Frische Kräuter von den Märkten dieser Welt
Während man im typischen Souvenirladen den zehnten Kühlschrankmagneten als Mitbringsel erstehen kann, lockt ein Wochenmarkt mit ganz anderen Momenten, die den Urlauber an seine Reise in ein fremdes Land erinnern lassen. Der Geruch von frisch gemahlenem Kreuzkümmel, ein Händler, der dir lächelnd ein Bündel Koriander hinhält, oder Berge aus getrocknetem Ras el Hanout, die du beispielsweise in Marokko findest – die Märkte dieser Welt zeigen dir, was eine Region oder ein Land ausmacht.
Du siehst, was die Leute kaufen, was sie kochen und worüber sie verhandeln. Ein Gewürzstand in Marrakesch erzählt dir mehr über die marokkanische Küche als jedes Kochbuch. Ein Kräuterstand auf dem Markt in Florenz erklärt dir in fünf Minuten, welche Kräuter in der toskanischen Küche unverzichtbar sind.
Gute Mitbringsel sind deshalb oft frische Kräuter oder Gewürze, die man dann zu Hause weiterverarbeiten oder gleich einsetzen kann. Wer in der eigenen Küche gern experimentiert oder die Gerichte aus dem besuchten Land nachkochen möchte, kann sich ganze Pflanzenbündel mitnehmen, um sie zu trocknen oder zu mahlen. Dafür gibt es praktische Alltagstools wie beispielsweise den Grinder von Mary Janes Growshop. Er eignet sich nicht nur für getrocknete Blüten, sondern auch wunderbar für Rosmarin, Thymian oder Lavendel. Die Gewürze werden präzise und schnell ohne großen Aufwand gemahlen.
Worauf du auf Gewürzmärkten achten solltest
Viele Urlauber laufen staunend an den bunten Gewürzständen vorbei, ohne zu wissen, was sie überhaupt kaufen sollen oder wie sie die Gewürze in der eigenen Küche einsetzen können. Mit ein paar kleinen Tipps werden sie allerdings schnell fündig:
- An den Gewürzen riechen: Mach den „Schnuppertest“. Das ist durchaus üblich, denn auf diese Weise erkennst du gute Qualität.
- Kauf kleine Mengen: Gewürze verlieren irgendwann ihr Aroma, also nimm dir lieber verschiedene Kräuter mit, die du dann zeitnah aufbrauchen kannst.
- Frag nach der Zubereitung: Die meisten Händler können dir erklären, wo und wie man die Gewürze einsetzt und Tipps für die richtigen Rezepte geben.
- Schau nach ganzen Samen oder Blättern: Du kannst sie dir nach deiner Reise besser selbst mahlen, dann halten sie länger.
Mehr als Reiseandenken
Bergkräuter aus Tirol oder Berbere aus Addis Abeba sind Mitbringsel, die nicht nur an die Reise erinnern, sondern die Erinnerungen auch ein Stück weit in den Alltag integrieren.
Übrigens haben viele Kräuter nicht nur einen kulinarischen Nutzen, sondern können auch als Heilkräuter eingesetzt werden. So wirkt Lavendel beispielsweise beruhigend und schlaffördernd, wenn man ihn als Duftsäckchen neben das Kissen legt. Als Tee aufgebrüht hilft er auch gegen innere Unruhe. Mit den Bergkräutern aus den Alpen hat man natürliche Helferlein gegen Erkältungen im Haus. Salbei lindert Halsschmerzen, und Thymian kann festsitzenden Husten lösen.
Ein besonderer Faktor dieser „essbaren Souvenirs“ ist auch die sensorische Zeitreise, die man erlebt, wenn Wochen später der Duft von frisch gemahlenem Kreuzkümmel durch die heimische Küche zieht. Dann fühlt man sich spontan im Geiste zurück in die urige Gasse in der Altstadt oder an die sonnige Hafenpromenade versetzt. Die Verknüpfung von Geschmack, Geruch und Emotionen macht Kräuter deshalb zu ganz besonderen Souvenirs.