Kambodscha-Reisebericht :Einmal Jakob und Zurück

Kambodscha

Monat August

31.07.2014 Homeland guesthouse, Phnom Phen.

Gestern bin ich, nach einem ereignislosen Flug, in Phnom Phen angekommen. Es schwüler als in Bangkok, gefühlt doppelt so warm und hundert mal dreckigen. Nachdem ich 2 geschlagene Stunden am Flughafen verbracht habe, eine um ihn verlassen zu dürfen und eine im Burger Kong (free wifi), bin ich mit einem der Taxis zu meinem kl Hotel gefahren.
Die Tour stellte sich rasch als sightseeing der besonderen Art dar. Der Taxi verstand es bestens die mörderische rush hour gekonnt zu umgehen ohne einen der verrückten Moped oder Radfahrer über den Haufen zu nieten. Spannend! Verkehrsregeln konnte ich bei diesem gewusel nicht erkennen. Wenn nicht die Fahrbahn in der Mitte von einer anderen getrennt ist, dann fährt hier jeder wie er will, mit oder gegen die Fahrtrichtung. Auch ist die Summe der Personen pro Fahrzeug nicht beschränkt oder gar die intaktheit!
Im auto fühlte ich mich sicher, allerdings habe ich Gegenden von Phnom phen gesehen wo ich mich nur in einem Panzer rein getraut hätte...
In der Hoffnung eine Nacht etwas durchgehender schlafen zu können! Ging auch ganz gut, wenn man vom gestöhne aus dem angzrendem Zimmer ausgeblendet hat. Die hatten offensichtlich spass und hatten ganz schön Ausdauer. Um 6uhr 30 begannen dann endlich die Ausbau arbeiten in dem Hotel. Klasse.

01.08. - 02.08.2014

Mein Frühstück bestand aus einem Xpresso und gebratenem Reis. Köstlich allerdings musste ich feststellen, dass mein Körper besonders mein Magen eine etwas andere Vorstellung von Frühstück hat, als mein Kopf!
Beschluss für die nächsten Morgende, american breakfast.
Nachdem Frühstück, hatte ich ca. 1 Stunde bevor mich der Bus der nach Siahounk ville fährt abholt. Also beschloss in mich etwas um zu sehen. Ich habe bereits vorab von vielen Backpackern gehört, dass Straßen Überquerungen, in Phnom Phen, schlimmer seien als in Hanoi oder Saigon oder Bangkok. Im Grunde ist des irre simple. Geh auf die Straße und der Verkehr fährt um dich herum. Hupen ist hier standard. Wird auch gerne ohne irgendeinen Grund gemacht. Hört sich auch gut an so eine Hupe, nicht?
Das was ich gesehen habe, hat mir nicht gefallen so dass ich schnell wieder kehrt gemacht habe. Im Hotel, stellten die angestellten direkt mal fest, dass sie mir das falsche Busticket verkauft haben. Danke! Das Ticket von mir, war für einen Bus der nur um 12PM statt AM fuhr... Sie anderen es schnell und ich nahm gleich ein Tuk Tuk, der mich für 2$ zum central market brachte. Wenn ich immer dachte Smog wäre in großen Städten mit tropischen Klima schlimm, dann korrigierte ich mich schnell mit Abfall Gerüchen und Smog ist katastrophal! Die Khmer haben überhaupt kein Problem damit ihren Abfall direkt vor die eigene Haustür oder aus dem Fenster zu schmeißen. Am central market angekommen, habe ich noch den Bus vor meinem nach siahounk ville bekommen. 4stunden Busfahrt! Nach 6-7 Stunden bin ich angekommen!

