Namibia-Reisebericht :Mit dem Wohnmobil Transafrika - von Tunis nach Kapstadt -

Namibia

Hallo, da sind wir wieder - in Namibia - Karasburg -, nachdem wir lange Zeit ohne Internet und auch ohne Handy-Netz waren, aber jetzt geht es weiter :

122. Tag - Montag - 29.03.2010 - Roy,s Rest Camp

sollen wir dem Schild Glauben schenken?

sollen wir dem Schild Glauben schenken?

der riesige Meteorit

der riesige Meteorit

Wir kommen wieder gut rüber über die schmale Brücke, Achim macht das cool und dann geht's schnell weiter, denn wir haben 424 km zu fahren.
Wir fahren oft an kleinen Ansiedlungen vorbei und die Menschen winken.

Nach 200 km kommen wir in Rundu an und machen hier eine Pause, kaufen wiedermal beim Shoprite ein und gehen ins Internet. Dann geht's weiter, immer der Straße nach, die sich schnurgerade durchs Land zieht. Dann haben wir die Strecke geschafft und fahren ins Camp ein.
Wir stehen hier sehr gut und ruhig und gehen früh schlafen.

123. Tag - Dienstag - 30.03.2010 - Pauls Geburtstag - Etosha Pfanne

Es geht heute zuerst nach Grootfontein, das nicht so weit entfernt liegt. Wir fahren an zahlreichen Rastplätzen vorbei, die immer unter Bäumen liegen. Bei diesem Rastplatz gibt es aber nur noch das Baumskelett - ein interessantes Bild -.
Wir fahren erst einmal weiter durch Grootfontein, um in ca. 20 km den großen Hoba Meteoriten zu sehen. Wir fahren ein paar Kilometer auf der Piste und dann sind wir schon an diesem riesigen Stein aus dem Weltall. Er ist überwiegend aus Eisen.

die glücklichen Großeltern

die glücklichen Großeltern

Es war ein Schild aufgestellt, -Vorsicht vor Herhabfallenden Meteoriten. Aber es kam keiner mehr herunter. Ich habe die Hände auf den Klotz gelegt und die Energie in mir aufgenommen. Der Meteorit hat ein Gewicht von ca. 50 t. Den nimmt so leicht keiner mit. Wir waren die einzigen Besucher.
Wir fuhren zurück nach Grootfontein und trafen dort die anderen beim Frühstück im Spar. Es gab dort schönen frisches Graubrot und sogar Brötchen.
Dann ging's weiter, immer der Straße nach. Das Wetter präsentiert uns "Schönwetterwolken" und wir sind schon gegen 12 Uhr am Gate der Etosha Pfanne.
Hier warten wir auf die anderen, die auch bald kommen und um 12.30 fahren wir in den Park hinein.
Schon gleich zu Beginn laufen uns vier Giraffen über den Weg, das fängt ja gut an.

Dann um kurz vor 13 Uhr bekommen wir die freudige Nachricht, dass unser Enkel Paul das Licht der Welt erblickt hat. Wir freuen uns natürlich sehr darüber.

Wir finden einen schönen Stellplatz im Namutoni Camp und trinken zuerst einmal einen Schluck auf das Wohl des kleinen Paul, alle stoßen mit an und wünschen ihm Glück und Gesundheit.

schau mal, wie sie guckt

schau mal, wie sie guckt

und das Zebra schaut auch so nett

und das Zebra schaut auch so nett

die Tüpfelhyäne

die Tüpfelhyäne

Um 15 Uhr machen wir mit Hans und Ursel eine Pirschfahrt in die Pfanne. Wir sind drei Stunden unterwegs und sehen sehr viele Tiere, vor allen Dingen unzählige Giraffen.

Ein Gnu steht direkt am Wagen und schaut zu uns herüber.

Warzenschweine mit ihren Hauern stehen ebenso am Weg.

Schakale schleichen herum und suchen nach Beute.
Eine riesige Tüpfelhyäne kreuzt unseren Weg und verschwindet im hohen Gras.

Zebras sehen wir natürlich auch.
Ach ich kann gar nicht alle Tiere aufzählen, die wir gesehen haben, auch sehr viele verschiedene Vögel.

Nach dem Game Drive haben wir uns dann alle getroffen und sind zum Essen gegangen, alles zu Ehren vom kleinen Paul. Wir haben ihn wieder hochleben lassen.

