Nepal-Reisebericht :Vom Saarland bis Indien, und noch viel weiter!

Nepal, Tage 91-152 von 210

Namaste und guten Tach aus Nepal!
Nach einem Monat Nichtstun am indischen Strand, sollte Nepal das komplette Gegenteil werden, ein reines, wie Martin es nannte "Aktivitätsland".
Das fing schon damit an, dass uns an Grenzübergang ein Reifen platzte und wir diesen abends noch wechseln mussten. Das Ersatzrad war schnell montiert. Doch als wir Berta wieder abließen, stellte sich heraus, dass das Ventil daran abgerissen war. Also fuhren Martin und Nils am nächsten Morgen samt Reifen, Felge und Schlauch auf einer Fahrradriksha zurück auf die indische Seite zu einer kleinen Reifenbude. Nach 4 oder 5 Stunden kamen sie endlich mit einem einsatzfähigen Rad zurück. Ich hatte mir schon Sorgen gemacht wo sie steckten, aber nachdem Martin mir die Bilder von den Montierversuchen der Inder gezeigt hatte (um den Reifen von der Felge zu bekommen, waren sie mit nem Laster auf dem Reifen rumgefahren..) konnte ich den hohen Zeitbedarf nachvollziehen.

vollbeladen

vollbeladen

Inder bei der Arbeit

Inder bei der Arbeit

Gegen Mittag konnten wir nun endlich in den Nepal einreisen.
Die Grenze war das Goldigste, ein besseres Wort fällt mir dafür nicht ein, was ich zwischen 2 Ländern je gesehen hab. Die Straße war ein Schotterweg, der sich zwischen den einzelnen Gebäuden der jeweiligen Grenzpolizei durchschlängelte. Die Gebäude ihrerseits waren nicht mehr als irgendwelche Bretterbuden. Nach kurzen Kontrollen unserer Pässe ging es über eine kleine Brücke und in die Grenzstadt Mahendranagar.

Grenzstation

Grenzstation

Als ich zufällig aus dem Fenster sah, entdeckte ich ein winziges kaum lesbares Schild "Immigration Office". Wir waren glatt daran vorbei gefahren und hätten wahrscheinlich auch ohne Einreisestempel weiter quer durchs Land fahren können. Niemand da, der sich für uns interessierte. Ein wenig verwirrt stiegen wir aus und liefen zurück zum Einwanderungsbüro. Dieses war eigentlich nur ein kleiner Raum im Erdgeschoss eines Wohnhauses, mit einem Schreibtisch, einer Holzbank, einem großen Buch, Stempeln und zwei überaus netten nepalesischen Beamten.
Die Einreise für uns sowie Berta verlief zügig und vollkommen reibungslos, sodass wir schon eine halbe Stunde später zurück auf dem Mahendra-Highway (H1) waren (in Nepal gibt es genau fünf dieser etwas größeren Straßen, H1-H5). Dieser führt von Mahendranagar im Westen bis nach Kakarbhitta im äußersten Osten.
Für uns besonders angenehm war nach Indien der Verkehr oder besser gesagt der "Nicht-Verkehr": Fast kein Auto auf den Straßen, ab und zu mal ein LKW oder ein Moped. Die einzigen, die dieses Straßenidyll versauten waren die unzähligen Radfahrer. Aus irgendeinem Grund ist der Nepalesische Fahrradfahrer nicht dazu in der Lage, geradeaus zu fahren. Er eiert halb auf der Straße rum, immer kurz davor, das Gleichgewicht zu verlieren. Hupt man dann um ihn vorm Überholvorgang zu warnen, erschrickt er so, dass er entweder mitten auf die Straße oder halb in den Seitengraben fährt. Für ihn noch für uns nicht sehr erfreulich. Aber sobald man aus den Städten draußen ist nimmt die Velodichte auch schlagartig ab, sodass wir bald die Straße für uns allein hatten.

