Französisch Polynesien-Reisebericht :Von Pattaya nach Zittau

Mit der Aranui 5 durch Polynesien: Und, wie wars ?

Tahiti, Bora Bora und ganz französisch Polynesien ist schon immer ein exotischer Traum von mir gewesen. Vor vielen Jahren hatte ich mal beschlossen ein Boot zu kaufen und durch die Südsee zu segeln. Das ist aus verschiedenen Gründen am Ende doch gescheitert. Und irgendwie ist das auch gut so. Denn wie ich jetzt reise gefällt mir ausgesprochen gut und ich glaube, dass man auf dem Landweg mehr sieht als vom Wasser aus. Das ich nun doch hier gelandet bin, freut mich natürlich außerordentlich. Somit schließt sich für mich ein Kreis.

Ja, es gibt sie hier noch, die weißen Strände mit dem glasklarem Wasser, wo die grünen Palmen sich verneigen und exotische Fische um bunte Korallen schwimmen. Inseln auf denen entspannte Menschen wohnen und Touristen eine willkommene Abwechslung sind.
Die Frauen entsprechen nicht so ganz den Bildern aus Filmen, wie die Bounty. Sie sehen eher aus wie ich und neigen etwas zur Fülle. Die Männer lassen hingegen jeden Europäer blass aussehen und das in jeder Beziehung. Es sind große, kräftige Kerle mit viel Patos beim Tanz und Leidenschaft beim Singen.

Die Reise mit der Aranui 5 kann ich nur empfehlen. Manche Teilnehmer die schon viel Erfahrungen mit Kreuzfahrten gesammelt haben, sagten mir, dass ist etwas ganz anderes, als sonst und andere meinten sogar, es sei die beste Seereise weltweit. Ich kann das nicht beurteilen. Aber für mich war dieser Trip rundum eine gelungene Sache. Es gibt eigentlich nichts, was ich bemängeln könnte. Mit 2370 Euro für 13 Tage im Schlafsaal ist dieser Abschnitt hoffentlich der Teuerste meiner Weltumrundung, doch ich kann sagen es hat sich absolut gelohnt.

Ansonsten ist ganz französisch Polynesien ein teures Plaster. Besonders die Unterkünfte leeren die Kasse. Aber auch das Essen kostet bedeutend mehr, als auf dem Festland. Dafür bekommt man aber auch Natur pur zu sehen und eine Inselwelt mit Vulkanen, tropischen Stränden und paradiesischen Orten die ihres Gleichen suchen.

© Bernd Feurich, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Insgesamt habe ich in den letzten 20 Jahren 5 bis 7 Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet. Die letzten zwei Jahre war ich fast am Stück dort gewesen. Jetzt ist das Ende des Geldes abzusehen und ich reise in östliche Richtung über die Pazifikinseln und Südamerika nach Deutschland zurück.
Details:
Aufbruch: 04.01.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 15.12.2016
Reiseziele: Thailand
Philippinen
Fidschi
Neuseeland
Französisch Polynesien
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Bernd Feurich berichtet seit 20 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/20):
Anonym vom 7. Januar 1484413925000
Diesmal dif­fe­ren­zier­ter: ich war Rich­tung Osten schon an vielen Orten. Meh­rfach. O­ver­land von Frei­burg nach Nepal, anno 71 z.B. Viele Inseln (NZ) usw. Aber meine besten Touren waren zu­sam­men ca. 10000 km mit einer 250 trial durch die Wes­tal­pen. Mit Zelt. Volles Prog­ramm, Stra­ßen, Pässe und u­nend­lich Gel­ände. Des­we­gen finde ich Deine Fahrt mit dem Mo­tor­rad so ben­ei­dens­wert. Das würde ich auch mal wieder gerne machen. Bin aber jetzt 64 und fast zu alt dafür. Koor­di­na­tion, Gesun­dheit, Lei­dens­fähig­keit und so. Hab meine Maschi­ne vor Kurzem ver­kauft. Au­ßer­dem ist das Risiko Alleine riesig. Aber trot­zdem bin ich nei­disch. Auch auf so lange Pat­ta­ya. Ich war nur einen Monat dort. Mach weiter so. Man lebt nur ein Mal.
Antwort des Autors: Na da hast du doch viel erlebt und keiner kann dir die Erinnerungen nehmen. Ich habe noch Hoffnung, dass ich noch vor der Rente irgendwohin eine Tour machen kann. Kommt Zeit - kommt Ra(d)
Gruß, Bernd
Rachel 1484137624000
Ich habe dich die letzten an­der­thalb Jahre auf deiner Reise beg­lei­tet (und war in dieser Zeit selber mit meiner Familie drei­ein­halb Wochen in Thai­land auf Reisen) und war immer sehr angetan von deinen Bildern und deinen Er­leb­nis­sen, danke! Ja, wer den Rei­se­vi­rus in sich trägt, den hält es man­chmal nur mit Mühe in "ewig" den­sel­ben Gew­ässern. Ich wünsche dir alles Gute, gute Gesun­dheit und dass du auch dem kühlen Deuts­chland viel Po­si­ti­ves ab­rin­gen kannst!
Antwort des Autors: Das Gewässer ist fest zugefroren und die dicke Eisschicht hält alles, was auf ihn trieb gefangen. Doch tief unten, am Boden fließt es leise weiter. Irgendwann kommt der nächste Frühling, die Sonne wird das Eis brechen und der Fluss wird alles mit sich nehmen, was dort nicht bleiben will.
anonym 1483787155000
Vielen Dank für Dienen Bericht und die Bilder. Wenn ich nochmal auf die Welt komm, mach ich auch sowas.
Antwort des Autors: Vielen Dank fürs Mitreisen.