Pakistan-Reisebericht :Pakistan, China, Nepal 2007 alleine als Frau

Ein Bericht über Menschen, Abenteuer, Geschichten, Gedanken und wie es ist, als Frau alleine diese Länder zu bereisen.

Islamabad und Peshawar

Zuerst einmal möchte ich euch die gesamte Route - insgesamt 5 1/2 Wochen, davon 2 1/2 Wochen Pakistan, 1 Woche China, 1 1/2 Wochen Nepal, aufzeigen:

Route in Pakistan:

Germany (Flug)
Islamabad (Bus)
Peshawar (Bus)
Khyber Pass (privates Taxi mit Bodyguard)
Chitral (Flug)
Kalash Valley (Jeep)
Mastuj (Jeep)
Shandur Pass (Bus)
Gilgit (Bus)
Nanga Parbat (Bus,Jeep,Trekking)
Karimabad-Hunza Valley (Bus)
Shimshal Valley (Jeep, Trekking)
Passu (Bus)
Khunjerab Pass (Bus)
Sost (Bus)

Route in China und Nepal:

Chinesische
Grenze (Bus)
Tashkurgan (Bus)
Kashgar (Bus)
Urumqi (31 Stunden Liegebus)
Chengdu (Flug)
Kathmandu,Nepal(Flug)
Pokhara,Nepal (Bus)
Kathmandu,Nepal (Bus)
Germany (Flug)

Where are you going, Madam? Ein überaus höflicher Mann auf dem Flughafen in Islamabad wundert sich über eine alleinreisende, rucksackschleppende Frau, die sich zielstrebig auf ein Taxi zubewegt. Ich lasse mir meine Unsicherheit nicht anmerken und antworte, dass ich nichts anderes möchte, als nach 24-stündigem Flug- und Wartemaraton endlich ein Plätzchen zum Ablegen zu finden. "You will have problems, bemerkt er seelenruhig weiter. Na, toll, denke ich, das fehlt mir gerade noch, dass mir einer Angst macht, obwohl ich bei meinen ersten Schritten in ein neues Land nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotze. Ich antworte schroff: I don't have any problems. Mein gutmeinendes Gegenüber: No, but this country will have problems with you. Ich muss zugeben, das sitzt! Schlagartig wird mir klar: ich bin in der islamischen Republik Pakistan, von Terrorismusexperten durch den Mix aus islamischen Extremisten, Nuklearwaffen und unberechenbarem Militär oft als "gefährlichstes Land der Welt" tituliert. Aber da mich Gefahren bekanntlich nur noch beflügeln in meinem immer wilder werdenden Reiseleben, schmeiße ich mich in ein Taxi und lasse mich in ein sauberes, ruhig gelegenes, von Grün umsäumtes Hotel (Asia-Hotel) bringen. Ich weiß, die aktuelle Situation durch die Besetzung der Roten Moschee von islamischen Fundamentalisten ist nicht gerade prickelnd. Aber hier vor Ort merke ich davon nichts.

Mit solch einer netten Bewachung kann einem ja gar nichts passieren
Islamabad - erster Abend in Pakistan

Mit solch einer netten Bewachung kann einem ja gar nichts passieren
Islamabad - erster Abend in Pakistan

Ich staune, wie sauber, ordentlich und grün das moderne Islamabad ist - im Gegensatz zum alten Teil Rawalpindi, den man eigentlich in diesen unruhigen Zeiten meiden sollte. Aber - siehe unten, grins.

Ich staune, wie sauber, ordentlich und grün das moderne Islamabad ist - im Gegensatz zum alten Teil Rawalpindi, den man eigentlich in diesen unruhigen Zeiten meiden sollte. Aber - siehe unten, grins.

Und was ich für ein Glück habe mit diesem tollen Hotel und dem freundlichen Besitzer!

Und was ich für ein Glück habe mit diesem tollen Hotel und dem freundlichen Besitzer!

