Vietnam-Reisebericht :Südostasien here we come!

Hanoi

Nun sind wir also in Vietnam angekommen, gelandet nach einem 10 Stunden Flug in Hanoi und zum ersten Mal konnte ich sogar richtig schlafen im Flieger (ist normal nicht so der Fall). Schätze die Hitzeattacke von Doha hat uns einfach umgehauen. Der Flughafen von Hanoi ist recht klein, aus dem Flieger raus, liefen wir direkt auf den "Visa on arrival-Schalter" zu. Es dauerte ungefähr ne halbe Stunde, dann bekamen wir den Reisepass mit eingeklebtem Visa zurück und bezahlten die Stempelgebühr von 54 US$. Es wird alles in Vietnam neben der eigenen Währung in US Dollar angezeigt. Bezahlen konnte man das Visa nur in bar, nur hatten wir keine US Dollar an uns ( warum auch?!), konnten dann aber glücklicherweise mit British Pound zahlen. Das hat also alles gut geklappt, wir holten noch unsere Rucksäcke und ließen uns dann von einem Taxi ans Hotel fahren.
Die ersten zwei Tage regnete es immer, wir machten uns aber trotzdem auf den Weg die Stadt zu erkunden. Anfangs zusammen gequetscht unterm Hotelschirm, später kauften wir uns zwei hübsche Regenponchos, was die Sache einfacher machte, da der Verkehr in Hanoi einfach abnormal ist. Wer schon einmal in Bangkok war, weiß auch wovon ich rede. Mopedfahrer wohin das Auge reicht, die scheinbar ohne jegliche Verkehrsregeln fahren - und dann wird natürlich noch gehupt! Und das nicht zu knapp...dann fahren noch genügend Autos durch die schon ohne zwanzig Mopedfahrer ziemlich enge Gassen, aber das ist nicht alles - es gibt dann auch noch Fahrradfahrer, Taxis, Kleinbusse usw. und wo sollen bitte die Fußgänger laufen? Also ich muss sagen die ersten zwei Tage waren schon Gewöhnungssache, wenn man da zum Beispiel eine Straße überquert, am besten nicht anhalten (ich weiß ist eigentlich menschlich wenn ein Fahrzeug kommt dass man nicht überquert) aber hier gilt einfach laufen - nicht zu schnell und nicht zu langsam, die Mopeds weichen den Fußgängern schon aus (die meisten...) .
Wie gesagt, wir machten uns also trotz Regens auf den Weg die Stadt zu erkunden. Zuerst liefen wir zum Hoan Kiem Lake, ein großer See mitten in der Stadt mit einer kleinen Insel in der Mitte auf der ein Tempel steht. Abends gingen wir zum "Waterpuppet Theater" was ein Muss ist laut Reiseführer. Es war ganz nett, dort wird auch einiges zur Geschichte und den Menschen von Vietnam erzählt, daher war es schon interessant. Kostete 100.000 vietnam dong, was ungefähr 4 € sind.
Unser Hotel ist im "Old Quarter" von Hanoi von dem aus wir auch alles bestens zu Fuß erreichten. In diesem sogenannten "Labyrinthviertel" gibt es alles was Touristen brauchen: Restaurants, Shoppingläden, Reisebüros und Kneipen. Es ist ziemlich lebendig und man kann sich dort auch schön die Zeit damit vertreiben einfach nur durch die Gassen zu schlendern.

Regenzeit...

Regenzeit...

Irgendwo im old quarter - rechts wird einem auf der Strasse ein Haarschnitt verpasst

Irgendwo im old quarter - rechts wird einem auf der Strasse ein Haarschnitt verpasst

Hoan Kien Lake mit Bruecke zu kleinem Tempel

Hoan Kien Lake mit Bruecke zu kleinem Tempel

Verkehr...

Verkehr...

