Inca Jungle Trail – der aufregenste Weg nach Machu Picchu

Peru-Reisebericht  |  Reisezeit: Mai 2018  |  von Laura Schneider

Eine Frage die vielen Perureisenden unter den Nägeln brennt: Was ist die beste Tour nach Machu Picchu? Viele Wege führen nach Machu Picchu. Möchtest du wissen warum für uns der Inca Jungle Trail die beste Wahl war?

Inka Jungle Trail nach Machu Picchu

Die erste Entscheidung die wir bei der Planung der Machu Picchu Besichtigung treffen mussten war: Möchten wir per Zug oder Bus nach Machu Picchu? Oder ein Machu Picchu Trekking? Einstimmig entschieden wir uns für die Wanderung. Doch welches Trekking ist das Beste für uns?
Diese Entscheidung war nun nicht mehr so einfach. Da alle Eintritte für den Inka Trail schon ausverkauft waren, viel diese Option schon mal aus. Auf dem 4 oder 5-taegigen Salkantay-Trek passiert man wunderschöne Landschaften, ist mitten in der Natur...aber eine Wanderung auf fast 5000m erschien uns zu herausfordernd. Dann entdeckten wir den Inka Jungle Trail. Dieser bietet eine Wanderung in niedrigerer Höhe und zudem gibt es noch aufregende Aktivitäten wie Mountainbiking, River-Rafting und Zip-lining. Das schien uns eine abwechslungsreiche und spaßige Alternative zu sein. So buchten wir den Inka Jungle Trek bei Ayni Peru Tours.

Am Vorabend der Tour kam der Guide Flavio zu uns ins Hostel und ging mit uns alle Details des Trekkings durch. So waren wir schon perfekt vorbereitet und konnte alle Fragen loswerden, die sich bei den letzten Vorbereitungen aufgetan hatten.
Tag 1 – Mountianbiking und River Rafting
Ein Mini-van holte uns morgens von unserem Hostel ab. Als alle Teilnehmer eingesammelt waren, wurden wir nochmal von unserem Guide Flavio begrüßt und der Bus machte sich auf den Weg nach Ollantaytambo. Wir hielten an einem Restaurant, wo wir die Toiletten benutzen konnten und wer wollte hatte hier noch die Gelegenheit sich ein Frühstück einzukaufen. Dann schlängelte sich der Bus noch ca 1 Stunde den Weg hinauf auf den Abra Malaga Pass, dem höchsten Punkt der Tour auf 4316m. Wir genossen die Aussicht, während unsere Mountainbikes startklar gemacht worden sind. Flavio teilte Helme und Knieschoner aus und gab uns noch ein paar Sicherheitsinstruktionen. Dann konnte das erste Abenteuer losgehen.

3000 Höhenmeter, 53km schafften wir in nur 2 Stunden! Während der Fahrt änderte sich zusehends die Vegetation und das Klima wurde milder. Da wir ein paar Flüsse überqueren mussten, deren Flussbett über der Straße verlief, wurden wir etwas nass – eine angenehme Abkühlung.

Nach dem Mountainbiken sammelte uns der Mini-van wieder ein und brachte uns zur Lodge. Hier wartete bereits das Mittagessen auf uns. Wir hatten auch schon großen Hunger.
Wer wollte konnte am Nachmittag am River-Rafting teilnehmen. Wir wollten uns das natürlich nicht entgehen lassen. Es war ein riesiger Spaß! Nur ein Tipp – ordentlich Insektenabwehrspray auftragen...viele waren danach ganz verstochen.

Dann genossen wir das Abendessensbuffet und saßen später noch mit den anderen Teilnehmern zusammen in der gemütlichen Lodge, lernten uns besser kennen und ließen die Abenteuer des ersten Tages Revue passieren.
Insgesamt waren wir 10 Teilnehmer – eine angenehme Gruppengröße!
Tag 2 – Wandertag
Die Sonne versteckte sich heute morgen noch hinter den Wolken. Nachdem Frühstück begannen wir die 17km lange Wanderung. Das erste Stück war recht flach. Auf dem Weg pflückte Flavio viele verschiedene Früchte von den Bäumen und lies uns diese lokalen Köstlichkeiten probieren. Wir trafen auch ein paar Einheimische unterwegs, die auf ihren Plantagen arbeiteten. Auch diese luden uns großzügig dazu ein, ihre Produkte zu probieren. Dann wurde der Weg langsam anstrengender und es ging gut bergauf. In diesem tropischen Klima kamen wir gut ins Schwitzen.
Bei einer Pause wurden wir zu einer Chicha morada eingeladen – ein typisches Getränk, hergestellt aus roten Mais, Limette, Zimt und Nelke. Wir genossen jeden Tropfen davon.