Am ersten Morgen will ich unbedingt im Sereena-Hotel frühstücken, es ist berühmt für sein phantastisches und eimaliges Buffet. Taxifahrer wollen mich nicht dort hin fahren, da es im gefährlichen, abgeriegelten Gebiet an der Roten Moschee liegt. Aber ich wäre nicht Annette, wenn ich es nicht schaffen würde, dort hin zu kommen. Ein Privatauto bringt mich hin und ich schwelge nach flughafenähnlichem Sicherheitscheck im angenehmen Ambiente dieses tollen Hotels und genieße den ersten Morgen in Pakistan.

Am ersten Morgen will ich unbedingt im Sereena-Hotel frühstücken, es ist berühmt für sein phantastisches und eimaliges Buffet. Taxifahrer wollen mich nicht dort hin fahren, da es im gefährlichen, abgeriegelten Gebiet an der Roten Moschee liegt. Aber ich wäre nicht Annette, wenn ich es nicht schaffen würde, dort hin zu kommen. Ein Privatauto bringt mich hin und ich schwelge nach flughafenähnlichem Sicherheitscheck im angenehmen Ambiente dieses tollen Hotels und genieße den ersten Morgen in Pakistan.

Sereena-Hotel, Islamabad

Sereena-Hotel, Islamabad

Mit meinem neuen Shalwar Kameez, ein längeres, seitlich geschlitztes Hemd über einer Pluderhose und einer Dupatta, ein langer, breiter Schal, unternehme ich erste Erkundungsgänge und stelle sofort fest: Ich liebe dieses Land! Obwohl ich weit und breit die einzige europäische Reisende bin, erlebe ich KEINE penetranten Kontaktversuche, respektvoller, vorsichtiger, nicht aufdringlicher Umgang mit Frau, recht gute Englischkenntnisse, alles in allem, NUR positiv.

Ich treffe Atussa und ihren Freund Markus. Sie schreibt über Projekte der GTZ in Pakistan, er seine Dissertation über den Iran. Auch Holger ist dabei, der gerade erst vor 3 Wochen mit schusssicherer Weste und ebensolchem Jeep über den Khyber Pass aus Afghanistan gekommen ist. Er erzählt von seinem enormen, persönlichen Einsatz für dieses Land und über die aktuelle Situation. Er genießt es, jetzt in einem ruhigen Teil von Islamabad zu wohnen (seine Haus kostet sage und schreibe 1000 Euro Miete pro Monat!). Das Wort "ruhig" klingt in der aktuellen "Roten Moschee-Besetzung" von Rawaldpindi allerdings wie der reinste Hohn!

Mautstelle auf 6-spuriger Autobahn von Islamabad nach Peshawar 
Wenn die Schrift nicht wäre - man könnte glatt glauben, man wäre in Frankreich

Mautstelle auf 6-spuriger Autobahn von Islamabad nach Peshawar
Wenn die Schrift nicht wäre - man könnte glatt glauben, man wäre in Frankreich

Traue ich wirklich meinen Augen - eine saubere, ordentliche Shell-Tankstelle auf dem Weg Richtung Afghanistan? Haben wir alle vielleicht eine falsche Vorstellung von Pakistan?

Traue ich wirklich meinen Augen - eine saubere, ordentliche Shell-Tankstelle auf dem Weg Richtung Afghanistan? Haben wir alle vielleicht eine falsche Vorstellung von Pakistan?

In dieser Stadt beginnt das Abenteuer Pakistan erst richtig

In dieser Stadt beginnt das Abenteuer Pakistan erst richtig

Netter Empfang in Peshawar auf dem Busbahnhof

Netter Empfang in Peshawar auf dem Busbahnhof

Eine 4-spurige Autobahn mit Mautstelle führt mich per Bus nach Peshawar. Bin überrascht. Was für ein modernes Land! Und endlich die bunt-geschmückten LKW's, ich kriege mich kaum ein vor Begeisterung. Ich gewöhne mich daran, immer die einzige Frau zu sein. Mein Gefühl sagt mir, dass es in dieser Region besser ist, - aus Respekt vor der Religion - meinen Schal um den Kopf zu hüllen. Alle Männer behandeln mich mit dem nötigen Respekt, ich verliere mehr und mehr meine Unsicherheit.

