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Olaf nennt es den Omanreisevirus - wer einmal da war, wird angesteckt. Daher steht schon seit Frühsommer die Planung: Schwerpunkt Musandam (hoher Norden) und Dhofar (Tiefer Süden)
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Dienstag, 26. Dezember 2006 - 6. Reisetag
Heute lassen wir den Wecker mal aus!. Daher sind wir auch erst um 8.30 Uhr beim Frühstück.
Lobby des Mercure
Das Buffet ist umfangreich; man sitzt wunderschön in der riesigen Lobby, dafür ist das Buffet nicht in unserem Angebotspreis enthalten und noch einmal 11% teurer geworden (50 DH). Auch der Wechselkurs von 4,15 DH für den € ist viel schlechter als in der Stadt (4,80 DH) - wie wir später feststellen. Aber wir haben keine Lust wegen der paar Kröten lange zu suchen. Wir wollen es uns ja heute gemütlich machen:
Im Norden der ausgedehnten Stadt, die mitten in der Wüste eine schachbrettartig aufgebaute Riesenoase darstellt, fast direkt an der (leider) jetzt durch Grenzzaun nicht mehr so durchlässige Grenze zum Oman, liegt der Kamelmarkt. Er ist eine feste Einrichtung mit abgetrennten Arealen der Kamelhändler, wo sie die Kamele zum Verkauf anbieten.
Kamelmarkt im Norden der Stadt
Wir fallen zwar auf, aber niemand schert sich um uns, - sicher da man weiß, dass wir mit Sicherheit kein Kamel kaufen wollen. Dafür können wir in aller Ruhe große und kleine, helle und dunkle Tiere beobachten. Es ist eine ganz tolle Atmosphäre auf diesem Markt. Man sollte ihn sich wirklich nicht entgehen lassen.
ganze Kamelfamilien stehen zum Verkauf
Das zweite Ziel ist der archäologische Hili-Park. Doch der ist vormittags nur für Touristengruppen offen, die mit Führer anreisen. Erst ab 16.00 Uhr ist der Park für
'families' offen. Daher müssen wir noch einmal wiederkommen.
Da wir im Oman keinerlei großen Shopping-Centre gesehen haben, nutzen wir die Gelegenheit auch einen kurzen Rundgang durch die Al Jimi Shoppingmall zu machen.
Al Jimi Mall
mit Eisbahn
Besonders beeindruckend ist der Widerspruch der hochmodernen Einrichtungen und der bis auf einen Sehschlitz völlig verschleierten Frauen.
Bevorzugt besuchen die verschleierten Damen Dessousgeschäfte, Juweliere und Modeläden mit den ultramodernen Jeans?!
Das Jahili Fort - unser nächstes Ziel - liegt westlich des Uhrturms. Auch diese Anlage wird mal wieder restauriert. Aber wir haben Glück, das Tor ist offen und wir gehen hinein.
Eingangstor
Das Ungewöhnliche an dieser Anlage ist, dass neben der eigentlichen viereckigen Festung ein runder Turm steht.
viereckige Anlage
Der sog. Hochzeitstortenturm ist drei Etagen hoch, und jedes Stockwerk hat einen geringeren Durchmesser als das darunterliegende. Hätte der Turm nicht so viele spitze Zinnen, sähe er fast wie eine gewaltige Hochzeitstorte aus.
Hochzeitstortenturm
Das Fort wurde 1898 von Shaikh Zayed Bin Khalifa, dem Großvater des heutigen Herrschers Shaikh Zayed Bin Sultan erbaut. Um 1918 (das genaue Datum ist unbekannt) wurde Shaikh Zayed im Jahili-Fort geboren.
In den 1980er Jahren wurde es nach traditionellen Methoden renoviert. Dazu wurde eine zähflüssige Mischung aus Lehm, Stroh und Wasser in hölzerne Formen gegossen und anschließend in der Sonne zu Ziegeln getrocknet.
auf dem Hof werden Stroh, Lehm und Wasser zum verwendeten Putz vermischt

Shaikh-Zayed-Palast
Nicht weit entfernt (Richtung Uhrturm) liegt das Shaikh-Zayed-Palast-Museum. Es handelt sich um das alte (renovierte) Wohnhaus des Herrschers der Vereinigten Arabischen Ernirate, H.H. Shaikh Zayed bin Sultan
In der Zeit seiner Erbauung /(um 1940) war das kleine Lehmgemäuer noch alles andere als ein Palast. Das Haus wurde jedoch ständig ausgebaut, und als Shaikh Zayed 1976 auszog, hatte es eine ansehnliche Größe erreicht.
Der danach immer verfallende Palast wurde durch ein groß angelegtes städtisches Projekt wiederaufgebaut.Heute strahlt das Haus wieder den Flair eines Palastes aus.
Beim Wiederaufbau und der Renovierung wurden ausschließlich traditionelle Materialien (Bruchsteine, Lehmziegel, Lehmputz, Palmstämme und Datteläste für die Decke nach althergebrachter Technik verbaut. Auch die schönen Holztüren mit aufwendigen Schnitzereien wurden wiederhergestellt.
Eingang zum Palast
Über dem Eingangstor steht sinngemäß: "Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes. Sicherheit sei mit dem, der eintritt."
einer der sechs Innenhöfe
Der Komplex umfasst sechs Innenhöfen. Alle Räume sind mit altem Mobiliar und Deko-Gegenständen eingerichtet als Majilis (Empfangszimmer), Schlafzimmer oder Versorgungsbereich. Ein Trakt war den Frauen vorbehalten, ein anderer den Herren.
das Schlafgemach
repräsentativer Empfangsraum
Am schönsten eingerichtet ist das offizielle Empfangszimmer von Shaikh Zayed, schlicht dagegen die (getrennten) Schlafräume des heutigen Präsidenten und seiner Frau Shaikha Fatima.
großes Zelt im Hof