Dann ging es weiter bergauf und die Sicht auf das Flusstal wurde immer spektakulärer. Nach einem kurzem Abstieg, gab es Mittagessen und dann liefen wir noch ca 2 Stunden weiter, überquerten einen Fluss in einer abenteuerlichen Seilbahnkonstruktion, bis wir an den heißen Quellen von Santa Teresa ankamen. Unsere schmerzenden Muskeln entspannten sich in den heißen Pools und ließen uns schnell die Anstrengungen der Wanderung vergessen.

In der Lodge gab es Abendessen und danach genossen wir noch ein paar leckere Cocktails in der Bar und spielten Tischfußball.
Tag 3 – Let's zip-line
Nachdem Frühstück wartete der Zip-line Park auf uns! Es gab mehrere lange Stahlseile an denen hängend wir über Baumspitzen und Flüsse sausten. Es war ein aufregendes Erlebnis mit einzigartigen Blicken auf die Umgebung. Außerdem gab es noch eine Hängebrücke. Danach brachte uns ein Bus nach Hidroelectrica, wo wir Flavio und den Rest der Gruppe wiedertrafen, die lieber wandern als zip-linen wollten. Bei einem Mittagessen stärkten wir uns für den letzten Teil der Wanderung. Entlang der Bahngleise liefen wir ca 8 km nach Aguas Calientes. Angekommen im Hostel genossen wir die heiße Dusche. Dann führte Flavio unsere Gruppe zum Abendessen in ein Restaurant aus. Es war ein köstliches Essen mit Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise.
Gut gesättigt und todmüde fielen wir dann in unseren Betten
Tag 4 – das Highlight: Machu Picchu
Heute ging es sehr früh los. Es war noch dunkel als wir uns um 4:30 Uhr auf den Weg machten, die 1500 Treppenstufen bis zum Eingang nach Machu Picchu zu erklimmen.
Dort erwartete uns schon Flavio, um uns auf eine 2-stuendige Tour in die Vergangenheit durch die Zitadelle Machu Picchu mitzunehmen. Er zeigte uns die wichtigsten Orte wie die Sonnenuhr, den Tempel der 3 Fenster...
Dann löste sich unsere Gruppe leider auf. Wir hatten in den letzten Tage ein paar gute neue Freunde gewonnen, die wir vielleicht auf unserer nächsten Reise besuchen.
Wir hatten nun noch Zeit die Ruinen auf eigene Faust zu erforschen. Wir liefen hinauf zum Sonnentor, um ein klassisches Machu Picchu Foto zu machen und mit ein paar Alpakas zu posieren.
Abends um 18:20 Uhr ging unser Zug zurück nach Ollantaytambo und dann mit dem Bus weiter nach Cusco. Müde und glücklich kamen wir dort gegen 22 Uhr an.
War der Inka Jungle Trail nun wirklich die beste Wahl für uns?
Diese Frage können wir definitiv mit “Ja” beantworten.
Es war mit Anstand der spannendste und abwechslungsreichste Trek, den ich gemacht habe. Wir haben tolle Landschaften gesehen, Obst direkt vom Baum gegessen, die Natur genossen, angenehme Unterkünfte gehabt, lecker gegessen und gute Freunde gemacht.
Wer meint diese Tour sei nur was für junge Leute liegt falsch. Auch die älteren Teilnehmer in unserer Gruppe kamen voll auf ihre Kosten. Da die Übernachtungen in Lodges sind, ist es auch für weniger Outdoorerprobte geeignet und man muss keinen Schlafsack mitschleppen.
Falls ihr euch für den Inka Jungle Trek interessiert kann ich euch Ayni Peru Tours sehr empfehlen. Der¨Preis und die Leistung stimmt. Sie sorgen sich um alles.

Seilbahnkonstruktion von Einheimischen zur FLussueberquerung

Seilbahnkonstruktion von Einheimischen zur FLussueberquerung

Atemberaubender Bilck auf das Tal

Atemberaubender Bilck auf das Tal

Fruechte direkt vom Baum

Fruechte direkt vom Baum

© Laura Schneider, 2018
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 24.05.2018
Dauer: 4 Tage
Heimkehr: 27.05.2018
Reiseziele: Peru
Der Autor
 
Laura Schneider berichtet seit 4 Monaten auf umdiewelt.