"Kommen Sie, kommen Sie!", "Schmatz ned so" und "Proszę wódki"

Polen-Reisebericht  |  Reisezeit: August 2019  |  von Martin Mitterer

Krakau

Erste Eindrücke von Kraków

Etwas verschlafen stiegen wir am 21. August aus dem Zug und erhaschten einen ersten Blick auf die frühere Haupt- und Königsstadt Polens. Wobei verspielten Menschen am ehemaligen Hauptbahnhof ein Zeichen sofort ins Auge springt und das Herz höher schlagen lässt: Das Zeichen der Spielzeugfirma LEGO. Denn im ehemaligen Bahnhof aus der Habsburgerzeit befindet sich ein Museum der polnischen Geschichte. Mit Lego-Steinen nachgebaut. Leider hatte ich nicht die Zeit, mir dieses anzusehen. Aber bei meinem nächsten Besuch in Kraków steht es auf dem Programm.

Nach kurzem Gehweg erreichten wir auch schon das Hostel, in dem wir unterkommen wollten. Am Anfang stand gleich ein erster kleinerer Schock, denn die Rezeption befand sich im ersten Stock und es gab keinen Lift. Vielleicht war es aber auch ein Vorgeschmack auf spätere Unterkünfte. Andererseits stammen wir alle aus den Bergen und ein wenig Sport schadet nicht. Zumindest konnten wir unser Gepäck abstellen und uns auf den Weg zum Frühstück in der Altstadt machen. Bei aller anfänglichen Jammerei muss ich aber auf jeden Fall sagen, dass es das beste Hostel war, in dem ich bisher gewesen bin. Denn eine Kochmöglichkeit und einen Gemeinschaftkühlschrank habe ich in dem Hostel, in dem ich in Wien immer bin, nie gefunden. Amüsiert hat mich die Tatsache, dass uns eine der Rezeptionistinnen gebeten hat, mit ihr Englisch und nicht Polnisch zu sprechen.

Das ist doch eine schöne Begrüßung.

Das ist doch eine schöne Begrüßung.

Frühstück im (englischen?) Stil

Noch völlig orientierungslos mussten wir uns auf die Erfahrungen unseres Reiseleiterduos verlassen. Und ich darf sagen: Es hat sich gelohnt. Denn was einem hier als Frühstück geboten wird, davor können sich so einige Lokale in Österreich schamhaft verstecken. Und wir konnten auch gleich unsere ersten - bewusst falsch ausgesprochenen - polnischen Vokabeln lernen. Denn aus dem polnischen "Smacznego!" ("Guten Appetit") machten wir kurzerhand ein "Schmatz ned so!"
Nachdem somit die Lebensgeister fürs erste geweckt waren, starteten wir eine erste kurze Erkundigung Krakóws, bevor wir um 14:00 dann die Zimmer beziehen konnten. Und auch hier gilt: Wer sich abseits der Touristenwege begibt, findet so manches Schmückstück, das man sonst garantiert versäumt hätte. In meinem Fall war es ein Buchgeschäft mit angeschlossendem Cafe, in dem es vor allem englischsprachige Bücher gab. So hatte ich die Gelegenheit, während der Reise meine Englischkenntnisse mit dem Roman "Poland" von James A. Michener aufzufrischen.

© Martin Mitterer, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wie viele andere Länder Europas hat Polen eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie reicht von einem einflussreichen und großen Königreich bis zu Zeiten, in denen Polen überhaupt nicht mehr existierte. Welche bedeutende Rolle hier die katholische Kirche spielte, wurde mir erst während dieser Reise bewusst. Polen ist vor allem auch eines: Ein Land mit freundlichen Menschen und großen Teilen noch unberührter Natur.
Details:
Aufbruch: 20.08.2019
Dauer: 11 Tage
Heimkehr: 30.08.2019
Reiseziele: Polen
Der Autor
 
Martin Mitterer berichtet seit 3 Wochen auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (1/1):
Martin Mitterer [?] 1569498299000
Herz­lich wil­lkom­men. Danke für euer Inte­res­se an meinen Ein­drücken aus Polen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Kom­menta­re hinter­lasst. Ich freue mich auch über An­re­gun­gen und Impulse für spätere Reisen. Denn Polen sieht mich sicher wieder.