Baumhaus in den Ardennen und Paris

Reisezeit: November 2015  |  von Anne N.

Paris

Wir machten uns weiter auf den Weg Richtung Paris. Wir hatten uns ein Parkhaus im äußeren Kreis von Paris rausgesucht und wollten dann von dort aus mit der Metro in die Stadt gefahren. Auf dem Weg vom Baumhaus zum Parkhaus ging die nächste Aktion zur "schlechten Autowoche" los. In einem etwas runtergekommen Vorort von Paris standen wir mit unserem Mietwagen an einer Ampel. Auf einmal kam eine ganz Horde Frauen (sahen Osteuropäisch aus) auf unser Auto zugerast. Alle fingen an die Schreiben unseres Autos zu waschen. Ich ahnte schon schreckliches. Nachdem sie fertig waren forderten sie ziemlich aggressiv 2Euro für das Säubern. Als wir "Nein" sagten wurden sie noch aggressiver und schlugen mit ihren Scheibenreinigern auf die Scheibe, nun mit den Worten: "3Euro oder kaputt". Das hat uns in dem Moment ganz schön fertig gemacht und diese blöde Ampel wollte einfach nicht grün werden. Unser Adrenalinpegel war ziemlich hoch und wir waren sehr erleichtert als das ersehnte Grün endlich auf der Ampel zu sehen war. Wir sind dann einfach losgebrettert. Hauptsache weg da. Wir brauchten auch echt ein paar Minuten um wieder runter zukommen. Zum Parkhaus und in die Stadt haben wir es dann aber problemlos geschafft. Wir fuhren mit der Metro zur Champs Elysees und liefen von dort direkt Richtung Arc de Triomphe. Von dort aus machten wir uns auf die Suche nach dem Eiffelturm. Zugegebenermaßen war es dann auch nicht sonderlich schwer den Eiffelturm zu finden. Ich war so aufgeregt nach so vielen Jahren endlich in Paris zu sein. Der erste Blick auf den Turm war für mich überwältigend. So lange wollte ich schon hierher und die Sehnsucht nach dem Eiffelturm war so groß. Da nur kurze Zeit zuvor die Anschläge in Paris waren, war verhältnismäßig wenig los. Ich lasse mir meine Reiselust aber nicht von verrückten Extremisten egal welcher Richtung vermiesen! Um den Turm zu Fuß zu besteigen mussten wir grade einmal 30 Minuten anstehen. Die Aussicht von Oben war fantastisch. Wir sind in beginnender Dämmerung hoch gelaufen und konnten so Paris von Oben im Hellen wie im Dunklen betrachten. Wieder unten angekommen sind wir noch ein bisschen wahllos durch die Stadt geschlendert bis wir uns irgendwann zum ersehnten Weihnachtsmarkt zur Champs Elysee aufgemachten. So viele Lichter habe ich noch nie auf einem Weihnachtsmarkt gesehen. Es war unglaublich, wunderschön und zauberhaft. Es ist auch ein echter Weihnachtsmann auf einem Schlitten ein paar Meter über unseren Köpfen hin und her gefahren und hat eine Show gemacht. Ich habe nur leider nicht ein Wort verstanden. Nachdem wir genug vom Weihnachtsmarkt hatten (geht das überhaupt?) machten wir uns wieder zurück auf den Weg zum Auto. Ein Desaster stand uns leider noch bevor.

Als wir mit dem Mietwagen auf die Stadtautobahn fuhren und auf den Mittelstreifen zogen, haben uns rechts und links gleichzeitig zwei Autos überholt. Leider wollten beide Autos vor uns wieder auf den Mittelstreifen ziehen und sind dann direkt vor uns zusammen gekracht. Es sind richtige Stücke der Autos auf unseres geflogen. Unser Adrenalinpegel war natürlich sofort wieder im Höchstzustand. Nils hat uns aber durch seine schnelle Reaktion vor einem zusätzlichen Zusammenstoß bewahrt und wir konnten ausweichen. Das war wirklich ein Schock für uns und Paris hat uns leider weder herzlich Empfangen noch verabschiedet. Wir kommen trotzdem bestimmt irgendwann mal wieder... Aber damit lassen wir uns erstmal Zeit.

Der erste Blick

Der erste Blick

© Anne N., 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine spontane Kurzreise mit allem was dazu gehört
Details:
Aufbruch: 27.11.2015
Dauer: 3 Tage
Heimkehr: 29.11.2015
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Anne N. berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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