auf nepalesischen Straßen

auf nepalesischen Straßen

Da Nils' Freundin Katrin am übernächsten Tag nach Kathmandu kommen sollte um ihn zu besuchen, sah unser Plan für die nächsten zwei Tage vor, fast nur zu fahren. Es waren schließlich noch über 600km bis in die Hauptstadt. Trotz der vielen Stunden im Auto konnten wir die Landschaft Nepals genießen. Nach Indien wirkte es so als fuhr man die ganze Zeit durch einen Park. Alles war grün, links und rechts neben der Straße gab es Wälder und Wiesen, Reisfelder und Bananenhaine, und fast keinen Müll. Vor allem aber war es wieder fast menschenleer.
Abends hielten wir in einem ausgetrockneten Flussbett im Bardya-Nationalpark.
Ich kochte noch 'ne Kleinigkeit und dann gings ins Bett. Als ich nachts zum Pinkeln rausmusste, fiel mir plötzlich ein, dass es hier im Park ja wilde Nashörner, Elefanten und Tiger gab. Auf einmal fand ich den Platz im Flussbett, umgeben von Wald gar nicht mehr so perfekt wie zuvor. Bei jedem Rascheln zuckte ich unwillkürlich zusammen und meine Blase konnte gar nicht schnell genug leer sein. Nachts sprang dann auch noch irgendwas, wahrscheinlich ein Affe, auf Bertas Dach herum, sodass Martin und ich aus dem Schlaf schreckten. Nils bekam davon natürlich nichts mit, wenn er schläft dann schläft er.
Am nächsten Tag gings weiter Richtung Kathmandu. Die Strecke führte uns durchs westliche Terrai, das Flachland im Süden des Landes, durch die zentralen "Hills" (für mich waren es Berge, immerhin waren die "Hügel" über 2000m hoch, aber naja, wenn man den Himalaya vor der Tür hat...) weiter über Mugling hoch ins Kathmandutal. Zwischendurch hielten wir immer wieder an kleinen Straßenbuden an um was zu essen. Die Gerichte waren super lecker und herrlich günstig. So zahlten wir zum Beispiel für drei Portionen gebratener Nudeln samt Nachschlag läppige 60 Rupie (ca 60 Eurocent!!!).
Wir erreichten die Hauptstadt irgendwann gegen 2 Uhr morgens und fanden nach einigen Schwierigkeiten auch den uns empfohlenen Stellplatz an einer Autowerkstatt. Nach einer kurzen Nacht machte sich Nils morgens auf zum Flughafen um sein Mädel abzuholen. Martin und ich fuhren unsererseits mit ein paar Jungs von der Werkstatt auf deren Motorrädern nach Thamel, dem touristischen Stadtzentrum.

Durbarsquare in Patan

Durbarsquare in Patan

Dort wollten wir unserere geplante Raftingtour zu buchen. Leider waren wir nur zu zweit und sollten warten bis sich eine anderen Gruppe meldete, der wir uns anschließen sollten.
Zurück am LKW fragten wir Laurent und Hélène, ein französisches Overlanderpärchen, das direkt neben uns parkte, ob sie Lust hätten mit uns auf den Fluss zu kommen. Nach kurzem Zögern, nahmen sie unser Angebot an und drei Tage später saßen wir zusammen im Bus zum Startpunkt unseres Abenteuers.
Nils und Katrin hatten eigene Pläne und wollten die Umgebung Kathmandus erkunden. So war es nicht weiter schlimm, dass Martin und ich für eine Woche weg sein würden.
Auf dem Weg zum Sun Koshi River sahen wir dann einen Unfall. Ein (zu)vollgeladener Kieslaster war in einer Kurve einfach umgekippt und ein Stau bildete sich in beide Richtungen. Innerhalb weniger Minuten war die Straße voller Schaulustiger, denn der LKW sollte mit Hilfe eines Busses wieder aufgerichtet werden. Das wollte sich natürlcih keiner, auch wir nicht, entgehen lassen. Ein Stahlseil wurde am Laster befestigt und mit der Winde des Busses (warum auch immer ein Reisebus über eine Winde verfügt) auf seine Räder gekippt. Lustigerweise drückten von der anderen Seite eine Handvoll Nepali um das Aufrichten zu beschleunigen. Nach ca 20min war alles erledigt und für uns gings weiter.

