"Kommen Sie, kommen Sie!", "Schmatz ned so" und "Proszę wódki"

Polen-Reisebericht  |  Reisezeit: August 2019  |  von Martin Mitterer

Warszawa / Warschau: Polnisches Museum

1000 Jahre Judentum in Polen

In einem groß angelegten Museum der Geschichte der polnischen Juden führte die Tour von den Anfängen des Judentums im Mittelalter, über Schikanen in der Zeit, als sich Österreich, Preußen und Russland Polen untereinander aufteilten, bis in die Gegenwart. Besonders amüsant fand ich, dass ich - leider nur virtuell - meine eigene hebräische Segensmünze prägen konnte. Auch die Entwicklung des Buchdrucks konnte man anhand verschiedener Pressen, die man auch selber benutzen konnte, begreifen.

Innenansicht des Eingangsbereichs des Museums

Innenansicht des Eingangsbereichs des Museums

Virtuelle Segensmünze mit dem hebräischen Wort "Bera(c)h" ("Gesegnet") und meinem Namen in hebräischen Buchstaben

Virtuelle Segensmünze mit dem hebräischen Wort "Bera(c)h" ("Gesegnet") und meinem Namen in hebräischen Buchstaben

In die Altstadt

Nachdem wir doch geschlaucht das Museum verließen, hieß es "Essen fassen". Das Lokal machte einen guten Eindruck, doch die Kellnerin war mit der Bestellung leider komplett überfordert. Mehr als einmal brachte sie das Falsche oder gar nichts. Dabei lässt sich nicht einmal die Entschuldigung finden, dass wir auf Englisch bestellten, und sie uns vielleicht nicht verstand. Denn wir zeigten ihr auf der Karte, was wir wollten. Vielleicht war das einfach nicht ihr Tag.

Im Anschluss erhielten wir eine kurze Altstadtführung, die aber im Gegensatz zu Kraków und Gdańsk immer wieder durch Fahrzeuglärm und Busfahrten unterbrochen wurde. Das allein zeigt schon, dass Warszawa einfach viel größer ist als die beiden anderen Städte. Das ist aber wohl auch der Grund, warum mir Warszawa von den drei Städten am wenigsten gefallen hat.

© Martin Mitterer, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wie viele andere Länder Europas hat Polen eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie reicht von einem einflussreichen und großen Königreich bis zu Zeiten, in denen Polen überhaupt nicht mehr existierte. Welche bedeutende Rolle hier die katholische Kirche spielte, wurde mir erst während dieser Reise bewusst. Polen ist vor allem auch eines: Ein Land mit freundlichen Menschen und großen Teilen noch unberührter Natur.
Details:
Aufbruch: 20.08.2019
Dauer: 11 Tage
Heimkehr: 30.08.2019
Reiseziele: Polen
Der Autor
 
Martin Mitterer berichtet seit 3 Wochen auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (1/1):
Martin Mitterer [?] 1569498299000
Herz­lich wil­lkom­men. Danke für euer Inte­res­se an meinen Ein­drücken aus Polen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Kom­menta­re hinter­lasst. Ich freue mich auch über An­re­gun­gen und Impulse für spätere Reisen. Denn Polen sieht mich sicher wieder.