Die Berge Patagoniens, Feuerland, und die Osterinsel

Argentinien-Reisebericht  |  Reisezeit: Dezember 2019 - Januar 2020  |  von Konstanze G.

Torres del Paine: Mirador Base las Torres

Dieser Trek ist nichts für Weicheier, Mittel ist auch nicht die richtige Bezeichnung. Hier handelt es sich um Bergsteigen. Lieblich in schöner Natur wandern rund um einen schönen Gletscher See vorbei an Guanacos wäre der richtige Trek gewesen, Patagonien ist jedoch gross und so wird sich diese Möglichkeit doch noch ergeben. Ebenfalls ist auf dem Berg nichts zu sehen ausser die drei Türme und ein See inmitten von Steinen. Hat mir überhaupt nicht gefallen. Darüber hatte ich auch einem deutsch-sprachigen Chilenen sofort informiert, der arme Kerl war regelrecht schockiert über "gefällt mir überhaupt nicht". Alle anderen Wanderer haben mich etmutigt den steilen Berg in der Steinwüste hinauf zu steigen. Meine Höhenangst hatte ich auch nicht einkalkuliert, also blieb nur noch vorwärts nachdem ich mich über den Wahnsinn, Trekken zu wollen in einem der höchsten Gebirge der Welt, ausgerechnet den Anden, geärgert hatte.

Schwierigkeit:
mittel

Strecke:
19,8 km 

Aufstieg:
1191 hm 

Abstieg;
1190 hm 

Das sind die technischen Fakten.

Völkerwanderung zum Berg. Überall Trekker und Gruppen
Nachdem mich Portugiesen beruhigt hatten, "you can do it" ist es nun an einem selber die Realität zu entdecken.

Mit wandern hat das hier meiner Meinung nach nichts zu tun. Der Trek ist extrem und Mittel ist nicht die richtige Bezeichnung. Der letzte Kilometer ist der Wahnsinn, man muss über Steingeröll und Steinbrocken laufen etc, alles lose natürlich, Wind, Regentropfen, Steinbrocken etc, Höhenangst. Eine Tortur. Lieber wäre ich schallalalala an einem Guanaco auf einem grünen Hügel vorbei gewandert. Aber sowas weiss man ja nicht vorher.

Vom Hotel / Refugio Las Torres folgend der Markierung wird eine Hängebrücke aus Holz überquert. Hier teilt sich der Weg: Links geht es entlang des Lago Nordenskjöld zum Grey Gletscher. Für diese Wanderung wird allerdings der rechte Weg genutzt.

Ab nun geht es kontinuierlich bergauf in Serpentinen. Bei einer Höhe über NN von ca. 400 m geht es für ca. 1 km leicht bergab zum Campamento Chileno (Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit sowie Zeltplatz) [1 - 1,5h].

Den Rio Silencio zuerst rechter Hand, später linker Hand folgend, geht es leicht bergauf [ca. 1 h], bis der Campamento Torres erreicht wird.

Nun beginnt der teilweise sehr steile Aufstieg zuerst durch Wald, später auf Sandboden und am Ende auf Geröll zum Mirador de Las Torres (0,45 h).

Der Rückweg ist der gleiche wie der Hinweg.  

Hier ist es noch ganz beschaulich

Hier ist es noch ganz beschaulich

Und das ist dann leider alles was man oben sieht. Ich war enttäuscht.

Und das ist dann leider alles was man oben sieht. Ich war enttäuscht.

© Konstanze G., 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Berge & Meer Patagonien und die Osterinseln
Details:
Aufbruch: 08.12.2019
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 04.01.2020
Reiseziele: Argentinien
Chile
Der Autor
 
Konstanze G. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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