Oman-Reisebericht :Oman - Land zwischen Tradition und Moderne

Nizwa: Auf den Djebel Shems (Grand Canyon)

Von Nizwa geht es die gleiche Strecke wie vor wenigen Tagen bis kurz vor Al-Hamra. Dort zweigt eine Straße ab nach Ghul, das in einem kleinen Wadi gleichen Namens liegt. Der alte Ort, der sich an den Bergrücken anschmiegt, ist zwar verlassen, aber die umliegenden Felder werden weiterhin bearbeitet, da der neue Ort mit Steinhäusern nicht weit entfernt angelegt wurde.

Die Straße führt weiter auf den höchsten Berg Omans, den Djebel Shems; sie war bis vor kurzem nur mit Geländewagen zu befahren, ist aber bis auf die ebene Strecke am Wadi Ghul und die letzten 8 Kilometer vor dem Gipfel inzwischen höchst komfortabel und breit geteert ausgebaut.

Man kann zwar bis an die Pforte des militärischen Sperrgebietes fahren (auf dem 3009 Meter hohen Gipfel des Diebel Shems steht eine Radarstation), aber es lohnt sich nicht, da man die spektakulären Ausblicke von einem Hochplateau hat, das man etwa 3 km vorher rechtsab auf eine Schotterstraße (aber PKW-geeignet) erreicht. Von dort hat man einen Rundumblick auf die Bergwelt (Djebel Shems) und vor allem in die 1000 m tiefe Wadi Nakhar Schlucht, die man durchaus mit dem Grand Canyon der USA vergleichen kann.

Wadi Nakhar Schlucht

Wadi Nakhar Schlucht

Panorama des Grand Canyon des Omans

Panorama des Grand Canyon des Omans

Um all die grandiosen Ausblicke zu erleben, kann man auf dem Hochplateau am Canyonrand entlangwandern.

auf dem Hochplateau

auf dem Hochplateau

Am Rande der Schotterstraße kann man bisweilen kleine Holzstände sehen, an denen kleine Webteppiche mit einfachen geometrischen Mustern hängen. Manchmal sitzt dort auch ein Weber des Djebel-Akhdar-Massivs an seinem ganz einfachen Bodenwebstuhl. Im Prinzip war die Weberei, der aus den langen Haaren der Omani-Ziegen gesponnenen Wolle schon vom Untergang bedroht, doch die steigende Nachfrage nach der alten Webeprodukte durch den Tourismus hat sie gerettet. Die Webarbeit wird übrigens bei den Nomaden des des Djebel-Akhdar-Massivs nur von den Männern betrieben.

Picnic vor der Rückfahrt

Picnic vor der Rückfahrt

Im nächsten Kapitel verlassen wir Nizwa und fahren nochmals ins Gebirge - auf den Djebel Akhdar.

© Herbert S., 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere zweiwöchige Omanreise im Toyota-Landcruiser führte uns durch herrliche abwechslungsreiche Landschaften mit vielen Eindrücken und Begegnungen mit freundlichen, unaufdringlichen Menschen.
Details:
Aufbruch: 25.12.2005
Dauer: 14 Tage
Heimkehr: 07.01.2006
Reiseziele: Oman
Vereinigte Arabische Emirate
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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Herbert über sich:
Bin begeisterter Reisender - teils mit Leihwagen in Mexiko, USA, Indonesien, Thailand, Arabien, Namibia, Südafrika, Türkei,... teils mit kleinem Wohnmobil in ganz Europa, aber besonders in Großbritannien und Skandinavien. Es gibt also noch viel zu berichten. Aber es kommt soviel hinzu.