München (fast) wie ein Einheimischer

23.12.2019  |  von Martin Gädeke

Wer an Bayern denkt, dem fallen als Erstes häufig Ledahosn (oder wahlweise Dirndl), Maß und Brezn ein. Und das ist auch nicht ganz falsch. München bietet all das, als Metropole unterm Weißwurstäquator jedoch noch viel mehr.

München - die "Weltstadt mit Herz"

Zuallererst sind Reisende in dieser Stadt mehr als Willkommen, ein Gefühl, dass einen bei jedem Besuch begleitet. Gerade auch für junge Leute bietet München sympathische Unterkünfte, die nicht von der Stange und auch halbwegs finanzierbar sind - das eine oder andere Hostel wird so direkt zur Heimat auf Zeit, und so zur perfekten Basis für alle Erkundungen.

Olympiadorf München

Nicht jeder hat das Glück im Olympiadorf unterzukommen. Aber einen Abstecher, um nette Leute kennenzulernen oder einfach nur Street-Art anzusehen, ist es jederzeit wert.

Preiswerte Unterkünfte

Das 4You Hostel ist super zentral gelegen, zwei Minuten vom Hauptbahnhof oder dem Marienplatz entfernt, und eignet sich so auch, um zwischendurch mal kurz eine Pause einzulegen. Die Umwelt (Solaranlagen, nachhaltiges Mobiliar, etc.) liegt den Betreibern am Herzen, was das "4You Hostel" für mich direkt sympathisch macht. Im Preis enthalten sind ein Frühstücksbuffet, ein komfortables Bett und schnelles Internet. Und ein Schließsystem sorgt für die Sicherheit in der noch fremden Stadt.

Im ähnlich zentral gelegenen wombat's CITY HOSTEL bist Du gut aufgehoben, wenn Du andere, vor allem internationale Reisende kennenlernen möchtest. Es ist ein bisschen einfacher als das 4You Hostel.

Eine vermutlich vollständige Übersicht über alle weiteren Hostels in München bietet Dir Expedia.

München von oben

Bevor Du für teures Geld auf den Olympiaturm "steigst", kannst Du die Aussicht bei gutem Wetter fast genausogut vom Olympiaberg (direkt nebenan) oder für 3 Euro vom Kirchturm des Alten Peter genießen. Und vom Monopteros im Englischen Garten geht der Blick zwar nicht über die ganze Stadt, dafür aber frontal auf die wunderschöne Skyline Münchens.

Ausblick vom Olympiaberg München.

Vom Olympiaberg aus kann man prima den Sonnenuntergang genießen und bei gutem Wetter bis zu den Alpen schauen.

Einfach mal ausspannen wie die Müchner

Was wäre eine Stadtbesichtigung ohne eine gehörige Portion Müßiggang? Und gehört nicht auch das Beobachten anderer Leute zum Kennenlernen einer Stadt? Also nichts wie auf ins Vorhölzer Cafe, das Dir eine super Aussicht über die Stadt bietet. Im Kulturdachgarten kannst Du den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen und dazu wahlweise noch einen Kaffee oder direkt ein leckeres Tegernseer trinken.

Herzhaftes

Ich muss leider zugeben, dass ich auch als Münchner wahnsinnig auf die (recht touristischen) alten Biergärten stehe. Aber dass dort auch viele Touristen hingehen, heißt nicht, dass diese urigen Restaurants den Besuch nicht wert sind! Im Augustinerkeller, im Hofbräuhaus oder im Augustiner am Dom bekommst Du alle traditionellen bayerischen Gerichte serviert, egal ob Schweinshaxe oder Kaasspotzn (Käsespätzle). Dazu gibt's ein gescheites Helles - und anders als auf dem Oktoberfest darf man hier auch nur eine Halbe trinken statt der ganzen Maß (=1 Liter).

Das Augustiner am Dom in München

Lecker: das Augustiner am Dom.

Wenn Dir aber die Massen zuviel sind: Herzhaftes bekommst Du auch in der Spezlwirtschaft, ein bisschen weniger touristisch, aber auch ein bisschen weniger traditionsgeladen. Das Bier hier ist aber genauso lecker und rein wie in ganz München.

Apropos Bier und Reinheitsgebot: der Braumeister vom Augustiner, Roland Bittl, hat mir höchstpersönlich bestätigt, dass es in München ok ist, "saures Radler" (mit Sprudel) zu trinken. Limo-Radler geht aber garnicht!

© Martin Gädeke, 2020
Der Autor
 
Martin Gädeke hat www.umdiewelt.de vor über 19 Jahren gegründet, ist aber nur einer von tausenden Aut­oren - und bei Weitem nicht der Aktivste. Dafür ist er für alles andere auf der Seite zuständig und immer für Dich erreichbar!
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