Die vielleicht schönste Art nach Italien zu reisen

Italien-Reisebericht  |  Reisezeit: Februar / März 2020  |  von Michael Honsel

Rückfahrt über Tirano

Tag 11

Um 9:13 Uhr fuhr unser Highspeed-Zug von Bologna nach Milano. Mit Spitzentempo 300 km/h dauerte diese Fahrt nur etwa eine Stunde. Die Strecke war jetzt wieder frei.

In Milano hatten wir dann zwei Stunden Zeit, bis ein Regionalzug weiter nach Tirano an der Schweizer Grenze fuhr.
Leider war es jetzt nach durchgehend sonnigen Tagen stark am regnen. Der Niederschlag sollte unseren nächsten Tag bereichern. Trotzdem wollten wir die zwei Stunden nicht im Bahnhof warten, sondern sind mal kurz mit der Metro zum Duomo gefahren. Diese Fahrt dauerte etwa 5 Minuten, so dass dieser Abstecher stressfrei möglich war.
So waren wir mal kurz am Dom und in der überdachten Viktor-Emanuel-Passage, einem Nobel-Einkaufszentrum.

Abfahrt nach Milano

Abfahrt nach Milano

Mit Tempo 300 über die Po-Ebene

Mit Tempo 300 über die Po-Ebene

Dom von Mailand

Dom von Mailand

Viktor-Emanuel-Passage

Viktor-Emanuel-Passage

Viktor-Emanuel-Passage, ein Nobel-Einkaufszentrum

Viktor-Emanuel-Passage, ein Nobel-Einkaufszentrum

Prada oder Lidl?

Prada oder Lidl?

Von diesem Regen hier sollten wir am nächsten Tag profitieren

Von diesem Regen hier sollten wir am nächsten Tag profitieren

Weiter ging es dann mit dem Regionalzug nach Tirano, wo wir das Hotel Rooms&Breakfast Tirano für eine Nacht bezogen haben. Wegen Bauarbeiten haben wir ein Upgrade auf eine kleine Suite im Nachbarhaus bekommen, das war echt toll.

Blick aus dem Hotelzimmer in Tirano im Regen, keine Berge zu sehen

Blick aus dem Hotelzimmer in Tirano im Regen, keine Berge zu sehen


Tag 12

Morgens früh sah das Wetter dann schon besser aus.

Ausblick noch einmal aus dem Hotelzimmer jetzt ohne Regen - Für Eisenbahnliebhaber ein Traumausblick (vorne die Schweizer Züge, hinten die italienischen Züge)

Ausblick noch einmal aus dem Hotelzimmer jetzt ohne Regen - Für Eisenbahnliebhaber ein Traumausblick (vorne die Schweizer Züge, hinten die italienischen Züge)

Frühstück bekamen wir wegen den Bauarbeiten aufs Zimmer

Frühstück bekamen wir wegen den Bauarbeiten aufs Zimmer

Die Zeit reichte noch für einen kurzen Spaziergang durch Tirano bei besserem Wetter

Die Zeit reichte noch für einen kurzen Spaziergang durch Tirano bei besserem Wetter

Torre Torelli

Torre Torelli

Adda

Adda

Rechts der Schweizer Bahnhof, links der italienische Bahnhof

Rechts der Schweizer Bahnhof, links der italienische Bahnhof

Dort haben wir übernachtet (die Bauarbeiten waren in einem anderem Gebäude daneben)

Dort haben wir übernachtet (die Bauarbeiten waren in einem anderem Gebäude daneben)


Heute stand wieder eine komplexe Bahnverbindung auf dem Programm. Mal sehen, ob diese Umstiege alle so funktionieren.

Bahnfahren für Fortgeschrittene

Bahnfahren für Fortgeschrittene

Erforderliche Eingaben auf www.bahn.de für diese Verbindung

Erforderliche Eingaben auf www.bahn.de für diese Verbindung

Auf jeden Fall hatten wir ein paar Wochen vor unserer Reise wieder einen günstigen Europa-Sparpreis für diesen langen Bahn-Tag ergattert.

Und so ging es dann um 9 Uhr los.

Der erste von sechs Zügen steht abfahrbereit in Tirano

Der erste von sechs Zügen steht abfahrbereit in Tirano

So ging es wieder auf schönster Strecke durch die Schweizer Alpen. Und jetzt hat sich das schlechte Wetter vom Vortag gelohnt. Denn in den Bergen ist das alles als Schnee heruntergekommen. So hatten wir eine Hinfahrt bei schönstem Sonnenschein und eine Rückfahrt durch teils tiefen Schnee.

