Sri Lanka-Reisebericht :sieht so aus, als flöge ich um die Welt...?

Sri Lanka: 16.01. Sri Lanka Hikkaduwa

Freitag

Heute waere ja eigentlich ausschlafen angesagt...leider repariert der Hotelbesitzer seine Tueren, indem er mit dem Hammer gegen sie schlaegt. Naja, es ist schon so gegen 10.00 also nicht so schlimm.
Heute wird ausnahmsweise mal gefruehstueckt. Bislang hatte ich meist keinen Hunger und habe nur eine Mahlzeit abends gegessen. Den Tag ueber trinke ich eher und esse Obst, wenn ueberhaupt.

Gesurft wird heute auch nicht. Ich brauch mal ne Pause. Vor allem fuer meinen Ruecken. Ich hab mir irgendwas gedreht, gezerrt, eingeklemmt oder whatever. Beim Surfen tut es gar nicht weh, dafuer sonst staendig. Aber auch ein bisschen aus Frust, weil ich es nicht so schnell lerne, wie ich gehofft hatte.

Aua, ich präsentiere, die schlechteste Surferin in Hikkaduwa

Aua, ich präsentiere, die schlechteste Surferin in Hikkaduwa

Tanja mit ihrem blauen Auge und ich mit den blauen Flecken werden oft gefragt: did u have an accident?

Tanja mit ihrem blauen Auge und ich mit den blauen Flecken werden oft gefragt: did u have an accident?

Stattdessen gehen Tanja und ich ein wenig den Strand runter, wo keine Surfer mehr sind und hopsen in den Wellen rum. Ergebnis ist viel Spass fuer uns, ein bisschen geschlucktes Salzwasser und ein Sonnenbrand am Ruecken fuer mich...

So, ich mach mir jetzt lieber ein Brett fuer morgen klar, sonst wird das nichts. Ich kenne mich, je laenger ich warte, desto mehr Zweifel, ob ich das alleine schaffe. Ruecksprache mit dem Surflehrer. Die besten Zeiten, um zu surfen, sind morgens um 8.00 bis ca. 11.00 und nachmittags zwischen 15.00 und 18.00. Ich entscheide mich fuer 8.30. Da sind vermutlich noch nicht so viele Leute unterwegs, was ich gut finde. Zum einen weil ich mich nicht noch unbedingt beim ins Wasser fallen beobachten lassen muss. Zum anderen und das ist ausschlaggebend, weil hier oft einfach zu viele Surfer an einer Stelle sind. Es gibt Crashs oder man kann nicht fahren, weil einem einer vor der Nase haengt (das hasse ich jetzt schon und ich kanns noch nicht einmal richtig).

Tanjas Handy musste zur Reparatur, weil der Touch Screen nicht mehr ging. Vermutlich wegen der Gischt, die hier staendig alles mit Salzwasser bedeckt. Wie gut, dass mein Tablet dagegen und auch gegen Sand immun ist (oder sein soll). Danke an Simon, der mir aussuchen geholfen hat. Wir wandern also den Strand entlang Richtung Innenstadt, um ihr Handy, das hoffentlich wieder funktioniert, abzuholen.
Schon fast in der Stadt, treffen wir auf eine blonde Frau, die etwas irritiert schaut und uns anspricht. Susanne ist Schwedin und hat ein Hotel ziemlich weit ausserhalb Richtung Galle. Sie wollte an den Strand nach Hikkaduwa, um Moeglichkeiten zum einkaufen, essen, Geld abheben, etc. zu finden. Ihr Hotel liegt ganz einsam, weil sie viel Yoga macht und Ruhe zum Schreiben braucht. Aber immer nur dort essen, will sie auch nicht. Hier aber auch nicht, denn hier ist es wirklich nicht schoen. Stimmt.
Wir erklaeren, dass der Strand Richtung Galle immer schoener wird, es aber von hier ne halbe Stunde zu laufen ist und wir versuchen, ihr die Stelle zu erlaeutern, an der man klettern muss, um weiter zu kommen. Da wir ja auch wieder zurueckmuessen, schliesst sie sich erstmal uns an.

