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Während meiner ersten Australienreise arbeitete ich auf verschiedenen Farmen im Outback von Queensland und reiste an der Ostküste entlang von Cairns nach Sydney.
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Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt (Japanische Weisheit)
30.12.06 - 01.01.07
Nachdem ich Strathburn verlassen hatte, begann ich nun die Rundreise. Ich war mir sicher, dass das, was ich auf den Farmen verdient hatte zusammen mit meinem Gesparten für die Hälfte der Rundreise reichen würde - also von Cairns, wo ich mich nun befand, bis nach Sydney. Dann konnte ich sehen, ob es noch länger reichen würde, ob ich noch einmal arbeiten wollte oder ob ich nach Hause flog.
Da ich so unerwartet aufgehört hatte zu arbeiten, musste ich erst einmal realisieren, dass meine Rundreise nun begann. Meine Traumreise, die ich so lange Zuhause geplant hatte, fand jetzt statt! All die Orte, die ich mir vorstellte und ausmalte, würde ich nun wirklich sehen! Ich konnte es kaum fassen. Noch nie in meinem Leben hatte ich mich so frei gefühlt. Da ich alleine war, musste ich niemandem Rechenschaft ablegen, warum ich gerade jenen Ort anschauen wollte und jenen nicht. Ich konnte hingehen, wo ich wollte und alle Entscheidungen treffen, so wie ich es für richtig hielt. Das war ein tolles Gefühl. Obwohl ich kein Auto hatte, war das Reisen sehr einfach, denn wieder fuhr ich mit dem Greyhound.
Immer noch befand ich mich im Staat Queensland, der mir einfach unermesslich groß erschien. Wie viele Kilometer hatte ich schon zurückgelegt und befand mich immer im gleichen Staat! Und dabei ist Queensland nur der zweitgrößte Staat Australiens.
Im Jahr 1824 wurde am Brisbane River eine Strafsiedlung angelegt, aus der 1859 die Kolonie entstand. Queenslands Wirtschaft erlebte dann einen Boom, als in der zweiten Hälfte des 19. Jahruhunderts zahlreiche Bodenschätze gefunden wurden und man außerdem immer erfolgreicher Zuckerrohr anbaute. Noch heute sind Bergbau und Landwirtschaft die wichtigsten Säulen des Staates.
Als erstes fuhr ich nun von Cairns nach Townsville.
Von Townsville hatte ich ja schon einen kleinen Eindruck bekommen, als ich auf dem Weg nach Somerville gewesen war. Nun freute ich mich, noch ein wenig mehr zu sehen und vor allem, einen Trip nach Magnetic Island zu machen.
Die Stadt wurde benannt nach Robert Towns, der sie 1857 gründete. Townsville war sehr bedeutend, da es der dem im Inland gefundenen Gold nächstgelegene Hafen war. Heute ist es Standort einer der größten Militärbasen Australiens.
Bei meinem ersten Aufenthalt hatte ich bereits The Strand besichtigt und das Reef HQ besucht. Nun zog es mich direkt nach Magnetic Island. Diese Insel liegt acht Kilometer vor der Küste. Ihr Name rührt daher, dass James Cooks Kompass verrückt spielte, als er die Insel entdeckte. Auf Magnetic Island befindet sich das größte Koalaschutzgebiet von Queensland. Leider sah ich keinen einzigen Koala, doch trotzdem hatte ich einen schönen Tag.
Blick von der Fähre auf Townsville und Castle Hill
Nachdem ich mit der Fähre zur Insel gefahren war, machte ich zunächst eine kleine Wanderung zum Hawkings Point, durch felsiges Gelände voller Eukalyptusbäume.
Der Weg zum Hawkings Point
Vom Hawkings Point aus hat man einen tollen Blick über die Insel
Nachdem ich mich in Picnic Bay ein wenig ausgeruht hatte, fuhr ich mit dem Bus nach Horseshoe Bay. Hier war gerade ein Straßenfest im Gange und viele Menschen waren am Strand, schwatzten, aßen und hörten Musik. Der Strand war sehr lang und es war herrlich, hier spazieren zu gehen.
Horseshoe Bay
Am Ende des Strandes gibt es einen kleinen Weg ins Innere der Insel
Die Zeit verging wie im Flug und nachmittags fuhr ich nach Arcadia, einem weiteren Dorf auf Magnetic Island. Hier befand sich ein schöner, kleiner Strand, Alma Bay, wo man sich gut entspannen und dem munteren Treiben zusehen konnte.
Alma Bay
Am nächsten Tag besichtigte ich das sehr interessante Museum of Tropical Queensland. Der Schwerpunkt des Museums war die HMS Pandora. Dieses Schiff wurde von England aus geschickt, um die Meuterer der Bounty zu fangen und nach England zu bringen. Doch auf dem Rückweg zerschellte die Pandora am Great Barrier Reef. Einige Männer schafften es jedoch tatsächlich nach zwei Wochen auf einer Sandbank in einem kleinen Rettungsboot bis nach Timor zu gelangen und zu überleben.
Ein riesiges Modell der Pandora
Im Museum gab es neben einigen Modellen Originalfundstücke des Wracks und viele Informationen über die Geschichte.
Originalgeschirr, das vom Wrack geborgen wurde
Es widmete sich aber auch dem Leben in den Tropen und dem Riff und es gab ein Science Center.
Ein Dinosaurierschädel
Nachdem ich Sylvester in Townsville verbracht hatte, machte ich mich am ersten Tag des neuen Jahres auf nach Airlie Beach.
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