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Während meiner ersten Australienreise arbeitete ich auf verschiedenen Farmen im Outback von Queensland und reiste an der Ostküste entlang von Cairns nach Sydney.
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Wir alle sind verwandt: Berge, Flüsse, Bäume, Schlange, Adler und Mensch. Die Verwandtschaft verpflichtet uns zur Verantwortung. Der weiße Mann versteht uns nicht. Ihn treibt die Gier. Doch Gier hat keine Zukunft. (Aus der Legende der Regenbogenschlange)
12.01.06 - 13.01.06
Von Brisbane aus ist es keine allzu lange Fahrt bis zum Australia Zoo. Also buchte ich eine Tour mit einem Bus dorthin, um den berühmten Tierpark selbst zu sehen. Ich wollte mir selbst ein Bild machen von diesem großen Zoo, den Steve Irwin gegründet hatte.
Steve Irwin ist vielen bekannt aus der Sendung "Crocodile Hunter". Außer im Australia Zoo arbeitete er als Forscher und Tierfilmer. Sein Motto war, die Menschen mit seinen Filmen zu unterhalten und so für die Tiere zu begeistern, denn seiner Meinung nach schützt man das, wovon man begeistert ist.
Viele Zuschauer auch außerhalb Australiens liebten Steves Filme und bewunderten ihn für seine Arbeit. Seine Fangemeinde erstreckte sich auf alle Kontinente, doch natürlich war er vor allem in Australien, seinem Heimatland, eine Ikone.
Am 4. September 2006 starb Steve mit 44 Jahren. Bei Filmaufnahmen wurde er von einem Stachelrochen mitten ins Herz gestochen. Es wirkt besonders tragisch, dass er gerade von diesem Tier getötet wurde - unzählige Male drehte er mit viel gefährlicheren Tieren wie Giftschlangen und Krokodilen, während Stachelrochen nur äußerst selten aggressiv sind und kaum Fälle bekannt sind, bei denen Menschen durch sie starben.
Australien trauerte um Steve Irwin und die Fans in aller Welt waren geschockt. Warum musste ein so engagierter, freundlicher Mensch sterben?
Jedoch gibt es auch viele Kritiker. Oft wird ihm vorgeworfen, für seine Filme unnötige Risiken eingegangen zu sein und krankhaft die Gefahr gesucht zu haben.
Fakt ist, dass viele Menschen weiterhin seine Filme lieben und der Rummel um den Australia Zoo seit Steves Tod eher noch größer geworden ist.
Nun besuchte also auch ich diesen Zoo - um die Tiere zu sehen und auch um den Ort kennen zu lernen, an dem dieser berühmte Mann gewirkt hatte.
Im Tierpark angekommen, ging es als Erstes ins "Crocosseum", eine Art Arena. Hier hatte Steve den Zuschauern Krokodile und andere Tiere vorgeführt. Die Show wurde nun von seinen Mitarbeitern gezeigt. Natürlich gab es vorher noch einen kurzen Filmclip über Steve.
Die Show war sehr interessant: Die Mitarbeiter fütterten Krokodile, außerdem wurden viele Papageien und einige Greifvögel fliegen gelassen und große Schlangen gezeigt.
Die Show im Crocosseum. Auf der Schattenseite war es sehr viel voller...
Neben dem Crocosseum stand eine ellenlange Wand. Dort hatten Fans zahllose Geschenke hinterlassen: Blumen, braune Hemden mit Gedichten und Beileidsbekundungen, Fotos, Flaggen, Kuscheltiere, Plakate, Briefe, Banner etc. Es war bewegend, zu sehen, wie die Menschen um ihn trauerten und viele Texte gingen mir zu Herzen. Hier sah man, dass Steve Vielen etwas bedeutet hatte.
Tausende von winzigen Botschaften auf den für Steve typischen Khakihemden...
Um die riesigen Souvenirshops, in denen man alle möglichen Artikel rund um den Zoo, die Tiere und Steve kaufen konnte, machte ich zunächst einen Bogen. Mit dem großen Zooplan in der Hand begann ich, Australia Zoo zu erkunden.
Neben vielen australischen Tieren (Dingos, Wombats, Kängurus, Krokodile, Schlangen, tasmanische Teufel) gab es auch einige von anderen Kontinenten. Obwohl Scharen von Touristen da waren, hatte man genug Platz, um herum zu streifen und die Tiere zu beobachten.
Einfach faszinierend: Riesige Schildkröten mümmeln winzige Salatblätter
Diesen Zeitgenossen möchte man als Tourist lieber nicht begegnen!
Die Elefanten durfte man um eine bestimmte Zeit füttern
Echidnas, die Verwandten der Schnabeltiere
Ein Kasuar: Groß und gefährlich!
Dingos, die australischen Wildhunde
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Ein weiterer nah an Brisbane gelegener Park ist die Brisbane Koala Sanctuary. Dieser Koalapark ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Wer Koalas ganz nah sehen will ist hier genau richtig, außerdem gibt es noch viele andere Dinge zu sehen. Neben einigen anderen australischen Tieren gibt es z.B. eine Outback Sheep Show, bei der ein Hütehund eine Schafherde treibt, und eine kleine Streichelfarm für Kinder, wo sie Lämmchen füttern, Küken halten und Meerschweinchen streicheln können. Auch die Känguruwiese darf nicht fehlen.
Die Hauptattraktion sind aber natürlich die Koalas, deren verschiedene Gehege mit informativen Tafeln ausgestattet sind. Den Eukalyptusduft dieses Parks habe ich heute noch in der Nase...
Die Outback Sheep Show: Hier lassen sich die...
...Künste des Arbeitshundes bewundern
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