Ferien in Nord-Holland

28.09.2021  |  von Martin Gädeke

Obwohl die Niederlande unser direkter Nachbar sind, waren viele Menschen aus Deutschland noch nie zuvor dort. Das ist schade, denn vor allem die niederländische Provinz Nord-Holland hat eine atemberaubende Naturlandschaft und allerhand Kultur zu bieten.

Nord-Holland – Urlaub zwischen Windmühlen und Dünen

Nord-Holland erstreckt sich an der Nordsee entlang vom Küstenort Zandvoort mit seinem langen Sandstrand bis Den Helder, der maritimen Stadt am nördlichsten Zipfel der Provinz.

Zahlreiche Städte laden mit ihren romantischen Altstadtkernen zu einer Stadtbesichtigung, einem Museumsbesuch oder einer Shopping-Tour ein. Auch die Stadt der Grachten und Tulpen sowie Hauptstadt der Niederlande, Amsterdam, gehört zu dieser wunderschönen Region. Die Stadt ist von zahlreichen Grachten durchzogen. Historische Gebäude aus dem 16. Jahrhundert verleihen dem Stadtzentrum ein besonderes Flair. Nicht weniger eindrucksvoll präsentieren sich die Grachtenstadt Haarlem und der Ort Alkmaar mit seinem traditionellen Käsemarkt.

Die Region ist prädestiniert für einen erholsamen, naturverbundenen Urlaub. Aber auch Sportbegeisterte kommen auf ihre Kosten. Es gibt zahlreiche Wander- und Radwege sowie Wassersportmöglichkeiten. Gastfreundschaft wird in Nord-Holland großgeschrieben. Deshalb ist die niederländische Provinz vor allem bei Familien sehr beliebt. Auch Hunde sind gern gesehene Gäste. Wer auf der Suche nach einer passenden Unterkunft am Meer ist, sucht einfach nach Ferienhaus Holland am Meer mit Hund. Hier finden sich schöne Ferienhäuser in Sint Maarten, Oudesluis, Callantsoog, Julianadorp, Groote Keeten, Sint Maartenszee, Schoorl und Schagerbrug.

Nord-Holland besteht zu einem großen Teil aus Polder-Landschaften. Typisch für die Niederlande sind zudem die unzähligen Windmühlen, die überall auf kleinen Erhebungen stehen. An der Küste bieten sich den Besuchern weitläufige Dünenlandschaften. In der Gemeinde Bergen befindet sich das artenreiche Landschaftsschutzgebiet „Noordhollands Duinreservaat“, in dem sich Dünen, Seen, Weiden und Wälder abwechseln. Die Schoorlse Duinen zählen zu den schönsten Dünengebieten Nord-Hollands. Sie erstrecken sich bei den Orten Groet und Schoorl.

Bild einer holländischen Windmühle.

Windmühlen wie diese findet man überall in Holland.

Was bietet Nord-Holland zu welcher Jahreszeit?

Die Provinz Nord-Holland ist immer einen Besuch wert. Welche Jahreszeit die beste ist, hängt unter anderem davon ab, ob es sich um einen Erholungsurlaub oder einen Aktivurlaub handelt.

Frühling
Der Frühling in der Provinz Nord-Holland ist zweifellos eine der schönsten Zeiten für einen Urlaub. Ist der Winter vorüber, verwandelt sich die Region in ein duftendes Blütenmeer. In der gesamten Region beginnen ganze Tulpenfelder zu blühen. Die ersten Sonnenstrahlen laden zum Spazieren gehen, Wandern und Radfahren ein.

Sommer
Der Sommer steht für Spiel, Spaß und Wassersport. Allerdings ist es auch jene Zeit, in der die Region am besten besucht ist. Umso wichtiger ist es, das Ferienhaus frühzeitig bei Lekker Naar Zee zu buchen, vor allem dann, wenn es am Meer liegen soll.

Im Sommer spielt sich vieles an den Stränden ab. Es wird relaxed, gebadet und gesurft. Die frische Seeluft hilft, den stressigen Alltag zu vergessen und die freie Zeit zu genießen. Aktive können die Küstenregion auf den schier unendlichen Wander- und Radwegen erkunden. Das Beste dabei ist: Holland verfügt kaum über Steigungen und ist daher perfekt für ausgedehnte, entspannte Radtouren geeignet.

