So war es damals in Zypern

Zypern-Reisebericht  |  Reisezeit: September 1988  |  von Inge Waehlisch Soltau

Paphos

Im September 1988 flogen wir dann direkt nach Paphos, eine abwechslungsreiche Stadt mit viel Kultur.
Das alte - historische - Paphos liegt auf mehreren Hügeln etwas vom Meer entfernt. Seit den 1980er Jahren entstanden direkt am Meer zahlreiche Hotels und Tavernen.
Unser gebuchtes Hotel "Paphian Bay" war neu gebaut, direkt am Meer gelegen mit eigenem Strandzugang.
Wir erhielten ein schönes Zimmer mit Meerblick in der obersten Etage, aber - ja, es kam ein aber... direkt auf dem Dach waren die Ventilatoren - wahrscheinlich für das ganze Hotel. Es war unerträglich laut, wir waren nicht die einzigen Gäste, die sich bereits nachts beschwerten.
Am nächsten Morgen verlangten wir nach jemanden "in charge". Wir wollten drei Wochen dort bleiben, und man war einsichtig und gab uns ein anderes Zimmer in einem ruhigen Teil des Hotels - sogar noch upgraded...

Die Fundamente der Hafenfestung stammen aus byzanthinischer Zeit, der übrige Bau in seiner heutigen Form geht auf die Türken zurück. Rund um den Hafen in Pathos gibt es viele kleine Restaurants.
Das ehemalige türkisch-zypriotische Viertel mit der alten Markthalle befindet sich in der Oberstadt.

Hafen in Paphos

Hafen in Paphos

Oberhalb des Hafengebiets befindet sich die grösste Sehenswürdigkeit von Paphos : der weitläufige Archaeologiko Parko. Hier wurden zwischen den Grundmauern römischer Villen zahlreiche sehr gut erhaltene, farbige Bodenmosaike freigelegt..
Einige der Mosaike in der "Villa Dionysos" gehören zu den schönsten, die aus der Antike erhalten geblieben sind. Das Haus aus dem 3. Jahrhundert n.Chr. hatte in der Mitte ein Atrium, sowie Wohnräume, Empfangsräume und Bäder..
Viele der gut erhaltenen Mosaike zeigen den Weingott Dionysos, nach dem die Villa benannt wurde.
Das Amphitheater aus der Zeit des Kaisers Augustus fiel im 4. Jahrhundert n.Ch. einem schweren Erdbeben zum Opfer.
Ausserdem sehenswert sind die stattlichen Überreste von mehreren hellenistisch-römischen Grabanlagen, die sogenannten Königsgräber.
Auf einem anderen grösseren archäologischen Gelände sieht man die Paulus-Säule,, an welcher der Apostel Paulus bei seinem Besuch in Paphos laut Apostelgeschichte gegeisselt wurde. Sie steht in den Ruinen einer siebenschiffigen frühchristlichen Basilika, in die hinein die Kreuzritter eine gotische Kirche bauten.
Es gibt natürlich auch noch ein interessantes archäologisches Museum.

Überreste von der Villa des Dionysos

Überreste von der Villa des Dionysos

Mosaike mit Dionysos

Mosaike mit Dionysos

Gut erhaltene Mosaike

Gut erhaltene Mosaike

Von Paphos aus konnte man mit dem Bus bis zur Coral Bay fahren. Damals noch eine idyllische Bucht ohne grössere Bauten. Am Strand hatten wir uns Liegen und einen Sonenschirm gemietet, und das Wasser war ideal zum Schwimmen.
Die Coral Bay war 1987/88 fast noch ein Geheimtipp...

Coral Bay

Coral Bay

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Protaras - Paphos - Nikosia - Im Norden der Republik Zypern - Nord-Zypern sowie Schiffsausflüge nach Israel und Ägypten
Details:
Aufbruch: 02.09.1988
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 30.09.1988
Reiseziele: Zypern
Israel
Ägypten
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 13 Monaten auf umdiewelt.