Malawi-Reisebericht :yebo, yes! 12 monate unterwegs auf dem schwarzen kontinent!

erst raus, dann rein

welcome to malawi

welcome to malawi

lake malawi - blick aus dem zimmer

lake malawi - blick aus dem zimmer

alle guten dinge sind drei, sagt man. malawi brachte mir bisher wenig glück. 1999 überlebte ich da mit einigem glück eine starke malaria, 2007 war ich krank und es regnete ununterbrochen. doch weit gefehlt mit allen guten drei dingen. der grenzübergang war die reiste hölle, für mich jedenfalls. niemand brauchte ein visa zu lösen... ausser, richtig, wir neutralen schweizer! konnte ich das visa vor 4 jahren noch im land kriegen (immigration office), muss nun das visa vorher beantragt werden. tat ich aber nicht. zum einen teil wusste ich von dieser änderung nicht, zum anderen war ich auch nicht gewillt dies zu tun (hätte weitere tage in einer dreckigen hauptstadt bedeutet). so stand ich also da, ohne visum. der offizier beschlagnahmte meinen pass und führte mich in ein verhörzimmer. einstimmig beschloss man, mich wieder nach sambia auszuschaffen. farron gesellte sich später zu mir und probierte es mit der "chefkoch"-masche und eine art von schmiergeld. doch da muss man ziemlich vorsichtig sein und auch das half nicht. später erschien dann die chef-offizierin (rundliche ältere lady) und 20 sekunden später bekam ich einen permit für 3 tage mit der bedingung, das visa im immigration office zu lösen. warum nicht gleich so?
gesagt, getan! am nächsten tag stand ich in der früh im immigration office. über die geschwindigkeit der beamten will ich an dieser stelle besser keine worte verlieren, aber was solls, ich war im lande... und zwar legal!
erholung pur war dann angesagt. wir verbrachten einige tage am lake malawi. sieht aus wie das meer, ist aber ein süsswassersee. und "beherbergt" keine kroks. baden, trinken, essen und beine hochlagern, herz was willst du mehr? all die visa-sorgen waren im nu vergessen. die abende verbrachten wir mit "cheese on toast", mel gibson und donald duck am strand , gemütlich am feuer. die lokalen leute benutzen hier wirklich lustige nicknamen...
ebenfalls in malawi feierten wir 6 monate seit dem start in marokko. gibt wohl wenig bessere plätze in der welt, dies zu feiern!
mein shopping-instinkt wurde in malawi erneut erweckt. der "craft-stuff", hölzerne lokale kunst, wurde emsig von mir gekauft, obwohl ich bisher noch keinen plan herausgefunden habe, dies nach hause zu nehmen. aber was solls, "mr. good price" oder "happy coconut" waren so nett und machten mir einen guten preis/deal. also was solls, ich finde schon eine lösung...
neben dem "nichtstun" genossen wir auch leckeres essen. so ergatterten wir ein ganzes schwein und genossen ein bisschen abwechslung zwischen pasta- und reisgerichten. bald war aber das abenteuer malawi auch schon wieder vorbei. was mir in erinnerung bleibt? viel gutes ausser der eintritt ins land, die vielen mosis und die häufigen polizeikontrollen. letzteres war wohl auch der hauptgrund, warum ich mich nicht (wieder) illegal in malawi aufhielt. hätte zwar schlussendlich ganz gut geklappt, doch ich hätte erneut blut geschwitzt bei jeder kontrolle. deshalb kann ich behaupten, dass die strapazen am zoll und immigration office sich gelohnt haben. die ausreise war dann auch absolut kein problem. selbst mein teuer ergattertes visa wurde nicht beachtet!

malawi - kande beach

malawi - kande beach

malawi - kande beach

malawi - kande beach

© Markus Knüsel, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
wir reisen in ferne länder, verlassen unsere männer und frauen, buchen fröhlich die teuersten flüge und nehmen fast jede entbehrung in kauf, nur um genau dasselbe immer wieder und wieder zu tun. warum, zum teufel, nur? weil wir süchtig sind, süchtig nach freiheit, ferne und glück...!!! yebo yes!
Details:
Aufbruch: 10.11.2010
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: November 2011
Reiseziele: Marokko
West-Sahara
Mauretanien
Mali
Burkina Faso
Ghana
Südafrika
Namibia
Botsuana
Simbabwe
Sambia
Malawi
Tansania
Uganda
Kenia
Äthiopien
Sudan
Ägypten
Der Autor
 
Markus Knüsel berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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