Nightmarket

Nightmarket

Waterpuppettheatre

Waterpuppettheatre

An einem Tag liefen wir zum "temple of literature". Für unseren ersten richtig großen Tempel war dieser echt schön zu besichtigen. Sehr gepflegt, Eintritt kostete 20.000 pro Person ( sind nur 80 Cent ).
Zum Abendessen suchten wir uns immer ein empfohlenes Restaurant aus unserem Reiseführer aus. Wir haben den lonely planet, ist ein wirklich guter und sehr informativer Reisebegleiter - ohne den wir vermutlich verloren wären Jedenfalls schauen wir immer dass wir die einheimischen Lokale aufsuchen und nicht welche in denen es Steak, Pizza und Burger gibt. Dadurch haben wir nun schon einige vietnamesische Spezialitäten entdeckt und probieren können, zu denen wir uns vermutlich niemals hineingetraut hätten. Denn von außen schauen diese Lokale meist überhaupt nicht ansprechend aus. Manchmal waren wir uns nicht mal sicher ob wir richtig sind, standen vor einem Haus was nicht nach Lokal aussah, bis uns jemand herein winkte. Und bei diesen einheimischen Lokalen schmeckt es dann erstens super und zweitens zahlt man nicht mehr als 4 €.
Im Old Quarter gehts abends dann auch gut ab, dort gibt es eine Bia (=Bier) Junction - praktisch Kneipe an Kneipe, allerdings sitzt man draußen am Straßenrand auf kleinen Babyhockern. Dort bekommt man dann ein Bier vom Faß für 20 Cent hingestellt. Wenn man leer hat, bestellt man entweder noch eins oder man zahlt. Einfach sitzen zu bleiben geht nicht
Wir hatten 4 Nächte in Hanoi gebucht, was definitiv ausreichend ist. Frühstück war mit dabei, naja ich würde es eher das Abendessen nennen, denn wir hatten schon morgens gebratenen Reis und Instantnudeln.
Für Sonntag buchten wir uns einen Bus nach Mai Chau, was ca. 200 km außerhalb von Hanoi im Nordwesten liegt. Wir machen eine Bustour durch den Norden bis hoch nach Sapa - davon mehr im nächsten Bericht!
Bisher gehts uns supi und so langsam haben wir uns auch an die Mentalität gewöhnt
Grüßeeeee :-*

Temple of literature

Temple of literature

Schoen gepflegter Garten

Schoen gepflegter Garten

Im Regenponcho mit Bia Hoi Hanoi (bier vom Fass)

Im Regenponcho mit Bia Hoi Hanoi (bier vom Fass)

Diese minihocker findet man ueberall vor, vor allem aber bei den einheimischen "Lokalen" sehr bequem ist es allerdings nicht...

Diese minihocker findet man ueberall vor, vor allem aber bei den einheimischen "Lokalen" sehr bequem ist es allerdings nicht...

Sticky rice zum Mittagessen

Sticky rice zum Mittagessen

Das war das Essen in einem dieser durch und durch einheimischen Schuppen - aber sehr lecker! Frische fruehlingsrollen und in der Schuessel Schwein mit Reisnudeln und Erdnuessen

Das war das Essen in einem dieser durch und durch einheimischen Schuppen - aber sehr lecker! Frische fruehlingsrollen und in der Schuessel Schwein mit Reisnudeln und Erdnuessen

© Selina Zennegg, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
So, von Australien habe ich nun genug gesehen, jetzt geht's auf zum nächsten Abenteuer! Eine Reise quer durch Südostasien, angefangen in Vietnam, weiter nach Kambodscha, hoch nach Laos, ein eventueller Abstecher nach Burma, dann runter nach Thailand und durch Malaysia und wenn das Geld noch reicht noch nach Indonesien - so ist mal der Plan! Für ungefähr 5 Monate gibt's jetzt nur noch Reis und Nudeln - nur reise ich diesmal zusammen mit meinem Pommy Gareth :-)
Details:
Aufbruch: 03.09.2013
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 11.02.2014
Reiseziele: Katar
Vietnam
Kambodscha
Der Autor
 
Selina Zennegg berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.