So läßt sichs leben

So läßt sichs leben

das schmeckt dem Geparden

das schmeckt dem Geparden

124. Tag - Mittwoch - 31.03.2010 - Durchfahrt durch die Etosha Pfanne

Heute Morgen fahren wir dann weiter und es geht auf der Piste durch die Etosha Pfanne. Wir fahren schön langsam, damit wir ja auch viele Tiere sehen können. Aber heute klappt das nicht so. Die Tiere sind meist sehr weit weg und wir sehen nur die langen Hälse der Giraffen über den Bäumen schweben. Elefanten sehen wir leider keine.

Wir sehen einen Kudu, der mit seinem Spiegelbild in einer großen Pfütze kämpft.

Einen riesigen Oryx, dessen Fleisch wir am Abend vorher als leckeres Steak gegessen haben. Gut dass er das nicht wusste, dass wir einen Kollegen verzehrt haben.

In der Halali-Lodge haben wir dann eine Kleinigkeit gegessen und sind dann schnurstracks zum Okaukeujo Camp gefahren.
Jetzt sind Osterferien und es gibt vielmehr Camper als vorher, aber wir haben immer noch gute Stellplätze bekommen im Camp.

125. Tag - Donnerstag - 1.04.2010 - Omaruru-Rest-Camp

Wir verlassen heute die Etosha Pfanne in Richtung Outjo. Dort wollen wir in einer Bäckerei Kaffeetrinken bzw. Frühstücken. Beim Rausfahren aus der Pfanne haben kaum noch Tiere gesehen. Jetzt ist nicht die richtige Zeit, es gibt überall Wasser und es ist auch alles grün.
Wir finden dann auch die Bäckerei und bekommen dort richtiges Brot und auch ein leckeres Frühstück. Dann geht's weiter bis Omaruru. Dort finden wir am Ortseingang Stellplätze im Rest Camp. Bei der Kristallkeller Winery gibt es am Abend eine Weinprobe. Wir fahren um 17.30 mit Guidos Auto dorthin. Es gibt zu den Proben eines weißen und eines roten Weines aus eigenem Anbau eine Platte kaltes Fleisch vom Oryx, vom Zebra und vom Kudu. Dazu gibt es leckeres selbstgebackenes Brot und Tomatensalat. Nach Ende der Weinprobe hat Jo dann noch Wein gekauft und es ging zurück zum Stellplatz.

126. Tag - Karfreitag - 2. 04.2010 - Windhoek

Da es Hans schon seit zwei Tagen nicht gut geht, beschließen wir Ursel nach Winhoek zu begleiten, um Hans dort ins Krankenhaus zu bringen. Wir sind so gegen Mittag dort und finden dank unseres Navis und Tracks4africa das Krankenhaus sofort. Wir warten bis Hans aufgenommen ist und noch auf die Diagnose gewartet werden muß. Da es aber noch bis Nachmittags dauern soll, fahren wir los und suchen Stellplätze für unsere beiden Wagen. Aber wir finden keine. Überall sind die Hotels geschlossen oder es gibt sie nicht mehr.
Dann fahren wir auf den Arebbusch-Campingplatz, auf dem wir schon mal waren. Dann rief Ursula an, dass Hans Malaria habe und er jetzt erstmal im Krankenhaus behandelt werden muß. So konnten wir nun auch nichts mehr tun. Ursel konnte auf dem Krankenhaus Parkplatz stehen bleiben und dort die Nacht verbringen.

127. Tag - Samstag - 3.04.2010 - Windhoek -

Wir fahren morgens zurück nach Windhoek und parken wieder auf dem Parkplatz am Krankenhaus. Dann gehen wir in die Stadt und bummeln herum. Diesmal finden wir auch die Meteoriten in der Post Street Mall. Mittags besuchen wir Hans am Krankenbett. Er wird behandelt und er hat ein sehr schönes Zimmer. Ursel hat auch ein Zimmer direkt neben ihm bekommen und schläft die nächsten Tage dort .
Nach dem Mittagessen besuchen wir Hans noch mal, aber es gibt keine Veränderungen, er muß jetzt entsprechende Tabletten gegen die Malaria nehmen. Wir können also nichts mehr für die beiden tun und so beschließen wir morgen weiterzufahren.

Wir fahren zurück zum Platz und genießen noch den Nachmittag in der Sonne.
Abends essen wir im Restaurant.

