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Nachdem offenbar vor wenigen Stunden die thailändische Botschaft in Kambodscha abgebrannt ist - offenbar nicht ohne Fremdeinwirkung - stehe ich nun vor dem Scherbenhaufen meiner hochtrabenden Kambodscha-Pläne. Sicher scheint im Augenblick nur die Landung in Bangkok - die Frage nach dem "Wohin" wird sich dann wohl dort lösen.
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Kambodscha ist bitterarm und die Geschichte dieses Landes ist ein einziges Desaster:
Nun hat Kambodscha aber ein einmaliges Kleinod zu bieten, Angkor, eine gigantische Tempelanlage, die sich im Nordwesten des Landes über mehr als 200 Quadratkilometer erstreckt.
Blick über den Dschungel von Angkor, in der Mitte einer der Haupttempel: Angkor Wat.
Zu Zeiten unseres Mittelalters (9.-15. Jahrhundert) war Angkor, Hauptstadt des gleichnamigen Reiches, die bevölkerungsreichste Stadt der Welt und um ein Vielfaches größer als beispielsweise London. Heute sind nur noch die teilweise verfallenen Ruinen der gigantischen Tempelanlagen zu besichtigen. 1860 von den Franzosen im Urwald wiederentdeckt, hat Angkor heute beste Aussichten, das zukünftige Zentrum des Tourismus in Südostasien zu werden. Zweifellos eine großartige Chance für Kambodscha.
Die Fahrt nach Siem Reap, der nächsten Stadt in der Nähe der Tempel, kann man nicht gerade als einfach und komfortabel bezeichnen. Für die 160 Kilometer benötigen wir 4,5 Stunden. Allein der Zustand der Strasse - und es ist eine wichtige Strasse, denn sie bringt die Touristen - lässt auf die Situation des Landes und der Menschen schließen.
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©
Martin Gädeke,
2003
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