Indonesien-Reisebericht :Australien nach Deutschland

10 Tage auf einem Segelboot

Nachdem Inge und ich die Crew des Segelbootes kennengelernt haben, waren wir beide schon sehr begeistert. Den ersten Abend haben wir in einer Bar am Hafen verbracht und uns auf Anhieb mit allen gut verstanden. Die neunkoepfige Crew hat sich zusammengesetzt aus dem Captain Warwick und seinen beiden guten Freunden Warren und Mike, Koechin Mary-Claire, der Filmcrew Nate und Tara, uns beiden, sowie Leon, derjenige, wegem dem der ganze Trip eigentlich stattgefunden hat. Er hat sich einige Monate zuvor in der Stadt Dili auf Ost Timor ein Segelboot gekauft, das sofort noch im Hafen gesunken ist. Seine Mission ist jetzt, das Boot wieder hochzuholen, und das ganze wird von der Filmcrew dokumentiert. Diese Doku werden wir in einigen Monaten dann zugeschickt bekommen, da auch wir drin vorkommen.

Als wir dann Freitags abends auf das Boot sind, waren wir noch mehr begeistert. Es ist sehr klein, orange und sehr gemuetlich. Es hat eigentlich nicht wirklich genug Platz fuer neun Leute, aber wir haben alle ein Plaetzchen zum Schlafen gefunden, irgendwo an Deck, oder in einer der beiden Haengematten, die entlang der Seiten aufgehaengt waren.
Bevor wir Darwin verlassen haben, sind wir noch mit dem Motorboot durch die Mangroven gefahren, die sich direkt neben dem Hafen befinden. Ich durfte sogar lernen, das Motorboot zu steuern.
Die naechsten zehn Tage hatten wir dann eine grossartige Zeit an Bord. Wir haben oft angehalten, um mitten im Meer schwimmen zu gehen, hatten immer sehr leckeres Essen und sehr lustige Abende. Wir haben auch einiges an Fauna gesehn: eine Seeschlange, direkt neben uns, als wir gerade schwimmen waren, viele Delfine, manche wirklich direkt neben dem Boot, fliegende Fische (ich wusste nicht, dass die wirkich fuer mehrere Sekunde uebers Wasser fliegen. einer ist sogar an Bord gelandet.), und als Kroenung ein roter Tintenfisch, der ploetzlich durchs Fenster geflogen ist und sehr erschrocken wirkte (kein Scherz, man konnte sehen, dass er richig heftig geatmet hat).
An unserm vierten Tag war dann das erste Land in Sicht. Wir haben an einer kleinen, unbewohnten Insel halt gemacht. Dort gab es eine Fledermaushoehle, auf die wir sehr gespannt waren. Um hineinzugelangen, mussten wir erstmal ein Weilchen schwimmen. Drin angekommen haben wir erstmal gedacht es regnet sehr stark. Eine halbe Sekunde spaeter ist uns klar geworden, dass es in einer Hoehle nicht regnen kann und es ausserdem etwas strenger riecht. Nachdem wir nach oben geschaut haben, haben wir realisiert, dass die Hoehle voll war mit abertausenden Fledermaeusen, und der "Regen" ihre Ausscheidungen war. Sobald wir aus dem Wasser waren sind wir also erstmal zum Hoehlenrand gerannt und haben uns unter einen kleinen Unterschlupf geduckt. Dort konnten wir uns erstmal das Schlimmste aus dem Gesicht wischen. Es gab Fledermaeuse ueberall und einige kamen sehr nah. Nate, der einer abgestuerzten wieder auf die Beine helfen wollte, wurde auch gleich mal gebissen. Da wir uns aufgrund des Laerms und des Gestanks nicht sehr lange aufhalten wollten, wurden ein paar kurze Aufnahmen gemacht und dann gings wieder zurueck zum Boot. Es war mal was anderes.
Am selben Tag sind wir dann auf Rodi gelandet, einer idyllischen kleinen Insel, mit einem absoluten Traumstrand (Palmen, weisser Sand, kleine Huetten) und einem Korallenriff, das uns dazu brachte den Rest des Tages mit Schnorcheln zu verbringen.

Zwei Tage spaeter waren wir in Kupang. Dort sollten wir eigentlich von Bord gehen. Da wir uns mit der Crew aber so gut verstanden haben und uns auf dem Boot schon recht heimisch gefuehlt haben, haben wir uns entschlossen noch bis nach Dili auf Ost-Timor mitzukommen.
Dort sind wir jetzt gerade angekommen und ueber unsere Erlebnisse hier werde ich im naechsten Bericht schreiben.

© Aline Hofmann, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
von Darwin nach Wiesloch - hoffentlich komplett ohne fliegen zu muessen, das ist das Ziel von mir und meiner belgischen Freundin Inge
Details:
Aufbruch: 20.09.2008
Dauer: 13 Wochen
Heimkehr: 19.12.2008
Reiseziele: Australien
Indonesien
Osttimor
Thailand
Der Autor
 
Aline Hofmann berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.