Sambia-Reisebericht :6.000 Kilometer durch Afrika

Kwcha, Sir? (South Luangwa N.P.)

Endlich jemand mit Überblick

Endlich jemand mit Überblick

Montag, 02.11.2009

Heute geht es mal wieder über die Grenze. Außer in Malawi habe ich für die Einreise in jedes der Länder ein Visum benötigt, insgesamt wurden 70 Euro und 65 Dollar fällig. Grenzübertritte sind dabei keine so unkomplizierte Angelegenheit wie in Europa. Hier heißt es, aussteigen und zunächst ein Formular ausfüllen zum Verlassen des Landes, unser Fahrer muss außerdem eine Ausreisegenehmigung für den Lkw stellen. Dann geht man zu Fuß über die Grenze, füllt ein Formular aus, dass man keine Symptome einer Schweinegrippe hat, zeigt seinen internationalen Impfpass vor mit dem Nachweis einer Gelbfieber-Impfung, füllt ein Einreiseformular aus, zahlt sein Visum. Mike, unser Fahrer zeigt außerdem seinen internationalen Führerschein vor, die Zulassung des Fahrzeugs, den Versicherungsnachweis und den Carnet de Passage. Außerdem entrichtet er die Straßenbenutzungsgebühr.

Am frühen Nachmittag kommen wir im South Luangwa Nationalpark an. Es ist wieder drückend heiß. Kaum ist das Zelt aufgebaut, geht es erst einmal zur Bar und zum Pool mit Blick auf den Luangwa-River. Während ich im Wasser plantsche (bei einer Größe von 3x4 Metern wäre der Begriff "Schwimmen" vermessen!), quert eine Elefantenfamilie den Fluss.

Ein Hochufer trennt uns vom Fluss. Das Camp liegt auf einer Terrasse rund 8 Meter über dem Fluss, etwa drei Meter tiefer gibt es eine zweite schmale Terrasse, wo wir ein paar Stühle aufbauen und uns einen Sundowner genehmigen, nachdem ich in der Vorratsbox noch einen Whisky gefunden habe, den wir in Kenia für knapp zwei Euro erstanden haben. Dazu gibt es eine Cola.

Unter uns lacht eine Nilpferdfamilie vor sich hin, hinter dem Fluss geht die Sonne langsam unter... Ein Traum... Dieser wird gut eine Stunde nach Sonnenuntergang jäh unterbrochen, als der Barkeeper bei uns vorbeikommt und so ganz nebenbei bemerkt, dass sich an der Stelle, wo wir sitzen, üblicherweise jeden Abend eine Löwenfamilie versammelt. Ein gutes Argument, eine "Etage" nach oben zu wandern.

Kein Zaun umgibt den Campingplatz, Tiere können jederzeit ein- und ausgehen. Zwei Meter neben mir haben zwei Franzosen ihr Zelt aufgebaut. Entweder sie sind die aktuellen Weltmeister im Schnarchen oder aber neben meinem Zelt schläft ein Löwe. Ich verzichte darauf, das um drei Uhr früh im Detail in Erfahrung zu bringen.

© Peter Belina, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Von Kenia über Tansania, Malawi und Sambia nach Simbabwe mit den Highlights Ngorongoro, Serengeti, Sansibar, Malawi-See, South Luangwa Nationalpark und den Victoria-Wasserfällen.
Details:
Aufbruch: Oktober 2009
Dauer: circa 5 Wochen
Heimkehr: November 2009
Reiseziele: Kenia
Tansania
Malawi
Sambia
Simbabwe
Großbritannien
Der Autor
 
Peter Belina berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.
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