Ich habe die Ehre, im Haus meines Freundes, Prof. S. von der Universität Peshawar  wohnen zu dürfen - mit allen Annehmlichkeiten, die man sich vorstellen kann: Mit eigenem, klimatisierten Zimmer, eigener Terrasse, kleinem Garten und Hausdiener. Welch ein Luxus!

Ich habe die Ehre, im Haus meines Freundes, Prof. S. von der Universität Peshawar wohnen zu dürfen - mit allen Annehmlichkeiten, die man sich vorstellen kann: Mit eigenem, klimatisierten Zimmer, eigener Terrasse, kleinem Garten und Hausdiener. Welch ein Luxus!

Sollte man nicht glauben, aber das sind alles Professoren von der besten Universität in Peshawar. Da ich auch mal vorhabe, hier zu arbeiten, habe ich gute Kontakte, die ich sicher nutzen werde.

Sollte man nicht glauben, aber das sind alles Professoren von der besten Universität in Peshawar. Da ich auch mal vorhabe, hier zu arbeiten, habe ich gute Kontakte, die ich sicher nutzen werde.

Ich bin bei Shajahan, einem fließend deutschsprechenden pak. Journalistik-Professor an der örtl. Uni, den ich durch eine Freundin per Mail vorab kennengelernt hatte. Er hat in den wilden 68igern in Berlin studiert, Laster nach Nepal gebracht, natürlich geraucht wie wir alle und anschließend eine Karriere in Pakistan verwirklicht, die seinesgleichen sucht. Eine Aura des Respekts umweht ihn, anders kann ich es nicht sagen. Sofort bekomme ich eine große Zuneigung zu ihm und fühle mich wie zu Hause. Ich lebe wie im Märchen, habe ein klimatisiertes Zimmer mit Terrasse und eigenem Diener. Abends verbringe ich interessante Abende mit anderen befreundeten Professoren. Seine Frau ist gerade im Sommerhaus in den Bergen und Tochter und Sohn studieren in Berlin, so dass ich die Restfamily leider nicht kennenlerne.
Durch Shajahan's Einfluss bekomme ich auch das ersehnte Permit für den Khyber-Pass.

Trotz der Temperaturen von sage und schreibe 49 Grad im Schatten, kann man es hier wirklich gut aushalten.

Trotz der Temperaturen von sage und schreibe 49 Grad im Schatten, kann man es hier wirklich gut aushalten.

Schaut mal alle her, da ist eine Ausländerin - und dann noch eine Frau alleine, unglaublich!

Schaut mal alle her, da ist eine Ausländerin - und dann noch eine Frau alleine, unglaublich!

Die Goldgasse lädt zum Kaufen ein

Die Goldgasse lädt zum Kaufen ein

Die immer wieder herrliche Welt der Gewürze

Die immer wieder herrliche Welt der Gewürze

Was für ein Ereignis! Endlich mal Frauen auf der Straße zu sehen. Sie sitzen am Rande des Geschehens und "erlauben" sich, heimlich schnell ein Brot zu verschlingen.

Was für ein Ereignis! Endlich mal Frauen auf der Straße zu sehen. Sie sitzen am Rande des Geschehens und "erlauben" sich, heimlich schnell ein Brot zu verschlingen.

Auf dem Markt sehe ich nur ab und an eine Frau in einer Burka (ein großes Stofftuch, in dem oben eine flache Kappe vernäht ist. Im Bereich der Augen befindet sich ein Sichtfenster, in dem eine Art Gitter aus Stoff eingesetzt ist). Der afghanische Einfluss ist unübersehbar. Natürlich bin ich als emanzipierte Frau nur entsetzt über dieses Kleidungsstück und beschäftige mich noch viel mit dem Frauendasein in Pakistan.

© Annette W., 2008
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: Juli 2007
Dauer: circa 5 Wochen
Heimkehr: August 2007
Reiseziele: Pakistan
China
Nepal
Der Autor
 
Annette W. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Annette sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors
Annette über sich:
Hi liebe Welterforschende!
Mein Lebensmotto lautet:
Es gibt nichts Schöneres, als ins Unbekannte aufzubrechen!
Bin eine humorvolle, bisschen ver-rückte, sehr gerne auch provozierende und durchgeknallte Frau. Ich liebe Musik, Musik, Musik und abenteuerliche, nachdenkliche und interessante Expeditionsreisen in die abgelegensten Ecken der Welt sowie mein "Hexenmobil". Ich reise gerne alleine oder auch mit anderen Weltliebhabern mit Rucksack durch die Gegend. Ich finde junge und jung gebliebene Menschen klasse, die ähnlich denken und reisen. Freu mich auf einen Gedankenaustausch mit euch!