128. Tag - Ostersonntag - 4.04.12010 - Weiterfahrt nach Keetmanshoop

Also fahren wir heute schweren Herzens los, aber Hans ist wohl in den besten Händen im Krankenhaus und wir können nichts weiter tun. Wenn es ihm wieder gut geht, will er nachkommen.
Wir haben uns vorgenommen heute bis Keetmanshoop zu fahren, das ist ganz schön weit so etwa 520 km. Es geht immer auf der Strasse geradeaus. Jetzt lässt das Grün nach und die Gräser sind nicht mehr grün sondern fangen schon an braun bzw. hell zu werden. Die Fahrt ist relativ eintönig und die kleinen Orte, die an der Straße liegen sind auch nicht sehr groß. In Marienthal finden wir einen Shoprite, in dem wir sogar heute einkaufen können. Wir machen dort eine Mittagspause und weiter geht es.

der Köcherbaum

der Köcherbaum

Sonnenuntergang bei den Köcherbäumen

Sonnenuntergang bei den Köcherbäumen

vor Hyänen wird gewarnt

vor Hyänen wird gewarnt

Wir wollen auf Quivertree Restcamp einen Stellplatz suchen. Als wir dort ankommen, werden gerade die Geparden gefüttert. Während sie fressen kann man sie sogar streicheln, ich versuche es aber nicht.

Hier auf dem Stellplatz am Köcherbaumwald haben wir schon einmal gestanden. Und es hat sich nichts verändert. Die schönen Bäume stehen immer noch dort. Sie können zwischen 200 und 300 Jahren alte werden. Als dann die Sonne untergeht gibt es ganz besonders schöne Fotos, die gemacht werden müssen.
Achim stiefelt durch den Wald und sieht dabei auch die kleinen Klippschliefer, die hier zwischen den warmen Steinen leben.
Dann wird es ganz schnell dunkel.

129. Tag - Ostermontag - 5.04.2010 - Lüderitz

Am Morgen öffnen wir wieder unsere große Klappe zum Frühstück und haben Sicht auf die Köcherbäume in der Morgensonne.

wir fahren nach Lüderitz im Sandsturm

wir fahren nach Lüderitz im Sandsturm

die Turnhalle

die Turnhalle

Nach dem Frühstück geht's dann los, wir wollen nach Lüderitz ca. 350 km auf der B 4. Wir fahren zuerst durch Farmland, das ganz gelb ist. Ab und zu sehen wir Rinderherden, die zu Wasserstellen getrieben werden. In diesem Jahr hat es wenig geregnet in der Regenzeit. Wir fahren durch die Ausläufer des Fish-River Canons.

Dann so ca. 120 km vor Lüderitz beginnt die Wüste. Es ist sandig
Es wird immer windiger, je näher wir nach Lüderitz kommen und der Sand fegt über die Straße, Bulldozer schieben den aufgetürmten Sand von der Straße. Dann erreichen wir Lüderitz, das seine deutsche Vergangenheit nicht verleugnen kann, z. B. steht an einem Gebäude "Turnhalle"

hier stehen wir Sturmgeschützt

hier stehen wir Sturmgeschützt

der Naute Stausee

der Naute Stausee

Heute am Ostermontag ist sehr ruhig in der kleinen Stadt. Wir gehen an der Waterfront in ein Restaurant und essen Fisch, dabei pfeift und der Wind ganz schön um die Ohren.

Danach suchen wir den Campingplatz der auf einer kleinen Halbinsel am Hafen liegt. Wir suchen uns einen windgeschützten Platz, finden ihn aber nicht so richtig, fahren noch mal weg um eventuell einen andern Platz zu finden. Ist aber nicht, also fahren wir zurück zum Platz und finden dann doch noch hinter einem großen Felsen einen windgeschützten Platz, wo unser Wagen nicht permanent wackelt. Jetzt ist sogar ganz schön, und wir sind gespannt auf den Sonnenuntergang, den wir dann auch super schön erleben. Abends um 17.50 geht die Sonne unter.
Fischerboote dümpeln noch auf dem Atlantik herum. Trotz des starken Windes haben wir aber eine gute Nacht.

130. Tag - Dienstag - 6.04.2010 - Naute Damm

Heute Morgen hat sich der Wind gelegt und der Atlantik hat sich beruhigt. Wir streuen den Möwen ein wenig Brot hin, das sie dankbar annehmen.

