Myanmar-Reisebericht :Asien ohne Routenplanung

zeitreise ins 13. jahrhundert

die reise nach burma bringt uns ins jahr 1369 (lokale zeitrechnung). hier angekommen mussten wir uns an diverse Sachen gewoehnen wie zum beispiel, dass praktisch alle maenner traditionelle roecke - ein tuch mit eimem knoten befestigt - tragen. die frauen und kinder und selten auch maenner schmninken sich mit einer gelben Paste, die als Sonnenschutz und nebenbei auch zur verschoenerung dient.

typische burma gesichter

typische burma gesichter

nach einigen tagen in yangoon reisen wir zum "golden rock" ein beliebtes Pilgerziel fuer die einheimischen. der fels liegt etwas abseitz des dorfes kinpun, der steile weg dorthin kann auf der ladebruecke eines lastwagens oder zu fuss zurueckgelegt werden. Wie die meisten einheimischen befohrzugen wir die holzbaenke auf dem lastwagen und lassen uns die erste strecke hinauf fahren. anschliessend sind 45min zu fuss zu meistern.

klein schegg neben dem golden rock

klein schegg neben dem golden rock

auf dem weg nach inle lake legen wir in bago einen halt ein und besichtigen den liegenden buddha, der ueber 100m misst.
unsere motorradtaxis zeigen uns noch weitere interessante orte. zwischendurch musste das motorrad aufgetankt werden und das an kleinen staenden wo das benzin in alkoholflaschen abgefuellt, literweise verkauft wird.
gleichentags fahren wir per bus weiter und kommen am morgen frueh beim inle lake an.

mittelgross  sonja neben dem riesigen buddha

mittelgross sonja neben dem riesigen buddha

auf dem see sind sehr viele pfahlbauhaeuser zu sehen

auf dem see sind sehr viele pfahlbauhaeuser zu sehen

die 1000 pagoden sind noch in ihrem urspruenglichen zustand

die 1000 pagoden sind noch in ihrem urspruenglichen zustand

Wir besichtigen per Boot - leider eins mit aussenbordmotor, hier rudern die fischer noch mit den fuessen - den inle see mit den wunderschoenen umliegenden berglandschaften. vorbei an schwimmenden gaerten, pfahlbaudoerfern und sattgruenen reisfeldern erkunden wir einen einheimischenmarkt. auf dem markt werden auch messer geschmiedet und geschliffen, diverse esswaren und die in burma beliebte betelnuss, vermischt mit kautabak in einem blatt, verkauft.

ein fischer, der mit dem bein rudert, damit er die haende fuer andere taetigkeiten frei hat.

ein fischer, der mit dem bein rudert, damit er die haende fuer andere taetigkeiten frei hat.

ein cleverer burmese

ein cleverer burmese

mit dem pickup fahren wir weiter nach kalaw, ein kleines doerfchen umgeben von bergen. da die regenzeit dieses jahr fruehzeitig begonnen hat, ist nur die zeit bis zum mittag trocken zu ueberstehen. wir vertreiben unsere zeit mit jassen.

beim pickup-fahren sitzen die frauen in der hinteren oftmals vollgestopften "kabine", wo manchmal auch tiere transportiert werden. die maenner nehmen auf dem dach zwischen dem gepaeck platz.

beim pickup-fahren sitzen die frauen in der hinteren oftmals vollgestopften "kabine", wo manchmal auch tiere transportiert werden. die maenner nehmen auf dem dach zwischen dem gepaeck platz.

hoooooo! ochsen muessen auch angetrieben werden

hoooooo! ochsen muessen auch angetrieben werden

mitten in den bergen uebernachten wir bei einer nepalesischen familie. hier bezahlen wir den preis von 3000 kyat (ca. 3.-sFr) fuer das abendessen, uebernachtung und fruehstueck. wir waren sehr froh, dass es so etwas in burma auch noch gibt. entlang der touristenpfade - meistens ist es verboten in andere gebiete zu reisen - sind die preise fuer nichtburmesen praktisch immer um ein vielfaches teurer als fuer die einheimischen. aber daran sind auch die touristen selbst schuld: auf dem boot von mandalay nach bagan rann ein tourist mit einer 100-dollar-note winkend (der durchschnittliche monatslohn in burma betraegt ca. 30 - 40 dollar) hinter dem ticketkontrolleur her und sagte immer wieder: ich habs nicht kleiner!