Ständig werde ich gefragt: Hast Du keine Angst? - Bist Du nicht einsam? - Woher nimmst Du Deinen Mut? - Warum reist Du alleine? usw. usw.:
Mit diesem Bericht möchte ich nun andere Frauen, vielleicht auch nicht mehr so ganz jung an Jahren wie ich, ermutigen, diesen offensichtlich noch immer ungewöhnlichen Schritt zu unternehmen - und gleichzeitig Männern aufzeigen: Es geht auch mal ohne Euch!!
Die Welt des Reisens hat mich schon seit Jahren gepackt. Bereits vor 16 Jahren habe ich zusammen mit meinem damaligen Mann, ausgehend von Australien mit Frachtschiff, Neuseeland durchstreift. Doch meine wahre Liebe galt immer dem Urwald und dem Abenteuer. 1990 enschloss ich mich spontan, einen 6-wöchigen Trip nach Indonesien zu unternehmen und flog kurzerhand nach Singapur, ohne KKM: Kind, Kegel, Mann. Nach den ersten stark gewöhnungsbedürftigen Nächten an einer 8-spurigen Straße im "Why not homestay"-Guesthouse in einem ca. 20-Männlein-Weiblein-Schlafsaal und dem ersten "Schock" des Exotischen ging's weiter mit Flugzeug nach Sumatra, anschließend per Bus, Schiff, Zug, Motorrad, etc. nach Java, Bali, Lombok - und (für Kenner) Gili Travangan. Meine Erfahrungen mit Urwald, mit dem ich das erste Mal zus. mit meinen beiden indonesischen Führern für ein paar Tage Kontakt hatte, mit der einheimischen Bevölkerung und dem Alleinreisen waren durchweg positiv . Fast überall wurde ich bestaunt und immer wieder gefragt: Warum reist Du allein? Auf diese Frage muß frau situationsbedingt antworten: allein unter Frauen, was selten der Fall ist: die Wahrheit, allein unter Männern: Interesse am Land, schreibe ein Buch, Ehemann hütet zu Hause die beiden Kinder (Bilder immer in der Tasche) ! Resultat: Alle sind zufrieden und ich kann beruhigt meiner Wege gehen. Auf dieser Reise traf ich auch eine ganze Menge Traveller aus aller Welt, die ich dann im weiteren Verlauf manchmal wiedergetroffen habe. Ab und zu sind wir zusammen weitergereist, dann mal wieder alleine weiter, usw.
Nach diesen erfolgreichen Wochen bekam ich noch mehr Mut und plante meine nächste Reise nach Borneo unter dem Motto: Allein unter Kopfjägern! Ausgehend von Kuala Lumpur startete ich in Sabah, Kuta Kinabalu, dem malaysischen Teil von Borneo. Von dort ging es mit Bussen weiter in den Norden der Insel, anschließend auf dem Seewege in den indonesischen Teil Kalimantan. Die Reise führte mich weiter in den Süden. Es folgte ein kurzer Abstecher nach Sulawesi zum Tauchen. Auf dieser 2 1/2-tägigen Schiffsfahrt traf ich den einzigen Europäer unter ca. 300 Indonesiern, nämlich Erich, den deutschen Schiffssicherheitsingenieur, der sich freute, mir das einzige freie Plätzchen in seiner Kabine zur Übernachtung anbieten zu können und (ausschließlich!) glücklich war, endlich mal wieder Deutsch sprechen zu können, was er dann auch fast ununterbrochen tat. Sobald ich mich aus meiner Kabine herauswagte, sprach es sich auf dem Schiff wie ein Lauffeuer herum, daß "die Fremde" draußen wäre, und innerhalb von 5 Minuten war ich umringt von ca. 30 Leuten, die mich bestaunten. Dann weiter auf Borneo per Bus und Mini-Flugzeug (4 männl. Passagiere, 1 Pilot) wieder aus dem indonesischen Teil in den malaysischen Staat Sarawak. Meine beiden Trips auf einem der zahlreichen Wasserstraßen ins Landesinnere mit jeweils einem indonesischen Führer