Einfahrt in den Kreisviadukt von Brusio

Einfahrt in den Kreisviadukt von Brusio

Ausfahrt aus dem Kreisviadukt von Brusio

Ausfahrt aus dem Kreisviadukt von Brusio

Wir kommen langsam in den Schnee

Wir kommen langsam in den Schnee

Je höher, desto mehr Schnee

Je höher, desto mehr Schnee

Schnee in Alp Grüm

Schnee in Alp Grüm

Er hat zu tun

Er hat zu tun

Eine Schneeräummaschine auf Schienen kommt uns entgegen

Eine Schneeräummaschine auf Schienen kommt uns entgegen

Auf dem Bernina-Pass

Auf dem Bernina-Pass

Die Schweizer hatten alles in Griff und wir haben alle unsere "Anschluss-Gewinnspiele" gewonnen, wobei es in Pontresina sehr knapp war. Mit Kind und viel Gepäck mussten wir in zwei durch leichte Verspätung übrig gebliebenen Minuten durch eine Unterführung zum anderem Bahnsteig. Und die Kombination aus sehr leckerem Essen in Italien und keiner Gepäckbeschränkung wie beim Fliegen war das eine Herausforderung, die wir so gerade geschafft haben.

Von Pontresina nach Samedan war es nur eine ganz kurze Fahrt, bevor es auf die andere schöne Albula-Strecke nach Chur ging. In Samedam waren es auch nur 7 Minuten Umsteigezeit, aber wir waren pünktlich.

Wir fahren im Schnee wieder bergab

Wir fahren im Schnee wieder bergab

Nach dem nächsten Kehrtunnel werden wir bestimmt da unten lang fahren

Nach dem nächsten Kehrtunnel werden wir bestimmt da unten lang fahren

Und da unten sieht man auch schon wieder ein Gleis

Und da unten sieht man auch schon wieder ein Gleis

Der Schnee wird langsam weniger

Der Schnee wird langsam weniger

Eine schöne Brücke "getroffen"

Eine schöne Brücke "getroffen"

Und in Chur hatten wir dann wieder nur 8 Minuten Umsteigezeit, aber das reichte sogar für ganz gemütliches Umsteigen.

Zug Nummer 4 für heute, diesmal die Schweizer Bundesbahn

Zug Nummer 4 für heute, diesmal die Schweizer Bundesbahn

Und pünktlich waren wir in St. Margrethen

Und pünktlich waren wir in St. Margrethen

In St. Margrethen hatten wir 27 Minuten Umsteigezeit und in diesem Bahnhof war nicht viel los, so dass es eher langweilige 27 Minuten Wartezeit waren.

Zug Nummer 5 für heute kündigt sich an

Zug Nummer 5 für heute kündigt sich an

Der nächste Zug sollte uns nach München bringen und das auch auf einer soweit ganz schönen Strecke, nämlich erst einmal am Bodensee entlang, davon ein paar Kilometer durch Österreich und dann einmal quer durch das Allgäu.

Fahrt am Bodensee entlang

Fahrt am Bodensee entlang

In Lindau gab es dann Probleme und wir standen erst einmal eine halbe Stunde auf freier Strecke herum, bevor wir Einfahrt in den Bahnhof von Lindau bekamen, in dem wir auch noch einmal eine ganze Zeit standen.
Aber in München gab es ja 1 Stunde und 9 Minuten Umsteigezeit. Gedacht war diese Zeit für ein Abendessen. Übrig blieb aber nicht mehr so viel Zeit, so dass die Zeit nur noch für ein Take-Away-Abendessen für im Zug Nummer 6 reichte, also nicht weiter schlimm.

Im Zug Nummer 6 für heute

Im Zug Nummer 6 für heute

Die Fahrt von München nach Leipzig war dann unspektakulär im Dunkeln.
Und so kamen wir dann wieder nach Hause. und von Corona sind wir auf dieser Reise auch verschont geblieben.

© Michael Honsel, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Bahnreise auf den "schönsten Schienen" über die Schweiz nach Italien
Details:
Aufbruch: 21.02.2020
Dauer: 11 Tage
Heimkehr: 02.03.2020
Reiseziele: Italien
Schweiz
Der Autor
 
Michael Honsel berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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