Die Busfahrt:
Ich habe schnell begriffen das 4 Stunden mehr als optimistisch kalkuliert worden war. Es war ein bedeckter schwüler Tag mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auf den einen oder anderen tropfen vom Himmel. Bei gefühlten 50km/h krochen wir durch Phnom Phen und die Landschaft Kambodschas. In meinem Bus waren mit mir noch 3 Traveler, alle drei sehr Wort karg. Also blieb ich an meinem Fenster und betrachtete die Landschaft und hing meinen Gedanken nach.
Überall wo Khmer leben sieht es aus wie auf einer Mülldeponie. Wo Khmer hingehen oder sich setzten bleibt Müll als Andenken zurück. Sogar im Bus! Da wird das Essen oder besser gesagt die Reste auf den Boden gespuckt. 2 Polizeikontrollen, einmal auf Tauchfahrt mit dem Bus durch einen Fluss der Auslauf benötigte, mehreren Überholmanövern und einem kurzem Stop passierte nicht viel während der Fahrt.
Am Busbahnhof nahm ich ein Taxi das mich zum Otres Beach II brachte. Das Bungalow, welches ich mir zuvor gebucht hatte, war so übel, dass noch direkt wieder verschwand und dass Geld zurück forderte... Ziemlich angepisst stampfte ich wütend zum nächst besten und quartierte mich dort für eine Nacht ein. Der Schreck kam am morgen! Ich hatte mich verhört... Statt 17$ kostete es 77$ so ein mist. Egal. Der Bungalow war traumhaft schön, mit offener Dusche zum Himmel, köstliches Essen, einem exzellenten Mojito (willkommens drink) und mega leckeres Frühstück.
Gestärkt brachte mich ein Tuk-Tuk zum Otres Beach I. Bungalow gefunden 12$/night und morgen bin ich einem Dorm für 7$/night.
Der Strand ist weiß und macht quietschende Geräusche wenn man darüber schlurft.

Soweit. Jakob der am Strand in einer Bar liegt und ein wohlverdienten Bier schlürft.

03.08. -04.08.14 Otres Beach I Mushroom point
Es regnet! Seit gestern abend. Mal stärker mal schwächer, aber es ist war und stinkt nicht. Das Hostel hat eine sehr familiäre Atmosphäre. Alle sind sehr nett. Man kommt mit jeden direkt und leicht ins Gespräch. Die Bungalows sehen aus wie Pilze. Daher Name Bratkartoffel! der Dorm liegt direkt oberhalb von der Rezeption und bar. Im pilzkopf sozusagen. 7 betten, kreisrund und jedes mit dem Moskito Netz versehen. Es wird täglich sauber gemacht und die betten frisch bezogen. Duschen sind in Ordnung und sauber. der Strahl für die Dusche ist für meinem Geschmack zu hart eingestellt, geht aber klar. Im Restaurant kann man sehr lecker Khmer curry essen. Ist gar nicht so scharf oder fuckin Pizza. Die ist selbst gemacht und sehr lecker.

In Kambodscha wird alles in US Dollar bezahlt. Es ist teurer als in Thailand.
Bin viel am nachdenken und habe viele Zweifel ob ich hier das richtige tue. Habe auch viel Angst davor das mir hier jmd etwas klaut. Ist zwar alles versichert dennoch ist sie da.
Nachdem ich zwei Tage gezwungener Maßen nichts tun konnte ausser im Hostel in der Hängematte zu liegen, ich hatte mir den einen fuss um geknickt und den anderen am Zeh einen 2cm langen und mittel tiefen schnitt zu gezogen, den habe ich umgehend versorgt, desinfiziert und einen verband drum gewickelt, habe ich mich heute zum Strand bewegt um dort zu Frühstücken. War köstlich. Obsalat aus mango, papaya, dragon fruit (die schmeckte),Ananas und cocosnuss dazu baguette mit Marmelade und einem Pot Ingwer Tee.
Die Mangos sind hier kleiner als bei uns und schmecken etwas mehliger. Der Rest war Zucker süß.
Ich glaube ich gehe jetzt schwimmen.
Bis Bald jakob

04.08 - 05.08.2014 Mushroom point, Otres Beach, Sihanouk ville

Das schwimmen am 4.8 fiel sprichwörtlich ins Wasser. Der Regen über aus stark dauerte auch noch bis zum Abend des 05.08.
(Anmerkung: ich nenne bewusst keine Wochentage, da ich schlichtweg nicht weiß welchen Wochentag wir haben!)
Auch am 5.08 machte ich nichts. Bin Klasse ausgestattet was Medikamente und equipment an geht. Aber miserabl was Regenjacke oder poncho. Habe eine Capi!!!
Egal. Eigentlich. Nichts tuen bekommt mir ganz und gar nicht.
Ich habe einen Beschluss gefasst. Ich verkürze meinen Aufenthalt in Kambodscha. Ich fliege am 09.08.2014 nach Siem Reap, Angkor Wat.
Fliegen ist zwar viermal so teuer wie Bus fahren aber ca 16mal kürzer von der Zeit. Zu dem sehen die Busse alles andere als vertrauenswürdig aus. Kurz gesagt, ich hab schoss damit nachts zu fahren.
Warum ich verkürzen? Ich mag Kambodscha nicht. Kann mich hier nicht anfreunden mit dem Land und dem Essen, zu dem ist es ziemlich teuer bei Verhältnismäßig kleinen Portionen.
Also schaue ich mir in Ruhe, vielleicht auch in einer Reisegruppe, Angkor Wat an und fliege dann nach Vietnam.