Am Fluss angekommen wurde erst das Raft aufgeblasen und unser ganzes Gepäck sowie die Campingausrüstung und die Verpflegung darauf verstaut. Wir waren insgesamt zu siebt: Martin und ich, die Franzosen, Laurent und Hélène, Dol und Om, unsere 2 Guides auf dem Raft und Amrit in unserem Safety-Kajak.
Auf dem Fluss war es wunderschön. Es ging auf türkisblauem Wasser durch tiefe Täler. Immerwieder gab es aufregende Stromschnellen und wir mussten uns richtig ins Zeug bzw die Paddel legen. Abends hielten wir immer an einem wunderschönen weißen Sandstrand, bauten unsere Zelte auf (wir hatten sogar ein Toilettenzelt!) und ließen uns von Amrit lecker bekochen. Wir spielten Karten und tranken Whisky und selbstgebrannten nepalesischen Rokshi, den wir in einem kleinen Bergdorf am Fluss erstanden hatten. Die Woche war echt wunderschön, obwohl einem der Hintern und die Arme wehtaten. Die drei Guides waren super drauf und wir hatten 'ne Menge Spaß mit ihnen.

Hélène, Nick, Laurant, Martin (v. l. n. r.)

Hélène, Nick, Laurant, Martin (v. l. n. r.)

Mittagspause am Strand

Mittagspause am Strand

Ab und zu mussten wir am Ufer anhalten um die nächsten Stromschnellen zu erkunden. Diese sind in Kategorien von 1- bis 5+ eingeteilt, wobei 5+ die höchste noch zu befahrende darstellt. Einige der Passagen auf dem Sun Koshi sind echt schwierig und bestehen aus einer Aneinanderreihung von den Schwierigkeitsgraden 4- bis 5+. Sie tragen dann so velversprechende Namen wie Meatgrinder, Rollercoaster oder Hardcorepool. In eben diesem Hardcorepool (5+) passierte es dann. Hélène war ausgestiegen um Photos unserer Durchfahrt zu machen. Also fehlte uns noch ein Paddel im Raft (normalerweise sitzen 8 Mann auf dem Floß) und die Durchfahrt gelang nicht wie geplant. Zwar hatte Dol uns bei der Erkundung genau erklärt wie wir durch die Schnelle zu fahren hatten, doch wir hatten schlicht nicht genug Vortrieb, um gegen das Wasser anzukommen. Deshalb rammten wir seitlich einen riesigen Felsen und das Raft stellte sich senkrecht. Martin und ich saßen auf der unteren Seite und wir dachten das Boot kippe komplett um. Er klammerte sich mit aller Kraft daran fest und ich entschloss mich runter zu springen, um nicht vom umkippenden Raft erschlagen zu werden. Ich drückte mich mit beiden Beinen am Schlauch ab und war Sekundenbruchteile später unter Wasser. Luft holen konnte ich vorher nicht mehr, es war alles so schnell gegangen. Das Wasser drückte mich immer tiefer runter und warf mich mit dem Kopf gegen Felsbrocken. Zum Glück trug ich einen Helm. Ich wusste nicht mehr wo oben und unten war und dachte echt mein letztes Stündlein hätte geschlagen. Meine Lungen brannten und mir wurde lansam schwarz vor Augen. Irgendwann, nach einer gefühlten Ewigkeit, war ich dann plötzlich wieder an der Oberfläche und konnte grade mal einen großen Zug frischer Luft holen, dann war ich wieder unter Wasser. Wenigstens konnte ich mich jetzt wieder halbwegs orientieren und versuchen zurück an die Oberfläche zu schwimmen. Als ich das zweite mal auftauchte, konnte ich das Raft wieder sehen (ohne mein Gewicht auf der einen Seite war es doch nicht gekippt und Dol hatte es noch sicher aus der Stromschnelle bugsieren können). Ich legte mich auf den Rücken, die Beine vor mich und die Arme auf der Brust verschränkt. Ich stieß mich mit den Beinen von Felsen ab um nicht dagegen gedrückt zu werden und kam endlich in etwas "ruhigeres" Wasser. Die Strömung war aber immer noch wahnsinnig stark und ich musste die letzten 50 Meter bis zum rettenden Floß dagegen anschwimmen. Völlig erschöpft konnte ich grade noch das mir entgegengestreckte Paddel ergreifen und ließ mich von den anderen ins Boot ziehen. Nachdem wir ein paar hundert Meter weiter am Ufer anlegten, genehmigte ich mir erst mal einen großen Schluck (oder auch zwei) Rum aus meinem Flachmann. Ich zitterte immer noch am ganzen Leib, war aber froh, dass mir nicht mehr passiert war. Lediglich ein paar Schrammen am Rücken und an der Hüfte hatte ich davongetragen. Martin erzählte mir noch dass ich fast eine Minute oder so verschwunden war bis ich endlich wieder aufgetaucht war. Erleichtert dass alles so glimpflig ausgegangen war fuhren wir weiter. Nach diesem Erlebnis war mein Respekt den Wassermassen gegenüber doch beträchtlich gewachsen und ich hielt mich noch mehr an die Paddelkommandos von Dol.