Das Handy funktioniert, Tanja ist happy und nimmt ein TukTuk zurueck, um es schnellstmoeglich aufzuladen. Susanne und ich wandern gemuetlich am Strand entlang. Eine kurze Pause in einer suessen kleinen Bar, damit sie eine Kokosnuss trinken kann, dann gehts weiter. Wir sehen ein paar Leute, die sich im Wasser seltsam verhalten und schauen uns das aus der Naehe an. Vier oder fuenf grosse Schildkroeten schwimmen hier und lassen sich mit Seegras fuettern. Wir gesellen uns zu den wenigen Touristen (zwei Schnorchler, etwa vier weitere Leute) und koennen unser Glueck kaum fassen. Ich fuettere und streichle die Schildkroeten (zu spaet faellt mir ein, dass das schaedlich fuer die Tiere sein koennte, da sich Bakterien uebertragen. Die abgeklaerte Goa Connection troestet mich aber spaeter, denn koennten die Tiere das nicht ab, waeren die sicher schon laengst tot).
Was fuer ein gluecklicher Zufall. Schade, dass Tanja das verpasst, aber wir koennen es ja nachholen.

Susanne isst mit uns in der Lieblingsbar und wir berichten von den Schildkroeten. Ich war heute gar nicht Joggen, aber da ist ne Pause vielleicht auch nicht schlecht. Susanne faehrt irgendwann mit dem TukTuk nach Hause, wir sitzen noch eine Weile und schauen dann mal rueber in unser Hotel, das heute seine Party hat. Diesmal nicht direkt am Strand, sondern ueber die Strasse im Hauptbereich des Hotels. Zum Glueck, so sind die Beach Rooms wenigstens etwas ausserhalb des Geschehens. Die Party ist ganz nett. Es treten Feuertaenzer auf und eine Trommelgruppe. Aber ich habe irgendwie gar keinen Appetit auf Bier oder ueberhaupt Alkohol. Die Musik ist auch nicht so gut wie vorgestern. Ich tanze ein bisschen, aber eher Tanja zu liebe und will eigentlich frueh ins Bett. Schliesslich starte ich morgen meinen ersten Versuch allein mit einem Brett. Tanja will sich evtl. ein Wakeboard leihen und mit. Wir verabreden uns fuer 8.15, ich werde ihr Kaffee aufs Zimmer bringen.

Tanja ist schon heim und wir reden ueber die Leute um uns herum und treffen noch welche von der Goa Connection. Direkt vor uns tanzt eine Dame (vermutlich Russin) im apricotfarbenen Kleidchen mit 15 cm Absaetzen voellig deplaciert auf dem Weg vor der Bar aufreizend herum. Vermutlich fuer einen Ihrer maennlichen Begleiter. Gaeste muessen vom Weg runter, um nicht von Ihren Hueften oder Bruesten getroffen zu werden.
Ich sage gerade zu Akki, dass man sich da eigentlich daneben stellen muesste und voellig bescheuert neben ihr tanzen, da kommt ein Typ ueber den Weg, der genau das macht. Gross, Glatze, langer Bart, die Arme komplett taetowiert habe ich ihn schon mehrfach am Strand rumlaufen sehen (so jemanden uebersieht man nicht), nun taenzelt er voellig albern neben der Russin herum, ignoriert sie dabei voellig und ist ein Bild fuer die Goetter. Seine Freunde nebenan kriegen sich nicht mehr ein vor Lachen. Ich auch nicht, stehe auf und geselle mich dazu. Die Russin wirkt langsam irritiert, vor allem als der DJ nach einem ganzen Abend voller TechnoRemixe aktueller Hits urploetzlich auf HipHop wechselt. Perfekt, auf nichts kann ich alberner tanzen als auf HipHop und wir gehen total ab. Die Russin setzt sich mal lieber und jetzt tut es mir fast leid... Der Baertige ist ebenfalls Russe und kann kein Wort englisch, seine Freundin uebersetzt fuer ihn. Er findets cool, dass ich als Einzige mit ihm getanzt habe.
Wir sind erst um 2 Heim und ich schlafe in dieser Nacht gefuehlt gar nicht...

© Stefanie Förster, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich habe nie von einer Weltreise geträumt. Schockierend, ich weiß. Überraschenderweise unternehme ich jetzt aber eine. Wie es dazu kam, wo ich lande und wie es da so ist, das berichte ich Euch hier... Wer mag, darf mitlesen. Mein Blog richtet sich vor allem an meine Familie und Freunde, sowie an Ex Kollegen. ...naja und natürlich an mich selbst: eine Weltreise ist ein tolles Abenteuer liebe Steffi! ...nur Mut und einfach mal machen, wird schon schiefgehen ;)
Details:
Aufbruch: 11.01.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 28.05.2015
Reiseziele: Sri Lanka
Thailand
Indonesien
Australien
Neuseeland
Fidschi
Vereinigte Staaten
Mexiko
Deutschland
Malaysia
Singapur
Der Autor
 
Stefanie Förster berichtet seit 33 Monaten auf umdiewelt.
Reiseberichte von Stefanie sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!