Jakob

06.08.2014 Selber Ort.

Heute war ich in der Stadt. Wollte sie mir eigentlich länger angucken, aber es regnete gerade mal wieder. Also ließ ich mich im Tuk Tuk etwas durch die Stadt kutschieren.
Hob nebenbei noch etwas Geld beim Canadian ATM, zahlt man keine Abhebunggebühr auch wenn ich die in Deutschland zurück erstattet bekommen würde, muss ja aber nicht sein. Bei allen anderen Automaten zahlt man ca 8$!
In einem Supermarkt habe ich dann noch Kekse und digestives gekauft, für den Notfall.
Das was ich gesehen habe war ebenfalls nicht sonderlich schön. Viele Bauruinen. Viel Armut. Interessante Tankstellen. Fotos kommen noch.
Die meisten Straßen die Asphaltiert sind standen Knöchel tief unterwasser.
Die Kekse sind lecker. Mjami. XD
Das Khmer essen.
Ähnlich dem Thailändischen aber nicht scharf und auch nicht so hübsch anzusehen. das Landes Gericht: Khmer curry Amok mit Huhn. Auf Huhn verzichte ich hier. Die scheinen ihre Probleme mit dem lösen des Fleisches vom Knochen zu haben...
Nachmittags war ich dann das erste mal schwimmen. Wasser ist flach, man muss weit raus gehen um richtig schwimmen zu wollen. Ich schreibe wollen, weil sie mit de Meer das selbe Problem wie mit der Natur haben. Hast du Müll? Schmeiß es wo du bist weg. Bedeutet, nachdem ich in einer sicheren Entfernung, sagen wir so 8m eine Autobatterie im Wasser planschen sah. Bin ich wieder raus gegangen. Nicht schön. Leider. Vielleicht sehe ich das hier auch zu kritisch, da es mir nur nicht so gut geht.
Die Strömung der Wellen ist stark. Die ziehen dir recht gut die Beine weg, wenn man unvorsichtig ist.

07.08.2014 immer noch Otres Beach.

Habe nun alle Planungen nach siem reap abgeschlossen. Für die erste Nacht habe ich mir ein kleines Zimmer gebucht. Dorms sind schön und gut aber nichts für mich. Diverse Ausdünstungen, viel hin und her gerenne in der Nacht, Hunde und Katzen als Besucher Nachts, wie die rein kommen konnten? Keinen blassen Dunst.
Das knausern oder besser auf Geld achten ist nicht schlimm, aber auch immer beim essen darauf zu achten. Zu hart, wie jmden wie mich, der sehr gerne isst. Werde ich ändern. Wenn ich früher als geplant habe kein Geld mehr habe, komme ich nach Hause. Das ich sehr vermisse.
Um 04:30pm habe ich mir eine Yoga Einheit gegönnt. 2:30h hat sie ungefähr gedauert und ich war absolut KO aber glücklich danach und total zerstochen. Antimuckenschutz wirkt nicht so gut. Sah aus als hätte ich geduscht, so nass geschwitz war ich. Das anschließende schwimmen im Meer (immer noch recht dreckig) war eine wohltuende Erfrischung.
Den abend habe ich mit Lao Beer und ein paar Leuten die ich hier kennen gelernt habe ausklingen lassen.

Bis dann

© Jakob A, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
6 Länder 11 Monate Zeit. "We travel, initially, to lose ourselves; and we travel, next, to find ourselves." Pico Iyer
Details:
Aufbruch: 28.07.2014
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 10.06.2015
Reiseziele: Thailand
Kambodscha
Vietnam
Laos
Neuseeland
Der Autor
 
Jakob A berichtet seit 3 Jahren auf umdiewelt.
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Jakob über sich:
Mein Name ist Jakob. Bin 26 Jahre alt, staatl. geprüfter BTA und habe nach ca 6 Jahren Arbeit beschlossen zu kündigen, eine 11monatige Weltreise zu machen und anschließend studieren zu gehen.

Ich schreibe diesen Blog für mich und jene die mich nur in ihren Gedanken begleiten können.