verliefen auch sehr positiv und abenteuerlich. Die Familie wurde mir vorgestellt, ich wurde zusammen mit allen fotografiert, hinterließ ein paar deutsche "Andenken" und alle waren glücklich. Von dieser Reise muß ich allerdings sagen, daß ich zu oft alleine nur mit den Einheimischen war und ich sehnte mich nach den meist sehr lustigen und netten Zusammentreffen mit anderen "back-packern". Wo ich auftauchte, erregte ich Aufsehen und wurde bestaunt, was einem nach einer Zeit doch sehr auf den Nerv gehen kann. Die fehlenden Englisch-Kenntnisse der Insulaner waren dann auch manchmal zeitraubend und anstrengend, worauf ich beschloss, vor der nächsten Reise die entspr. Sprache einigermaßen zu erlernen.
Meine weiteren Erfahrungen in Marokko waren manchmal sehr nervend, da die arabischen Männer doch recht aufdringlich sind, besonders wenn sie mitbekommen, daß frau Französisch spricht. Mir wurde auch einmal nach längeren Diskussionen mit einem marokkanischen Mathematiklehrer gesagt, daß er es nicht gutfände, wenn selbstbewußte, alleinreisende und dann noch in seinen Augen feministische Frauen "aufrührerisches Gedankentum" in sein Land brächten und er wolle sich nicht länger mit mir unterhalten. Anderseits war ein Hotelbesitzer total begeistert, wollte mich heiraten und hatte die Idee, daß ich marokkanische Frauen selbstbewußter in ihrer Eigenschaft als Frau unterstützen solle.
Die Gründe für meine alleinigen Unternehmen sind pragmatischer Art: Reisen ist meine absolute Leidenschaft. Ich habe nichts dagegen, mit einem Freund oder Freundin zusammen zu reisen. Dieses scheiterte meistens jedoch an der bei manchen noch vorh. Familie, Geld, Mut, Zeit oder auch mangels Masse an entspr. Leuten. Dadurch dachte ich: Wat mut, dat mut, reise alleine, wenn Du die Welt kennenlernen willst und warte nicht auf Mitreisende, denn dafür ist das Leben zu kurz und Leute trifft frau unterwegs meistens genug! Was den Mut anbelangt, so wächst er mit der Zeit immer mehr. Wenn frau selbstbewusst auftritt, weiß, was sie will, ebnet Mann ihr wirklich den Weg. Zum Thema Einsamkeit muß gesagt werden, daß man unterscheiden muß zwischen Alleinsein und Einsamsein. Voraussetzung für das Alleinsein auf Reisen sind psychologische Kenntnisse der eigenen Persönlichkeit, das Wissen, auch mit schwierigen Situationen allein fertigwerden zu können , wunderschöne Erlebnisse auch alleine genießen zu können sowie gutes Informationsmaterial für entspr. Rucksackreisen. Einsamkeit stellt sich manchmal an blau-grünem Wasser, einsamen Korallenstränden, wunderschönen rauchenden Vulkanen und bei phantastischen Erlebnissen ein, wenn dann gerade nicht der (die) entsprechende Freund/in da ist, um das mit einem zu teilen. Doch diese Momente vergehen meistens schnell, da ich weiß, daß zu Hause genügend Freunde da sind, die später intensiv an den Erlebnissen Interesse haben werden. Erwähnen möchte ich noch, daß ich mich seit jeher bemühe, einen sanften Tourismus zu praktizieren, d.h. mich in einer umweltverträglichen und sozialverantwortlichen Art und Weise in den jeweiligen Ländern zu verhalten.
Also auf, Frauen: Fehlen die entsprechenden Mitreisenden und Ihr habt Lust, die Welt zu entdecken, reist, reist!! Es ist ungefährlicher als Ihr denkt! Doch bemüht Euch auch, dieses in einer integrativen Form zu tun.
Kamala H.(1996)