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Anfangs Juli ist es los gegangen. Keine Wohnung, kein Job, keine Pflichten. Nur die Lust wird das Tun bestimmen...
...und wir haben grosse Lust!
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Nach 3h Busfahrt kamen wir in Lijiang an. Lijiang ist ein wunderschoenes Staedtchen mit einem wunderbaren old Town. Am Busbahnhof wurden wir bereits von Mama Naxi in Empfang genommen. Mama hat drei Hostels in Lijiang, Mama one, two and three. Obwohl wir noch muede von der Fahrt waren, redete Mama ununterbrochen auf uns ein. Sonst ist sie aber eine sehr symphatische, tierliebende (hat viele haessliche Huendli) Person, bei der man nie Angst haben muss, man verhungert. So genossen wir bei Mama jeden Morgen Banana Pancakes und zum Abendessen gab es immer 8-10 verschiedene Gerichte.
Lijiang liegt auf 2400 Metern ueber Meer und die Altstadt ist ein Unesco Weltkulturerbe und dementsprechend sind die Strassen hier mal wunderbar sauber. Vor ca 10 Jahren war hier ein riesen Erdbeben und die Altstadt wurde wieder neu aufgebaut. Es hat nun, in all den verwinkelten und verzweigten Gaesschen, Souvenirlaeden und Restaurants. Nicht zu vergessen, eine Partymeile, wo Chinesen ihr Bestes beim Karaoke versuchen (es klang schlimmer als Dane unter der Dusche).
Eines der 10000 Gaesschen vollgeladen mit Shops.
Kreuz und Quer durch die Altstadt verlaeuft das Wasserversorgungssystem von Lijiang. Dort werden Kleider, Gemuese, Geschirr und wenn noetig auch sich selber gewaschen. Das Kanalsystem verleiht Lijiang aber einen ganz eigenen Charm.
Das Kanalsystem in Lijiang
Ueberall sieht man Treppen, die zum Wasser fuehren. Sie dienen als Waschstellen.
Weils so schoen ist noch einmal ein Bild
In den Kanaelen schwimmen massenhaft Fische herum (Lieblingsfisch der Chinesen ist der Goldfisch. Den findet man auch in jedem Hostel als Haustier in kleinen Glaesern).
Wir fragten uns, ob sie die Fische im Kanal auch essen. Als wir nachfragten wurde dies aber wehemend verneint. Die Fische in den Restaurants sahen aber komischerweise gleich aus, wie die im Kanalsystem.
Marcos Blick sagt alles....die Fische koennen froh sein, dass er seine Angelrute schon nach Hause gschickt hat.
Die Altstadt von Lijiang wird durch einen kleinen Huegel von der "Neustadt" getrennt. Von dort aus hat man einen super Blick auf die Altstadt und die umliegenden 6000er. Leider war es immer ein wenig bewoelkt und wir konnten die Gipfel der Berge immer nur kurz sehen.
Das naechste Bild laesst nur erahnen wie klein und verzweigt die Gaesschen in einem so dicht bebauten Lijiang sein muessen.
Blick ueber die Altstadt und die umliegenden Berge (dies sind aber nicht die 6000er)
Wie wir schon in anderen Staedten bemerkten, haben die Chinesen ein Flair fuer Abendbeleuchtung. Dies ist in Lijiang nicht anders und so wirkt Lijiang bei Nacht schon fast kitschig.
Lijiang by Night
Nachdem wir den ersten Tag im Staedtchen und bei Mamas Hostel verbrachten, mieteten wir am folgenden Tag Bikes, um die umliegenden Doerfchen unsicher zu machen.
Hier noch Mamas schoene Hunde. Der Weisse sah aus, wie ein zerknuellter Teddybaer. Neben tagelangem herumgerammle hinterliessen sie gerne mal ihre Visitenkarte vor der Zimmertuere...
Marco wieder einmal mit super-Bike, nur leider gibt es keine Bikes fuer grosse Westler.
Diesmal hatte auch Dane Glueck mit dem Bike.
Mit unseren schnellen Bikes ueberholten wir sogar die einheimischen Fahrzeuge... Die 6000er leider wieder bedeckt.
Auf dem Weg nach Beisha, kamen wir noch an einem schoene Park vorbei.
Der Weg hoch nach Beisha fuehrte uns vorbei an einem grossen chinesischen Medizinmarkt. Da mussten wir fast einen Blick hinein werfen. Anstelle von Aspirin und Zaepfli werden hier getrocknete Eidechsen, Schlangen und Seesterne im Multipack verkauft. Wir ueberlegten uns ob wir unser Medipack eintauschen sollen. Da der Beipackzettel nur auf chinesisch geschrieben war, liessen wir es bleiben (wir wussten auch nicht, wie sich getrocknete Eidechsen in den Tropen verhalten...)
Wir haetten Adi fast ein Paeckchen geschickt, als Dank fuer seine Hilfe...waren aber nicht sicher, ob es durch den Zoll kommt
Ein Grund wieso wir nach Beisha wollten, war Doktor Ho. Dane schleppt nun schon seit Tagen eine nicht besser werdende Erkaeltung mit sich rum. So lag es auf der Hand, dass wir einen der bekanntesten, chinesischen Mediziner aufsuchten.......! Dort angekommen, mussten wir zuerst all die Zeitungsartikel ueber ihn lesen. Dazu bekamen wir seinen Gesundheitstee. Danach wurde es ernst. Dane musste ins Sprechzimmer und wurde untersucht. Erstens Puls fuehlen, zweitens tief in die Augen schauen und drittens Zunge rausstrecken und begutachten. Diagnose: You are very lucky, just a little cold. Uuuuuhhhh, da habe ich nochmals Schwein gehabt. Er mischte mir eine Teekraueter-Mischung zusammen, die ich dreimal taeglich trinken musste.
Sprechstunde bei Dr. Ho.
Danach gings mit dem Radel durch weitere kleine herzige Doerfchen zurueck nach Lijiang. Die Umgebung von Lijiang ist genauso bezaubernd wie Lijiang selber und der Ausflug hat uns super gefallen.
Nach der Biketour studiert Marco den Stadtplan und sucht den richtigen Weg zurueck zum Hostel, gar nicht so einfach in Lijiang.
Wo ist der chinesische Waschbaer?
Ueber Mamas Hostel buchten wir ein Taxi fuer nach Qiaotou. Von dort aus machten wir den Tiger Leaping Gorge Trek. Der war sensationell und deswegen mehr dazu im naechsten Kapitel.
Nach dem Gorge waren wir nochmals 2 Tage in Lijiang und Dane durfte endlich noch ein wenig shoppen, yeah! Sonst erholten wir uns noch ein wenig von den Strapazen des Treks.
©
Marco und Danielle Andreina Neuhaus,
2007
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