im Hardcorepool

im Hardcorepool

Die sieben Tage auf dem Fluss gingen schneller rum als gedacht und so saßen wir bald schon in einem nepalesischen Nachtbus zurück nach Kathmandu. Wer schonmal in Nepal oder Indien Bus gefahren ist, weiß dass das ganze kein Spaß ist. Die 18 (!) Stunden Busfahrt durchs halbe Land war die längste meines Lebens. Wenigstens hatten wir das Glück als welche der ersten einsteigen zu können und konnten deshalb einen der begehrten vorderen Plätze ergattern (Die Straßen sind zum Teil so schlecht, dass man in den hinteren Sitzreihen regelrecht gegen die Decke geschleudert wird). Langsam füllte sich der Bus und schon bald war nicht nur das Dach und die Gepäckablagen über unseren Köpfen, sondern auch der Mittelgang vollkommen mit allen möglichen, ich fass es mal als Gepäckstücke zusammen, verstopft. So kam es dass die jetzt zusteigenden Passagiere nach hinten durchklettern mussten und ihr Gepäck von den bereits Sitzenden nach hinten durchreichen ließen. Ich musste Koffer, riesige Körbe, Autoreifen ja sogar ein Kleinkind weiterreichen. Der Bus wurde immer voller, sodass bald einige Leute einfach mitten im Gang zwischen dem ganzen Gerümpel lagen.
Die Sitzflächen unserer Sitze waren nicht befestigt, sodass wir bei jeder Bremsung samt Sitz nach vorne rutschten. Das war vor allem deshalb blöd, weil die Beinfreiheit etwa der eines asiatischen Kleinwagens entsprach und wir immer voll in die Rückenlehne unseres Vordermanns knallten. Ob es daran lag oder nicht weiß ich nicht, aber die Sitzlehne des Sitzes vor mir ließ sich sogar noch weiter nach hinten drücken als ohne hin schon möglich und so musste ich mich irgendwann halb seitlich hinsetzen, meine Beine in den Gang. Prompt legte sich jemand auf meine Füße um zu schlafen!
Unter Martins Sitz befand sich während der gesamten Fahrt ein lebender Hahn. Jedesmal wenn er nach einer Bremsung seine Sitzschale wieder zurück in Position schob, erklang ein erschrockenes Gackern. Irgendwie tat uns das Tier leid, lustig wars trotzdem! Insgesamt musste der Bus dreimel anhalten, um Probleme mit einem Radlager beheben zu lassen. Das einzig positive, was von dieser Busfahrt zu berichten bleibt ist der Umstand, dass nach nicht allzu langer Zeit nach Abfahrt die Musikanlage ihren Geist aufgab und wir wenigstens nicht mehr mit grauenvoller, viel zu lauter nepalesischen Musik gequält wurden.
Nach fast einem Tag im Bus erreichten wir gegen 7 Uhr Kathmandu und kamen bei Berta an. Nils und Katrin waren nicht da und wir fielen wie tot in unsere Betten, im Bus hatten wir kein Auge zumachen können. Irgendwann kamen Nils und Katrin dann zurück. Sie hatten die Nacht in einem Guesthouse verbracht.
Katrin machte uns frische Mangolassis (Getränk aus Milch, Joghurt und Frucht) und wir frühstückten gemütlich zusammen.
Die nächsten Tage waren unspektakulär und wir verbrachten sie zum größten Teil am Stellplatz. Abends gingen wir in Thamel feiern. Nils ließ noch die Schäden am LKW beseitigen (Kuh- und Busunfall, siehe "Indien Teil 1"). Wozu hatten wir schließlich in einer Werkstatt geparkt?