Unweit des Palastes führt ein Weg in die Al-Ain-Oase. Er ist mit Schranke und einem Schild 'Durchfahrt verboten - für Farminhaber und Touristen frei!!!!' versehen.
Eingangstor in die Al-Ain-Oase
Da wir aber die Mittagszeit zu einem ausgiebigen Spaziergang im Schatten nutzen wollen, betreten wir die Oase per pedes. Es soll dort ein sehr schönes Freiluft-Shisha-Cafe geben.
gepflasterte Straßen durch die Oase
Bewässerung der Drei-Etagen-Wirtschaft: Futtergräser - Obstbäume - Dattelpalmen
Moschee in der Al-Ain-Oase
Folgt man dem Hauptweg quasi immer geradeaus (Richtung Osten), so kommt man an kleinen Moscheen vorbei nach knapp 1,5 km am anderen Ende des Palmenhaines direkt am Tiermarkt und dem Al-Ain-Museum im Al-Sharqi Fort wieder heraus.
pakistanische Händler vor ihren Toyota-Pick-Ups
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Neben dem Museum und dem Fort Al-Sharqi liegt der "Livestock, Market", der Tiermarkt der Oase. Unter und neben den Blechdächern werden in der Hauptsache Schafe, Ziegen und Kälber gehandelt. Die meisten Tiere stehen zum Verkauf auf den Toyota-Pick-Ups der pakistanischen Händler. Diese sitzen in Grüppchen davor, unterhalten sich und warten auf Käufer.
das Schafe frißt
und die Ziege ist nur traurig?!
Auch stapelweise Heu, bündelweise Alfalfagras und stellenweise Mais als Futtermittel werden gehandelt.

Für den Rückweg zu unserem Parkplatz nehmen wir die belebten Straßebn der Neustadt, in der wie im man alle großen Kreuzungen wieder mit Roundabouts versehen sind.
Kaffeekannen-Roundabout
Töpfer-Roundabout
Allmählich können wir schon daran denken, zum archäologischer Park Hili zu fahren, den wie man auf der Uhr an einer großen Kreuzung erkennt, geht es auf 16.00 Uhr zu.
'Uhrturm' von Al-Ain
Die große Parkanlage in der Nähe der Hili Fun City ist auf historischem Boden angelegt. Siedlungsreste und Gräber bezeugen, dass das Gebiet schon im dritten Jahrtausend v. Chr. bewohnt war.
Ausgrabungen am Eingang
Direkt hinter dem Parkeingang kann man die freigelegten Fundamente einer Siedlung aus der Bronzezeit begutachten. Weitere Überreste der Vergangenheit stammen von Begräbnisstätten.
Wie am Jebel Hafeet handelt es sich um oberirdische Rundgräber, aber ihre Gestalt und Ausfertigung ist anders. Die Hili Gräber sind in großer Präzision aus mächtigen, glatt gemeißelten Steinblöcken von zwei Metern Länge und einem Meter Breite errichtet. Manche von ihnen haben einen Durchmesser von 25 m, einige zwei Etagen (Hili Nord).
Great Hili Tomb
Die Reste des größten Monuments, des Great Hili Tomb, wurden von einem dänischen Archäologenteam Ende der 1960er Jahre entdeckt. Das "Departement of Antiquities" in Al-Ain hat es rekonstruiert, so dass man es heute in ganzer Größe besichtigen kann. Über den zwei Grabeingängen befinden sich gemeißelte Darstellungen von Gazellen, Kamelen, Leoparden und Menschen.

Nach dieser Besichtigung überlegen wir, wo wir heute unser Abendessen einnehmen. Zu einem sehr stark frewuentierten Buffet haben wir keine Lust. Doch in der Al-Ain-Mall kommt uns dann der Gedanke, dem dortigen Pizza Hut einen Besuch abzustatten. Zuück im Grandhotel Jebel Hafeet nutzen wir dann nur noch die Gelegenheit der Happy Hour in der Lawrence Bar und kehren danach müde auf unser Zimmer zurück.
So sieht es aus, wenn wir es uns gemütlich machen wollen: Kaffee am Auto vor dem Palastmuseum mit ein paar Cookies und fast food in einer mall!!!!
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