten Ausblick in das Yosemite Valley hinein. Schon gegen 16:00 bin ich bei meinem nächsten Quartier, der Yosemite Westgate Lodge. Das passt gut, denn ich muss mal Wäsche waschen. Die Waschmaschinen verrichten ihre Arbeit problemlos und ziemlich flott. So kann ich nochmal in den Ort Groveland hinein fahren, wo ich mir einen "Swiss Burger" mit Champignons gönne und anschließend noch etwas einkaufe für die nächsten Tage.

Am nächsten Morgen geht es in das Yosemite Valley. Das ist der meistbesuchte Teil des Nationalparks. Die Park-Broschüre warnt schon vor je 2..3 Stunden Wartezeit bei Einfahrt und Ausfahrt. Deshalb stehe ich zeitig auf und mache mich schon 7:00 auf den Weg. Am Parkeingang ist niemand zu sehen. Man kann einfach durchfahren, bei der Ausfahrt wird ja sowieso wieder kontrolliert. So komme ich nach der planmäßigen einen Stunde Fahrzeit auf dem großen Besucherparkplatz am Yosemite Village an. Der ist immerhin schon knapp halb voll. Auf dem Rundweg durch das Tal wandere ich zum Tenaya Canyon und dann bis zum Mirror Lake in den Canyon hinein. Vom See selbst ist um diese Jahreszeit allerdings nur ein spärlicher Rest vorhanden. Dafür ist der Wanderweg sehr schön, mir begegnen viel mehr Eichhörnchen als andere Wanderer.

Beim Rückweg aus dem Canyon auf der anderen Talseite ist das schon anders. Am Ausgang des Canyons nehme ich den kostenlosen Shuttlebus zum Besucherzentrum. Hier esse ich erst mal eine Kleinigkeit und schaue mir dann die Ausstellung an. Anschließend gehe ich zu den Lower Yosemite Falls. Hier ist viel Betrieb, weil die Fälle über einen breiten befestigten Weg erreichbar sind.

Mit dem Shuttlebus lasse ich mich dann zum Trailhead des Weges zum Vernal Fall bringen. Der Weg ist nur etwa 2,5 km lang, geht aber steil in die Höhe. Jetzt am frühen Nachmittag ist der Weg gut besucht. Am Vernal Fall kehre ich um. Nach der Rückkehr nehme ich den diesmal überfüllten Shuttlebus zum Parkplatz. Es ist jetzt gegen 15:20 und mit Blick auf den möglichen "Abendstau" trete ich den Rückweg an. An dem Monolithen El Captain halte ich noch kurz für ein Foto.

Ansonsten komme ich aber gut voran und muss auch auf dem Rückweg nirgends "anstehen". Zum Abend gönne ich mir ein Dinner (Lachssteak) im Buck Meadows Restaurant neben der Lodge.

Am nächsten Tag gibt es ein Kontrastprogramm zum Trubel im Yosemite Valley. Ich fahre an den nahen Don Pedro Lake. An der Moccasin Marina kann man nahe am Wasser parken. Der See ist angestaut im Canyon des Tuolumne River.

Nach einer ausgiebigen Paddeltour in viele der Seitentäler packe ich wieder zusammen. Ich fahre weiter nach Jamestown und dort zum "Railtown 1897 State Historic Park". Hier ist das zentrale Bahnbetriebswerk der Sierra Railways erhalten. Im große Ringlokschuppen sind drei Dampfloks aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu bewundern, außerdem Railcars, Draisinen und die sehr gut ausgestattete Werkstatt.
Anschließend mache ich noch einen Stadtbummel in Jamestown, wo man die Goldgräberzeit noch nachempfinden kann.

© Uwe H, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Diese Reise führt als Rundtour erst an der Küste nördlich von San Francisco entlang. Im weiten Bogen geht es dann zum Lake Tahoe an der Grenze zu Nevada und durch die Nationalparks Yosemite, Kings Canyon und Sequoia. Die Pazifikküste wird bei Monterey südlich von San Francisco wieder erreicht.
Details:
Aufbruch: 16.09.2019
Dauer: 14 Tage
Heimkehr: 29.09.2019
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Uwe H berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.