12-jähriger beim Ausdängeln unseres demolierten Kotflügels

12-jähriger beim Ausdängeln unseres demolierten Kotflügels

Nachdem Katrin wieder geflogen war, gings für uns weiter nach Pokhara. Dort trafen wir viele unserer Freunde aus Agonda wieder und wir hatten 'ne Menge Spaß. In Pokhara verlängerten wir noch unsere Visa von 30 auf 60 Tage.

Lakeside, Pokhara

Lakeside, Pokhara

Wiedersehen mit unsreren Freunden aus Agonda

Wiedersehen mit unsreren Freunden aus Agonda

Einmal gings hoch in die Berge...

Einmal gings hoch in die Berge...

...durch tiefste Tal der Welt

...durch tiefste Tal der Welt

Zusammen mit Sina und André in ihrem 911er und Martin und Vanessa in ihrem T3 hatten wir viel Spaß....

Zusammen mit Sina und André in ihrem 911er und Martin und Vanessa in ihrem T3 hatten wir viel Spaß....

...und Arbeit!

...und Arbeit!

Zusammen mit den vier schweizern Christa und Johann, sowie Raphi und Linda, die alle zusammen mit uns durch China fahren würden, brachen wir auf zu einer einwöchigen Trekkingtour ins Annapurnamassiv. Mit dabei waren noch André und Donat, Bekannte von Linda und Raphi.
Die Landschaft war atemberaubend und der Aufstieg anstrengend und fordernd. Über unzählige Steinstufen gings hoch bis auf über 4000m. Die Luft wurde mit der Höhe immer dünner und die Preise für Kost und Logis stiegen fast umgekehrt proportional dazu. Nach vier Tagen hatten wir den gesamten Aufstieg geschafft und wir waren auf dem Annapurna Basecamp angekommen. Man kam sich richtig winzig vor, dort oben, umgeben von 7 und 8000m hohen Bergen. Am nächsten Morgen wurden wir für die Plackerei der letzten Tage belohnt: Sonnenaufgang mitten im Himalaya. Ich haben selten was so schönes gesehen!

"Scheiß Steinstufen!"

"Scheiß Steinstufen!"

Local

Local

Nils und ich aufm Machhapuchhre Base Camp

Nils und ich aufm Machhapuchhre Base Camp

eingeschneites Annapurna Base Camp

eingeschneites Annapurna Base Camp

Warten auf den Sonnenaufgang

Warten auf den Sonnenaufgang

Let the sunshine in!

Let the sunshine in!

Für den Abstieg brauchten wir lediglich drei Tage und schon am Abend des letzten Tages waren wir wieder in Pokhara. Dort gings erst mal ins Steakhouse. Das Kilo Chateaubriand hatte ich mir verdient und ich genoss es bis zum letzten Bissen. Martin und Nils gönnten sich lediglich das "Kleine" 600g Steak, aber auch sie wurden satt.

1kg Rinderfilet, verdientes Abendessen nach einer Woche Trekken

1kg Rinderfilet, verdientes Abendessen nach einer Woche Trekken

Nach zwei Tagen Shoppen in Pokhara machten wir uns auf den Weg in den Chitwan Nationalpark. Wir blieben eine Woche dort und hatten einen super Stellplatz direkt an einem Fluss. Morgens fand dort regelmäßig das Elefantenbaden statt. Man konnte sich auf den Elefant setzen und sich von ihm abspritzen lassen. Ein Riesenspaß!