Herbst
Im Herbst erwacht die Nordsee. Sie wird rauer und der Wind stärker. Die Herbstmonate sind die ideale Zeit für richtige Fans der See. Die Orte und Strände werden leerer, Ruhe stellt sich ein. Nach einem langen Spaziergang am Strand gibt es nichts Schöneres, als sich im Ferienhaus am Kaminfeuer aufzuwärmen und eine heiße Schokolade zu trinken.

Winter
Ein Nord-Holland-Urlaub im Winter ist etwas ganz Besonderes. Wer sich zu dieser Jahreszeit im Freien bewegt, sollte vor allem auf eines achten: warme Kleidung! In der Weihnachtszeit finden sich entlang der Küste kleine Weihnachtsmärkte, die zum Verweilen und Aufwärmen einladen. Aber auch zahlreiche Cafés haben in den Wintermonaten geöffnet und bieten warme Speisen und heiße Getränke an. Wenn es in Nord-Holland schneit, verwandelt sich die Region in eine zauberhafte Märchenlandschaft.

Das Wattenmeer – UNESCO-Weltnaturerbe in Nord-Holland

Seit 2009 steht beinahe das gesamte Wattenmeer und damit auch Nord-Holland auf der Liste der Welterben der UNESCO. Das Wattenmeer fasst eine Fläche von zirka 9.000 Quadratkilometern. Bei einer geführten Wattwanderung lassen sich die Besonderheiten des Wattenmeers entdecken. Die Touren haben unterschiedliche Längen. Für den Anfang sollte eine kurze Tour gewählt werden, da das Waten durch halbhohes Wasser und Schlamm recht anstrengend sein kann.

Bei einer Wattwanderung lassen sich neben der reichhaltigen Flora und Fauna des Wattenmeers auch zahlreiche Vögel beobachten. Die Fauna des Wattenmeers besteht natürlich nicht nur aus Vögeln und Fischen. In dem großen Naturschutzgebiet fühlen sich auch viele Säugetiere wie Schweinswale, Kegelrobben und Seehunde wohl.

Bild eines Sonnenuntergangs am Meer in Holland.

IJsselmeer – der größte See der Niederlande

Es gibt viel über die Niederlande zu berichten. Hierbei darf das IJsselmeer nicht vergessen werden. Dabei handelt es sich nicht, wie vielleicht vermutet, um ein Meer. Im Niederländischen bedeutet das Wort Meer „Binnensee“. Das IJsselmeer ist ein durch Eindeichung entstandener Süßwassersee, der aus einem großen Gebiet der früheren Meeresbucht Zuiderzee zwischen Nord-Holland und Friesland besteht.

Der See, bei dem es weder Ebbe noch Flut gibt, ist vor allem bei Kitern und Seglern beliebt. Zwar eignet sich der See auch zum Baden. Die Temperaturen liegen allerdings selbst im Sommer nur bei 16 bis 17 Grad Celsius. Deshalb ist das Schwimmen im IJsselmeer eher etwas für Hartgesottene.

Um den See herum führt ein nahezu ebenerdiger Radweg, der eine entspannte Radtour ermöglicht, vorbei an zahlreichen alten Windmühlen und dem Nationalpark De Weerribben. Für Naturfreunde ist er ein wahres Highlight. Der Nationalpark besteht aus Teichen, Kanälen und Seen und birgt das größte Flachmoor im Nordwesten Europas. Das Gebiet wechselt sich landschaftlich mit Schilfgürteln, Mooren und Wäldern ab. Darüber hinaus findet sich eine besonders artenreiche Tierwelt und eine wunderschöne Natur, die einen Ausflug in den Nationalpark zu einem besonderen Erlebnis werden lässt.

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© Martin Gädeke, 2021
Der Autor
 
Martin Gädeke hat www.umdiewelt.de vor über 20 Jahren gegründet, ist aber nur einer von tausenden Aut­oren - und bei Weitem nicht der Aktivste. Dafür ist er für alles andere auf der Seite zuständig und immer für Dich erreichbar!
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