Roadhouse Lodge Fish River Canon

Roadhouse Lodge Fish River Canon

Dann fahren wir kurz zu "Spar" und kaufen noch Wasser ein und dann geht's die Straße durch die Wüste zurück, die sich heute ganz anders zeigt als gestern. Die Sanddünen liegen still da und kein Sand weht auf die Straße.

ann kommt der Abzweig zum Fish-River Caňon, wir biegen ab um nach ganz kurzer Zeit zu entdecken, dass die Straße gesperrt ist. So fahren wir zurück auf die B 4 und biegen zum Naute Damm ein. Hier ist eine schöne Campsite und wir stellen uns mit Blick auf den Stausee.
Bei der Gelegenheit wasche ich ein paar T-Shirts, die in der Sonne ratz-fatz trocken sind. Am frühen Abend kommen noch Franzosen, die auch hier übernachten. Da es im Wagen muckelige 39 ° sind sitzen wir noch eine ganze Zeit draußen. Zum Glück kühlt es sich in der Nach auf 18 ° ab, so dass wir sehr gut schlafen können.

131. Tag - Mittwoch - 7.04.2010 - Fish-River Caňon

Zum Frühstück schauen wir wieder auf den Stausee, die Sonne scheint und wir fühlen uns sehr wohl. Wir beschließen auf einer kleineren Straße zu fahren, die dann auf die D 545 stößt und von da aus geht's dann weiter zum Caňon. Es kommen uns zwei Overlander Busse entgegen. Der letzte gibt uns den Tipp, dass auf der Straße eine Cobra liegt. Wir haben sie auch gefunden und gut, dass wir in unserem Auto so hoch sitzen, sie ging direkt zum Angriff über und wollte unser Auto beißen. Aber der Brocken wäre wohl ein bisschen groß gewesen.

Wir fuhren dann weiter Richtung Fish-River und mussten für den Hobab-Park 170 Namib$ bezahlen um auf den Aussichtspunkt zu fahren. Vor dort hatte man einen weiten Blick über den Caňon. Achim ist bis an die Kante gegangen, um einen Blick hineinzuwerfen.
Obwohl die Regenzeit gerade vorbei ist, war erstaunlich wenig Wasser im Fluß zu erkennen.

Wir sind dann die 14 km zurück zur Road-House Lodge gefahren und haben hier einen Stellplatz unter einer Akazie gefunden. Jetzt haben wir schon seit zwei Tagen kein Handynetz und Internet geht auch nicht. Deshalb wissen wir auch nicht, wie es Hans geht, wir hoffen aber doch viel besser.
Hier in der Lodge haben wir dann unseren Lunch genommen mit Blick auf ein paar Köcherbäume - möge es uns nie schlechter gehen- (wie Ursel immer sagt).

Den Nachmittag verbringen wir dann am Pool -herrlich-. Das Wasser war auch ziemlich kalt, wie Achim festgestellt hat.

132. Tag - Donnerstag - 8.04.2010 - Ai Ais

Heute wollen wir nur 70 km bis zum Ende der Straße im Caňon fahren. Es geht weiter auf der Piste.

Weiter fahren wir durch schwarze bis dunkelbraune Felsen. Wir kommen von einer Höhe von etwa 1000 m und fahren bis auf 300 Meter hinunter. Die Straße windet sich durch Felsen und führt hinab in den Grund des Caňons. Der Campingplatz in Ai Ais liegt am Ende des Weges durch den Caňon. Wir sind schön früh hier und finden einen schattigen Platz unter einem unechten Pfefferbaum.

Es ist ziemlich heiß und wir sind froh, dass wir Schatten gefunden haben. Es gibt hier auch ein Schwimmbad, war das Wasser im letzten Bad zu kalt, so ist es hier zu warm, es kommt direkt aus einer warmen Quelle. Mittags haben wir im Restaurant gegessen ansonsten waren wir nur faul bei der Hitze -40°-.

133. Tag - Freitag - 9.04.2010 - Ai Ais

Heute legen wir einen Erholungstag hier ein. Morgens ist es noch schön kühl - so 25 ° - und wir gehen in den Pool, es wird ein wenig gewaschen. Der Kühlschrank ist auch mal wieder dran. So ist immer was zu tun.

Roy#s Rest Camp

Roy#s Rest Camp

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Von Genua aus mit dem Schiff nach Tunis, weiter durch Tunesien, Libyen nach Kairo und südwärts bis Kapstadt durch den Sudan, Äthopien, Kenia Uganda, Tansania, Malawi, Sambia, Namibia nach Südafrika
Details:
Aufbruch: 25.11.2009
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 25.04.2010
Reiseziele: Südafrika
Italien
Tunesien
Ägypten
Sudan
Äthiopien
Uganda
Tansania
Malawi
Sambia
Namibia
Der Autor
 
Ingrid und Achim H. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Ingrid und Achim über sich:
Mein Mann Achim und ich machen Wohnmobilreisen und möchten, daß unsere Kinder wissen wo wir sind und so an unserer Reise teilnehmen können.