wenn es waehrend der monsunzeit regnet dann bleibt nichts trocken !

wenn es waehrend der monsunzeit regnet dann bleibt nichts trocken !

wir verabschieden uns von der schoenen region und fahren in einem minibus weiter nach mandalay. dort besichtigen wir tempel und erholungsorte fuer moenche.

die buddhas duerfen nur von den maennern mit goldblaettchen beklebt werden.

die buddhas duerfen nur von den maennern mit goldblaettchen beklebt werden.

man koennte den goldbuddha schon fast mit einem buggelwal vergleichen

man koennte den goldbuddha schon fast mit einem buggelwal vergleichen

in mandalay sehen wir auch die laengste teakholzbruecke der welt. sie erstreckt sich ueber 1.2km. die bruecke ist beliebter, als es auf dem bild erscheint, denn es treiben sich viele einheimische und touristen auf ihr herum.

watschel, watschel.

watschel, watschel.

ungern bezahlen wir den teuren touristenpreis von 10 dollar pro person an den staat, den die einzige faehrgesellschaft ist staatlich. auch bei den hotels und busgesellschaften knoepft sich der staat eine gehoerige summe ab. dies sollte nicht unterstuetzt werden, kann aber manchmal nicht umgangen werden, denn alle Personen die bei den "freien Wahlen" gewaehlt wurden, wurden entweder verschleppt, ermordert oder unter hausarrest gestellt. die selbsternannte regierung unterdrueckt das volk (sie verhindert z.b. dass die leute zuviel ausbildung erhalten).

wir sitzen zwischen den einheimischen und bringen den kindern spiele bei

wir sitzen zwischen den einheimischen und bringen den kindern spiele bei

waehrend den zwischenstopps mit dem boot sehen wir viele kleine doerfer. an diesem ort werden vor allem mehl und andere lebensmittel mit den ochsenkarren abgeholt.

waehrend den zwischenstopps mit dem boot sehen wir viele kleine doerfer. an diesem ort werden vor allem mehl und andere lebensmittel mit den ochsenkarren abgeholt.

spaet abends kommen wir nach der bootsfahre in bagan an.
einen tag lang lassen wir uns mit der pferdekutsche zu den verschiedenen tempeln fahren. die pferdekutsche ist auch fuer die einheimischen ein beliebtes fortbewegungsmittel, denn hier gibt es keine taxis.

unser pferdekutschenfahrer bringt uns an viele entlegene tempel in bagan

unser pferdekutschenfahrer bringt uns an viele entlegene tempel in bagan

ohne worte

ohne worte

eine statische verkehrsampel - nur zu beobachten in burma

eine statische verkehrsampel - nur zu beobachten in burma

in den doerfer hinter den Sehenswuerdigkeiten kommen nur selten touristen vorbei und so zaubern die bilder der digicam ein lachen auf die meisten gesichter

in den doerfer hinter den Sehenswuerdigkeiten kommen nur selten touristen vorbei und so zaubern die bilder der digicam ein lachen auf die meisten gesichter

trishaws-fahrer sind oft sehr freundlich und zuvorkommend

trishaws-fahrer sind oft sehr freundlich und zuvorkommend

nach bagan besichtigten wir den einzigen buddha mit brille, der von vielen augenkranken besucht wird.
nach 28 tagen lief unser visa ab und wir mussten retour nach yangoon und fliegen zurueck nach bangkok.

in der grossstadt angekommen werden wir von vielen thais begruesst. z.b. ruft die coiffeusin aus ihrem laden und fragt uns, wo wir denn so lange gewesen sind. von zwei esswarenverkaeuferinnen werden wir herzlich mit umarmung begruesst und auch im internetladen werden wir mit fragen, wo wir wahren ueberschuettet.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Reise nach Asien ohne einen bestimmten Reiseplan
Details:
Aufbruch: 12.12.2006
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: Dezember 2007
Reiseziele: China
Kambodscha
Thailand
Myanmar
Laos
Pakistan
Türkei
Bulgarien
Rumänien
Ungarn
Der Autor
 
Sonja Rüegg Michael Schegg berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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