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Nachdem offenbar vor wenigen Stunden die thailändische Botschaft in Kambodscha abgebrannt ist - offenbar nicht ohne Fremdeinwirkung - stehe ich nun vor dem Scherbenhaufen meiner hochtrabenden Kambodscha-Pläne. Sicher scheint im Augenblick nur die Landung in Bangkok - die Frage nach dem "Wohin" wird sich dann wohl dort lösen.
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[Stand der Informationen: Maerz 2003]
Als Reisefuehrer habe ich den Lonely Planet, Cambodia genutzt, kann dieses Werk aber - ganz im Gegensatz zur hervorragenden Thailandausgabe - nicht empfehlen. Unvollstaendig, inkonsistent, veraltet, falsch.
Richtig gut hingegen sind meine Empfehlungen an dieser Stelle.
Einreise und Ausreise:
s. naechstes Kapitel
Finanzen:
Die schlechte Nachricht zuerst: Kambodscha ist um einiges teurer als seine Nachbarn. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die kambodschanische Landeswaehrung der US-Dollar ist. Zwar gibt es auch noch den kambodschanischen Riel, der wird aber nur fuer Kleinstbetraege (unter 1 Dollar) verwendet. Im Grenzgebiet zu Thailand (bis ca. 100 km Entfernung) kann auch in thailaendischen Baht gezahlt werden, im Rest des Landes sollte dieses Geld jedoch tunlichst versteckt werden, da Thailand recht unbeliebt ist.
Es empfiehlt sich die Mitnahme eines dicken Buendels von 1- und 5-Dollar-Noten, alles andere ist zu unhandlich. Die Dollarnoten muessen zwar nicht, wie teilweise verlautet, in druckfrischem Zustand sein, sollten aber auf keinen Fall bekritzelt oder angerissen sein.
Hier ein paar Preise:
Geizig?
Handeln geht bei vielen Dingen: Zimmer, Taxi, Souvenirs, Buecher, Uhren, was auch immer. Nicht jedoch bei Festpreisen: Wasser, Restaurants, Bars, Internet-Café, Eintritte. Und bei Kleinstbetraegen (z. B. beim Kauf einer einzigen Ananas) macht man sich leicht laecherlich, wenn man gleich einen Handelskrieg anfaengt, ausser natuerlich (s. Taxi), wenn man den korrekten Preis kennt und weiss, dass man sonst uebers Ohr gehauen wird.
Unterkunft:
2 Empfehlungen kann ich aussprechen, alle anderen Unterkuenfte waren okay, aber nicht erwaehnenswert.
Nghi Chhe Guesthouse, sehr empfehlenswert.
Internet:
Phnom Penh und Siem Reap sind ueber ein Breitbandkabel geschwindigkeitsmaessig bestens an die Welt angebunden. Preise dort: ca. 1,50 Dollar.
Im suedlichen Kampot sind's hingegen 3 Dollar bei übler Geschwindigkeit.
In Sihanoukville ist's okay, unwesentlich teurer als in der Hauptstadt.
In kleineren Staedten, die von Touristen eher weniger mitbekommen, muss man damit rechnen, dass "Internet" einfach nicht bekannt ist. So z. B. im 39.000-Seelen-Kaff Takeo.
Strom:
Keine Probleme, Details werden nachgeliefert.
Motorradmiete:
Wir haben bei "Lucky! Lucky!", Phnom Penh, Monivong Boulevard Nr. 413, Naehe Hongkong Hotel, gemietet.
6 Dollar pro Tag fuer aeltere Maschinen. Handeln war in meinem Fall nicht moeglich, der Versuch kann aber sicher nicht schaden.
Die Maschinen sind in mittelschlechtem Zustand. Probefahrt gegen Ausweishinterlegung ist kein Problem. Checkt die Bremsen, die Kettenspannung, die Lichter, die Hupe (!!!), den 5. Gang, das Reifenprofil ... Alle Maengel, so sie denn reklamiert werden, werden dann auch beseitigt (zumindest provisorisch), der Kunde ist Koenig.
Helme kann man sich umsonst leihen, ich hatte jedoch meinen eigenen dabei.
Ausweis muss hinterlegt werden, Grenzuebertritte werden also problematisch, es sei denn, man hinterlegt den Personalausweis. Ansonsten sind Grenzuebertritte zumindest nach Thailand wohl kein Problem und kostenfrei.
Fuehrerschein wird nicht verlangt.
Tagsueber empfiehlt sich das Fahren mit Licht, da man besser gesehen wird. Die Kambodschaner werden einen aber bei jeder Gelegenheit darauf hinweisen, nicht zuletzt, weil Licht am Tag verboten ist (im Gegensatz zu "kein Licht bei Nacht"!). Will einen die Polizei anhalten (einmal vorgekommen), empfiehlt sich die Flucht, die Polizei kann da nix machen, ist zu lahm und will eh nur 2000 Riel abkassieren.
Bei Rueckgabe wird der Zustand der Motorraeder nicht begutachtet, mein ausgetauschter Bremsgriff (da abgebrochen) und diverse Dellen vom Sturz sind nicht weiter aufgefallen.
| anonym | ||
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Ich werde im April nach Laos reisen und individuel mich fortbewegen. Vielen Herzlichen Dank für diese ausserordentlichen Beiträge ich kann nur sagen, du hast das super gemacht! Einfach toll! Freue mich auf den Start meiner Reise und hoffentlich werde ich ähnliche Abenteuer erleben, nur möglichst keine "Mallorca-hin-und-zurück-Biertouristen" ;-O Gruess Oli | ||
| Lisa1966 | ||
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| Ich fand das den besten Reisebericht, den ich je gelesen habe und habe alle Infos bekommen, die ich brauchte. Sehr nett auch geschrieben. Vielen Dank. Gruß, Lisa | ||
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Anmerkung des Autors:
Wow, danke! | ||
| anonym | ||
|---|---|---|
| toller bericht und viele angaben stimmen.so ist das asienerlebnis gesichert. | ||
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©
Martin Gädeke,
2003
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