Irland

Großbritannien-Reisebericht  |  Reisezeit: August / September 2018  |  von Gerd Dorn

Giants Causeway

Nördlich von Londonderry passiert man dann die Grenze nach Nordirland und befindet sich in Großbritannien. Ich hab das gar nicht mitbekommen und erst daran bemerkt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Meilen pro Stunde angegeben wurden und auf Reklametafeln das britische Pfundzeichen auftauchte. Hab dann nochmal bei Google geschaut, es befindet sich tatsächlich nur ein klitzekleines Schild "Welcome in Northern Irland" an der Straße, dass man leicht übersieht.
Von der Grenze ist es noch insgesamt eine knappe Autostunde auf der A37 bis Coleraine und dann auf der gut ausgeschilderten Abzweigung nach Bushmills zu fahren. Man kann auf den offiziellen Parkplatz des Giants Causeway fahren, muss dann aber 12 Pfund pro Person (nicht etwa pro Auto) berappen. Wucher! Wenige Meter entfernt befindet sich allerdings ein privater Parkplatz an der ehemaligen Eisenbahnstation. Hier kostet es nur 6 Pfund pro Auto. Immer noch viel, aber schon eine deutliche Ersparnis. Viele bezahlten gar nichts und parkten recht abenteuerlich am Straßenrand der schmalen Zufahrt. Ich entschied mich dagegen. Im Urlaub kann man einen Crash oder ein Abschleppen so überhaupt nicht gebrauchen.

Der Besuch des Causeway ist kostenfrei, selbst am späten Nachmittag war noch ein ziemlicher Andrang. Man reiht sich in die Menschenschar ein und begibt sich gemeinsam auf den Weg.
Der gut ausgebaute Weg (auch für Rollstuhlfahrer geeignet) folgt einer Bucht, bis man dann am eigentlichen Ziel ankommt.
Von der Küste bis ins Meer ragen sechseckige Basaltsäulen aus der Erde. In der Höhe sind sie abgestuft, das Farbspektrum reicht von rötlichbraun bis tiefschwarz. Die Form der Steine entsteht durch Abkühlung und Schrumpfung von Lava in einem Schlot. Ähnliche Formationen kann man auch am Svartifoss auf Island bewundern, wenngleich dort die Abstufung fehlt und man diese nur schwer erklettern kann.

Durch die Abstufung kann man auf den Säulen auch prima ausruhen

Durch die Abstufung kann man auf den Säulen auch prima ausruhen

Ist schon ein interessantes Naturphänomen, dass man hier bewundern kann und es macht richtig Spaß über diese Säulen zu klettern.

Die weiße Gischt bildet einen wunderbaren Kontrast zu den schwarzen Säulen

Die weiße Gischt bildet einen wunderbaren Kontrast zu den schwarzen Säulen

Wenn man dem Weg weiter folgt, werden die Säulen auch richtig hoch, bis zu 12 Meter! Wir sind dem Weg weiter gegangen bis zu dem Aussichtspunkt, der als Giants Organ bezeichnet wird und sind anschließemd die sogenannten Shepherd's Steps (eine Treppe) hochgelaufen. Jetzt befindet man sich auf einem erhöht verlaufendem Weg und hat noch einmal einen prächtigen Ausblick auf den Causeway.
Hier oben sind auch zahlreiche Bänke, die zum Verweilen einladen und irgendwie waren hier auch kaum noch Menschen. Also setzten wir uns hin und genossen den Ausblick lange und ausgiebig.

In der Nachbetrachtung war der Giants Causewy eigentlich DAS Highlight der gesamten Rundreise. Man kann den Ausflug hier auch noch ausdehnen und noch ein paar weitere Buchten umwandern. Die bizarre Landschaft ist hier einfach zu herrlich. Dieses Ziel sollte bei keinem Irlandtrip fehlen!

Vom Causeway fuhren wir noch etwa 50 km in den beschaulichen Ort Cushendall. Hier hatten wir preiswert eine Unterkunft für zwei Nächte gebucht. Im Ort selbst sind noch einige Pubs und eine preiswerte Pizzeria, in denen man zu Abend essen kann.

© Gerd Dorn, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mietwagenrundreise durch die Grüne Insel
Details:
Aufbruch: 24.08.2018
Dauer: 10 Tage
Heimkehr: 02.09.2018
Reiseziele: Irland
Großbritannien
Der Autor
 
Gerd Dorn berichtet seit 31 Monaten auf umdiewelt.