"Kommen Sie, kommen Sie!", "Schmatz ned so" und "Proszę wódki"

Polen-Reisebericht  |  Reisezeit: August 2019  |  von Martin Mitterer

Gdańsk: Solidarität und Wandel

Solidarność

Auf dem Gebiet der ehemaligen Leninwerft befindet sich das Europäische Zentrum der Solidarität. Hier wird in einem Museum, für dessen Rundgang man etwa drei Stunden veranschlagen muss, über die Geschichte der Solidarność berichtet. So gelangen auch andere Personen, die neben Lech Wałęsa wichtig waren, in den Blick. Zu diesen zählt auch die Kranführerin Anna Walentynowicz, deren Entlassung die Streiks in der Werft erneut anheizte. Der Audioguide, der je nach Position im Museum die passenden Erklärungen abgibt, war einmal etwas anderes. Auch die Rolle der Katholischen Kirche und im speziellen Papst Johannes Pauls II. wurde auch erklärt. Ich glaube inzwischen sogar, dass der Wandel ohne den polnischen Oberhirten nicht so abgelaufen wäre, Manche würden rückblickend sogar sagen, dass die Wahl Karol Wojtyłas zum Papst ein Zeichen für Gottes Wirken und Plan war.

Heute ist die Werft leider nicht mehr in Betrieb.

Eingang zum Europäischen Zentrum der Solidarität

Eingang zum Europäischen Zentrum der Solidarität

Kran, wie ihn Anna Walentynowicz führte

Kran, wie ihn Anna Walentynowicz führte

Ein Altar der besonderen Art

Etwas versteckt hinter einer anderen Kirche findet sich die Brigittenkirche. Sie genießt Kultstatus und war auch in der Zeit des Wandels wichtiger Teil der Solidarność-Bewegung. Denn da öffentliche Versammlungen oft verboten wurden, trafen sich die Teilnehmer in der Kirche. Denn Gottesdienste waren erlaubt.
Heute ist die Kirche vor allem auch für den erst entstehenden Bernsteinaltar bekannt.

Der Bernsteinalter in der Brigittenkirche

Der Bernsteinalter in der Brigittenkirche

© Martin Mitterer, 2019
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wie viele andere Länder Europas hat Polen eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie reicht von einem einflussreichen und großen Königreich bis zu Zeiten, in denen Polen überhaupt nicht mehr existierte. Welche bedeutende Rolle hier die katholische Kirche spielte, wurde mir erst während dieser Reise bewusst. Polen ist vor allem auch eines: Ein Land mit freundlichen Menschen und großen Teilen noch unberührter Natur.
Details:
Aufbruch: 20.08.2019
Dauer: 11 Tage
Heimkehr: 30.08.2019
Reiseziele: Polen
Der Autor
 
Martin Mitterer berichtet seit 3 Wochen auf umdiewelt.
Aus dem Gästebuch (1/1):
Martin Mitterer [?] 1569498299000
Herz­lich wil­lkom­men. Danke für euer Inte­res­se an meinen Ein­drücken aus Polen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Kom­menta­re hinter­lasst. Ich freue mich auch über An­re­gun­gen und Impulse für spätere Reisen. Denn Polen sieht mich sicher wieder.