Elefantenbaden

Elefantenbaden

alladendliche Schachpartie

alladendliche Schachpartie

Außerdem gingen wir auf Safari, ebenfalls auf dem Rücken eines Elefanten. Am Startpunkt der Safari angekommen war ich erstmal entsetzt. Das ganze erinnert mich an einen Busbahnhof oder ein Flughafenterminal. Es gab drei Hochstände von denen man auf die Rücken der Tier gelangen konnte. Davor drängten sich wie beim Boarding lange Schlangen von Touristen. War ein Elefant "voll", wurde der nächste abgerufen und das "Einsteigen" wiederholte sich.

"Terminal"

"Terminal"

Eigentlich genau die Art von Massentourismus an dem wir nicht teilhaben wollten. Naja, die Tickets waren schon gekauft und der Reiz auf einem dieser riesigen Tiere durch den Dschungel zu reiten war einfach zu groß. Letztendlich war es dann doch besser als gedacht. Die Luft war drückend und erfüllt von unglaublich lauten Insektengeräuchen, genauso, wie man sich eine Dschungelathmosphäre vorstellt. Schade nur, dass große Teile des Waldes von riesigen Pfaden und Schneißen durchzogen sind, die ohne Zweifel auf das hohe Aufkommen an Elefantensafaris zurückzuführen sind. Die wilden Tiere ziehen sich immer mehr zurück und sind nur noch selten zu sichten. Dennoch sahen wir viele verschiedene Tiere, unter anderem alle möglichen Arten von Hirschen und sogar zwei Nashörner!

Rhinos

Rhinos

Nach 7 Tagen im Park hieß es dann wieder Kathmandu calling. Wir mussten zurück in die Hauptstadt, um unsere Visa für China zu organisieren und andere Dinge für die Fahrt ins Reich der Mitte zu erledigen. Außerdem gingen wir noch auf Shoppingtour und noch ein letztes mal im Nepal richtig feiern.
Wir trafen uns mit den Schweizern und fuhren am Tag vor der geplanten Einreise schon an die Grenze.

auf dem Weg zur Grenze

auf dem Weg zur Grenze

Die Ausreise aus Nepal verlief noch unproblematischer als die Einreise, (außer dass der Grenzbeamte Nils zuerst nicht erlauben wollte Berta auszuführen, da Nils als seine Staatsangehörigkeit "GERMAN" angegeben hatte in seinem Pass aber nut "DEUTSCH" und im Carnet nur "ALLEMAND" angebenen war...), Doch schon nach eine Stunde oder so, stande wir mit fünf Fahrzeugen auf der "Brücke der Freundschaft", der Grenze zwischen Nepal und China, und warteten auf die Einreise nach Tibet.

Weiterhin viel Spaß beim Lesen

Liebe Grüße in die Heimat

Niklas

© MartinNiklasNils CullmannMeyerSchramm, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Schönen guten Tach, Kurz zur Info; dieser Reisebericht handelt von unserer Reise mit einem Mercedes Rundhauber 1113 auf dem Landweg Richtung Indien. Hier mal ne grobe Richtungsangabe: - Österreich - Slowakei - Ukraine - Rumänien - Bulgarien - Türkei - Iran - Pakistan - Indien - Nepal - China (Tibet) - Kyrgistan - Kasachstan - Russland - Ukraine - Polen Wer auf dem Laufenden bleiben will, darf hier gerne stöbern. Viel Spaß, Martin, Niklas und Nils
Details:
Aufbruch: 24.11.2010
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 30.06.2011
Reiseziele: Indien
Österreich
Slowakei
Ukraine
Rumänien
Bulgarien
Türkei
Iran
Pakistan
Nepal
Der Autor
 
MartinNiklasNils CullmannMeyerSchramm berichtet seit 7 Jahren auf umdiewelt.