So war es damals in Zypern

Zypern-Reisebericht  |  Reisezeit: September 1988  |  von Inge Waehlisch Soltau

Verschiedene Ausflüge

Wir hatten uns in Protaras und im nächsten Jahr in Paphos jeweils für ein paar Tage ein Mietauto genommen, um verschiedene Ausflüge zu machen.
Von Protaras aus fuhren wir über Larnaca und Limassol bis nach Polis. Dies war damals noch ein recht ursprünglicher Ort, hierher kamen nur Individualtouristen.
Auf der Fahrt kamen wir an dem sog. bekannten "Aprhodite Felsen "vorbei.
Man bezog sich auf die griechische Mythologie, die besagt, dass an dieser Stelle die griechische Göttin der Schönheit aus dem Meer stieg, und so entstand der Name "Aphrodite Felsen.".
Natürlich suchten wir auch die "Bäder der Aphrodite" auf, und damals waren wir ganz allein dort. Es gab noch keine Verbotsschilder, dass man nicht in dem Teich baden darf. Also nutzten wir die Gelegenheit, um mal kurz ins Wasser zu tauchen, denn natürlich wollten wir "jung und schön" bleiben, wie es seit dem 19. Jahrhundert bereits behauptet wird.

Aphrodite Felsen

Aphrodite Felsen

Es war doch recht weit von Protaras nach Polis, und so übernachteten wir in Polis in einer kleinen traditonellen Unterkunft, wo man am Abend unter einer Weinlaube auch recht gut essen konnte.
Auf dem Rückweg schauten wir uns noch das Kloster Neophytos an. Hier lebte einst der Einsiedler Neophytos, nach dem das im Jahr 1134 erbaute Kloster benannt wurde.
In mehreren Wohnhöhlen lebten zu verschiedenen Zeiten immer wieder Einsiedler, teilweise jahrzehntelang.
Die der Muttergottes gewidmete Basilika in der Klosteranlage entstand im 15. Jahrhundert und enthält wertvolle Ikonen. Es leben hier immer noch einige Mönche, und in der Osterwoche kommen grosse Pilgerscharen hierher, um an den Osterfeierlichkeiten teilzunehmen.
Wir kamen wiederum durch Larnaca, wo wir noch einen Stopp einlegten. Hier befindet sich der zweitwichtigste Hafen. Am Ende der Uferpromenade liegt die Hafenfestung .

Kloster Ayios Neophytos

Kloster Ayios Neophytos

Wir fuhren ins Troodos Gebirge und kamen zunächst nach Pano Platres am Südhang auf 1125 m Höhe gelegen. Die Strassen waren nicht gut ausgeschildert, und so war es gar nicht einfach sich zurechtzufinden, und wir haben uns ein paar Mal verfranzt.
Die zentrale Ortschaft ist Troodos unterhalb des höchsten Berges von Zypern, dem Olympos. Dieser Berg ist 1951 m hoch und ein beliebtes Ausflugsziel im Sommer und im Winter zum Skifahren. Wir konnten den Berg über eine Bergstrasse gut mit dem Auto erreichen. Es war ganz schön kühl da oben, und leider fing es dann auch noch an zu regnen.

Im Troods Gebirge

Im Troods Gebirge

Ausblick vom Troodos Gebirge

Ausblick vom Troodos Gebirge

Ein schöner Ausflug ging zu der Ruinenstadt von Kourion, hoch über dem Meer gelegen. Das alte Kourion wurde im 12. Jahrhundert durch Griechen vom Peleponnes gegründet. Auf dem Ruinenfeld befand sich einst ein mächtiges Stadtkönigreich, berühmt für seine Tempel und Orakel. In der Blütezeit wohnten hier 20.000 Menschen. Die Stadt wurde durch verschiedene Erdbeben und im 7. Jahrhundert n.Chr. durch arabische Angreifer zerstört.
Im Zentrum befand sich eine Akropolis. In einem römischen Bad sieht man zahlreiche schöne Bodenmosaiken. Im Amphitheater fanden bis zu 3500 Menschen Platz. Es gibt auch Fundamente einer frühchristlichen Basilika aus dem 5. Jahrhundert, einer mit 40 mal 60 m gewaltigen Kirche für die ersten christlichen Bischöfe auf der Insel.

Kourion

Kourion

Kourion

Kourion

Amphitheater

Amphitheater

Unbekanntes Kloster

Unbekanntes Kloster

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Protaras - Paphos - Nikosia - Im Norden der Republik Zypern - Nord-Zypern sowie Schiffsausflüge nach Israel und Ägypten
Details:
Aufbruch: 02.09.1988
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 30.09.1988
Reiseziele: Zypern
Israel
Ägypten
Der Autor
 
Inge Waehlisch Soltau berichtet seit 13 Monaten auf umdiewelt.